AbbVie setzt konsequent auf den Standort USA und rüstet sich für die Zukunft in den Wachstumsmärkten Neurowissenschaften und Adipositas. Mit einer dreistelligen Millioneninvestition will der Pharmakonzern nicht nur seine Kapazitäten erweitern, sondern auch strategische Abhängigkeiten reduzieren. Doch was bedeutet dieser Expansionskurs für die langfristige Ausrichtung des Unternehmens?
Fokus auf neue Wachstumsmärkte
Der Pharmariese investiert 380 Millionen US-Dollar in den Bau von zwei neuen Werken für pharmazeutische Wirkstoffe in North Chicago. Ab dem Frühjahr 2026 sollen die Bauarbeiten für die Anlagen beginnen, die speziell auf die Produktion von Medikamenten gegen Fettleibigkeit und neurologische Erkrankungen ausgerichtet sind. Der kommerzielle Betrieb ist für das Jahr 2029 geplant.
Dieser Schritt ist Teil einer deutlich größeren Strategie: AbbVie hat sich verpflichtet, über das nächste Jahrzehnt insgesamt 100 Milliarden US-Dollar im Inland zu investieren. Damit reagiert der Konzern auch auf politische Rahmenbedingungen. Eine im Januar 2026 getroffene Vereinbarung mit der US-Regierung sieht vor, die heimische Forschung und Produktion zu stärken, um im Gegenzug Erleichterungen bei Zöllen und Regulierungen zu erhalten.
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Unabhängigkeit in der Lieferkette
Hinter dem massiven Ausbau steckt das Ziel, die Abhängigkeit von Zulieferern aus Europa und Asien deutlich zu verringern. Bereits im September 2025 startete AbbVie den Bau einer Anlage zur chemischen Synthese, um die Kontrolle über die eigenen Lieferketten zurückzugewinnen. Der Bundesstaat Illinois unterstützt das aktuelle Vorhaben durch Steuergutschriften von rund 25 Millionen US-Dollar, da im Rahmen des Projekts 300 neue Vollzeitstellen entstehen.
Während das Unternehmen die infrastrukturellen Weichen stellt, gibt es auch positive Signale aus der Forschungspipeline. Am Montag erteilte die FDA die Zulassung für eine neue Kombinationstherapie zur Behandlung von Leukämie. An der Börse notierte die Aktie gestern bei 194,80 Euro. Mit einem RSI-Wert von 16,8 gilt der Titel aktuell als technisch deutlich überverkauft, was nach der jüngsten Kursentwicklung die Aufmerksamkeit einiger Marktteilnehmer auf sich ziehen dürfte.
Der geplante Baubeginn im Frühjahr 2026 markiert den nächsten Meilenstein in AbbVies Transformationsprozess. Mit der Fokussierung auf zukunftsträchtige Bereiche wie die Adipositas-Therapie und der gleichzeitigen Absicherung der Produktion positioniert sich der Konzern strategisch neu, um potenzielle Lieferrisiken zu minimieren.
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