Die UBS Group vollzieht zum Jahresstart eine entscheidende Personalentscheidung: Beatriz Martin übernimmt als Group Chief Operating Officer die Kontrolle über Technologie und Operations. Die Bündelung dieser Schlüsselbereiche unter einer Führungsperson zeigt, wie ernst es der Schweizer Großbank mit dem Abschluss der Credit Suisse-Integration ist. Mit 13 Milliarden Dollar an angestrebten Kosteneinsparungen bis Ende 2026 steht viel auf dem Spiel.
Die wichtigsten Fakten:
* Beatriz Martin bündelt als neue COO Technologie und Operations
* Bisheriger Tech-Chef Mike Dargan wechselt zur Neobank N26
* Bis Jahresende müssen Bruttoeinsparungen von 13 Milliarden Dollar realisiert werden
* Aktie nahe 17-Jahres-Hoch nach 33 Prozent Plus in 2025
Konsolidierung im Maschinenraum
Martin, die bereits die Bereiche Non-Core & Legacy sowie EMEA leitete, trägt nun die Gesamtverantwortung für die operative und technologische Infrastruktur der Bank. Der Abgang von Technologie-Chef Mike Dargan schafft dabei Platz für eine straffe Kommandostruktur: Chris Gelvin übernimmt interimistisch die IT-Leitung und berichtet direkt an Martin.
Die Tragweite dieser Neuordnung liegt auf der Hand. Ein Großteil der angestrebten 13 Milliarden Dollar Kosteneinsparungen hängt an der erfolgreichen Stilllegung alter IT-Plattformen der Credit Suisse. CEO Sergio Ermotti setzt offenbar darauf, die Komplexität in der Endphase der Integration durch klare Verantwortlichkeiten zu reduzieren.
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Regulatorischer Druck lässt nach
Die Aktie profitiert aktuell von mehreren Faktoren. Berichte aus Bern deuten darauf hin, dass die gefürchteten Verschärfungen der Eigenkapitalvorschriften moderater ausfallen könnten als ursprünglich erwartet. Politische Kompromisse beim „Too-big-to-fail“-Regelwerk scheinen greifbar.
Parallel dazu zeigen Analysten wie die DZ Bank auf, dass bereits über 75 Prozent der angestrebten Kostensynergien realisiert wurden. Die Bank of America bestätigte zuletzt ihre positive Einschätzung und verweist auf geplante Aktienrückkäufe sowie eine Normalisierung der Dividendenpolitik.
Zahlen als Lackmustest
Am 4. Februar präsentiert die UBS ihre Ergebnisse für das vierte Quartal 2025. Entscheidender als der Rückblick wird der Ausblick auf das erste Halbjahr 2026 sein. Martin und Ermotti müssen zeigen, dass die technische Migration der Kundendaten ohne operative Störungen verläuft. Gelingt dies, dürfte das hohe Kursniveau gerechtfertigt sein. Bei Verzögerungen in der IT-Integration könnte die Rally jedoch schnell ins Stocken geraten.
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