Während die Halbleiterbranche am Freitag durch einen heftigen Kurseinbruch bei Intel erschüttert wurde, zeigt sich Micron Technology bemerkenswert stabil. Der Speicherchip-Spezialist profitiert derzeit von einer Kombination aus operativer Stärke und einem deutlichen Vertrauensbeweis aus der eigenen Führungsetage. Statt sich von der Branchenschwäche anstecken zu lassen, richten sich die Blicke hier auf steigende Preise und ambitionierte Kursziele.
Millionen-Investment der Führung
Ein besonders starkes Signal sendete Director Teyin Liu direkt aus dem Boardroom. Laut aktuellen Meldungen der US-Börsenaufsicht investierte er Mitte Januar rund 7,8 Millionen US-Dollar in eigene Aktien. Transaktionen dieser Größenordnung durch Führungskräfte sind selten und werden von Marktbeobachtern oft als Indiz für eine hohe Überzeugung hinsichtlich der künftigen Geschäftsentwicklung gewertet.
Bemerkenswert ist dabei der Zeitpunkt: Der Einstieg erfolgte nahe der historischen Höchststände. Dass ein Insider nach einer Rally von über 280 Prozent auf Zwölf-Monats-Sicht noch derart massiv zukauft, deutet darauf hin, dass intern weiteres Potenzial gesehen wird.
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Analysten sehen „Superzyklus“
Parallel zum Insiderkauf sorgt eine neue Einschätzung der HSBC für Optimismus. Die Großbank hob ihr Kursziel drastisch von 350 auf 500 US-Dollar an. Als Haupttreiber identifizieren die Experten eine beschleunigte Preisentwicklung bei Speicherchips sowie die ungebrochene Nachfrage durch Künstliche Intelligenz. Prognosen zufolge könnten die Preise für DRAM-Speicher im zweiten Quartal 2026 um bis zu 45 Prozent gegenüber dem Vorquartal anziehen.
Diese fundamentale Stärke erklärt die Abkopplung vom Konkurrenten Intel. Während dort Fertigungsprobleme und Margendruck lasten, profitiert Micron von der physischen Knappheit im Speichermarkt. Besonders High Bandwidth Memory (HBM), essenziell für KI-Rechenzentren, gilt für das laufende Jahr bereits als weitgehend ausverkauft. Das Unternehmen kann durch diese Spezialisierung höhere Margen durchsetzen.
Ausblick
Die Aktie beendete die Handelswoche bei 388,80 US-Dollar und konsolidiert damit knapp unter ihrem 52-Wochen-Hoch. Für Anleger bleibt die Entwicklung der DRAM-Spotpreise nun der wichtigste Indikator für die Nachhaltigkeit des aktuellen Trends. Die nächste Bewährungsprobe steht voraussichtlich Mitte März 2026 an, wenn Micron seine Quartalszahlen präsentiert und beweisen muss, ob die Gewinne mit den gestiegenen Analystenerwartungen Schritt halten können.
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