Fiserv Aktie: Zahlen im Blick

Fiserv veröffentlicht Q4-Zahlen nach einem schwachen Vorquartal. Der Markt erwartet einen Gewinnrückgang, während neue Partnerschaften mit Affirm und ServiceNow Impulse setzen sollen.

Kurz zusammengefasst:
  • Gewinnerwartung für Q4 liegt bei 1,90 US-Dollar je Aktie
  • Umsatzprognose beläuft sich auf 4,95 Milliarden US-Dollar
  • Neue Kooperationen mit Affirm und ServiceNow bekanntgegeben
  • Aktienkurs nach schwachem Q3 unter Druck

Bei Fiserv spitzt sich die Lage bis zum nächsten Zahlenwerk zu. Nach mehreren schwachen Sitzungen und einem deutlichen Rücksetzer am Dienstag richten sich die Blicke auf den Quartalsbericht. Entscheidend wird, ob das Unternehmen nach dem enttäuschenden dritten Quartal wieder Vertrauen aufbauen kann.

Wichtige Eckdaten für den Termin:
Q4-Zahlen: Dienstag, vor US-Börsenstart, anschließend Call um 8:00 Uhr ET
Erwarteter Gewinn je Aktie (Konsens): 1,90 US-Dollar (laut Zacks)
Erwarteter Umsatz: 4,95 Mrd. US-Dollar
Q3-Ist vs. Erwartung: 2,04 statt 2,64 US-Dollar je Aktie

Fiserv

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Erwartungen nach Q3-Dämpfer

Der Markt geht für das vierte Quartal von einem Gewinn je Aktie von 1,90 US-Dollar aus. Das entspräche laut Konsens einem Rückgang um 24,3% gegenüber dem Vorjahresquartal. Beim Umsatz erwarten Analysten 4,95 Mrd. US-Dollar, ein Plus von 0,9%.

Der Hintergrund: Im dritten Quartal lag Fiserv beim Gewinn je Aktie mit 2,04 US-Dollar klar unter der Erwartung von 2,64 US-Dollar. Das entspricht einer negativen Überraschung von rund 22,7%. In der Folge wurden die Schätzungen nach unten angepasst: Laut Zacks sank die Konsensprognose für den Gewinn je Aktie in den vergangenen 30 Tagen um 3,26% (Datenstand Dienstag).

Partnerschaften sollen Impulse setzen

Parallel zum Ergebnisdruck hat Fiserv zuletzt mehrere Kooperationen gemeldet. Ende Januar kündigte das Unternehmen eine exklusive Zusammenarbeit mit Affirm an: „Buy now, pay later“-Funktionen sollen in Debitkarten-Programme integriert werden. Damit können tausende US-Bank- und Credit-Union-Kunden von Fiserv ihren Endkunden Ratenzahlungsoptionen über bestehende Debitprodukte anbieten. Zugleich verweist die Meldung auf Affirms Händlernetzwerk mit rund 420.000 Merchants.

Kurz darauf folgte eine erweiterte Vereinbarung mit ServiceNow. Fiserv will den Einsatz von „Now Assist“ in den Bereichen Financial Services Operations und IT Service Management ausbauen. Die Einführung ist für das erste Quartal 2026 vorgesehen. Ziel ist laut Mitteilung, die operative Widerstandsfähigkeit und das Service-Erlebnis für Kunden zu verbessern.

Bereits zuvor hatte Fiserv zudem eine Partnerschaft mit Sumitomo Mitsui bekanntgegeben, um die Clover-Produktpalette breiter zu platzieren und damit digitale Handelslösungen für Millionen von Händlern zu adressieren.

Sektorwind bleibt rau

Das Umfeld für Fintechs gilt weiter als anspruchsvoll. Im Quelltext wird auch auf enttäuschende Ergebnisse bei PayPal sowie einen schwachen Gewinnausblick für 2026 verwiesen. Umso wichtiger wird bei Fiserv, ob der Bericht am Dienstag die zuletzt vorsichtigeren Gewinnerwartungen bestätigt – oder erneut für Korrekturbedarf sorgt.

Am Dienstag stehen damit vor allem zwei Punkte im Fokus: Liegt Fiserv beim Gewinn je Aktie nahe am Konsens von 1,90 US-Dollar – und kann das Unternehmen beim Umsatz die erwarteten 4,95 Mrd. US-Dollar erreichen. Der anschließende Call dürfte zeigen, wie das Management die kurzfristige Ergebnisentwicklung im Lichte der zuletzt gemeldeten Partnerschaften einordnet.

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