Die Coinbase-Aktie hat eine volatile Handelswoche hinter sich und notiert aktuell rund 33 Prozent unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Doch während einige Experten ihre Erwartungen zuletzt dämpften, sorgt ein frisches Kaufsignal der Bank of America für neue Fantasie bei den Anlegern. Mit einem sich am Sonntag stabilisierenden Bitcoin im Rücken steht nun zur Debatte: Ist die jüngste Korrektur eine attraktive Einstiegsgelegenheit oder warnen die skeptischeren Stimmen zu Recht?
Analysten uneinig über die Bewertung
Das Marktbild für den US-Kryptobörsen-Betreiber ist derzeit von widersprüchlichen Signalen geprägt. Nachdem die Aktie am Freitag bei 240,78 USD schloss, richtet sich der Blick auf eine signifikante Aufstufung: Die Bank of America änderte am Donnerstag ihr Votum von „Neutral“ auf „Buy“ und hob das Kursziel auf 340 USD an.
Der Analyst Jason Kupferberg begründet diesen optimistischen Schritt vor allem mit der Bewertung. Nach dem deutlichen Kursrückgang sei das Verhältnis von Preis zu Wachstum wieder attraktiv geworden, insbesondere angesichts der dominanten Marktstellung von Coinbase in den USA. Diese Einschätzung steht im Kontrast zu den Anpassungen von Bernstein und Rosenblatt Securities, die ihre Kursziele Anfang der Woche auf 440 USD beziehungsweise 325 USD senkten. Zwar halten beide Häuser an ihren grundsätzlichen Kaufempfehlungen fest, Rosenblatt verweist jedoch auf eine kurzfristige Verlangsamung der Handelsvolumina nach dem Rekordlauf Ende 2025.
Bitcoin als stabilisierender Faktor
Ein entscheidender Treiber für die Stimmung zum Wochenstart ist die Entwicklung des Kryptomarktes am Wochenende. Der Bitcoin konnte die psychologisch wichtige Marke von 90.000 USD verteidigen und notiert am Sonntag bei rund 90.605 USD. Statt der befürchteten scharfen Korrektur zeigt der Markt eine Konsolidierung auf hohem Niveau.
Für Coinbase ist diese Ruhe essenziell. Da die Einnahmen des Unternehmens weiterhin stark mit den Transaktionsvolumina und den Asset-Preisen korrelieren, bietet die Verteidigung der Unterstützungslinien beim Bitcoin ein neutrales bis positives Umfeld für den Aktienhandel am Montag. Auch Altcoins wie Solana zeigten sich am Wochenende mit leichten Gewinnen widerstandsfähig.
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Die Strategie jenseits des reinen Handels
Marktbeobachter gewichten zunehmend die langfristige Transformation des Geschäftsmodells, weg von der reinen Abhängigkeit von Handelsgebühren. Analysten von Bernstein sprechen von einem „Tokenisierungs-Superzyklus“ im Jahr 2026, bei dem reale Vermögenswerte auf die Blockchain wandern – ein Trend, bei dem Coinbase eine Führungsrolle einnehmen will.
Zudem treibt das Unternehmen die Diversifizierung voran:
* Aktienhandel: Berichten zufolge plant Coinbase den Einstieg in den klassischen Aktienhandel, um traditionelle Broker anzugreifen.
* Blockchain-Infrastruktur: Das eigene Layer-2-Netzwerk „Base“ generiert mittlerweile margenstarke Umsätze durch die Sequenzierung von Transaktionen.
* Derivate: Der Ausbau des Derivategeschäfts soll helfen, die Volatilität des Spot-Marktes in den Bilanzen zu glätten.
Der Wochenstart dürfte maßgeblich davon abhängen, ob Anleger dem Bewertungsargument der Bank of America folgen und die Stabilisierung des Bitcoin als Kaufsignal werten. Kurzfristig bietet die Divergenz zwischen gesunkenem Kurs und erhöhtem Kursziel Raum für eine Gegenbewegung, doch erst die kommende Berichtssaison wird zeigen, ob die Diversifizierungsstrategie die von Rosenblatt angemerkte Volumen-Delle kompensieren kann.
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