Covestro Aktie: Das finale Kapitel

Die Übernahme von Covestro durch XRG ist abgeschlossen. Der Aktienkurs stagniert, während auf die Höhe der Barabfindung und den finalen Squeeze-out gewartet wird.

Kurz zusammengefasst:
  • Squeeze-out-Verfahren für Minderheitsaktionäre läuft
  • Aktienkurs stagniert bei rund 60,70 Euro
  • Wechsel in weniger reguliertes Börsensegment beantragt
  • Finale Entscheidung auf Hauptversammlung im April

Die Übernahme durch XRG ist faktisch vollzogen, doch der letzte Akt an der Börse steht noch aus. Während der Kurs bei 60,70 Euro kaum noch Bewegung zeigt, richten sich alle Augen auf die Höhe der kommenden Barabfindung. Für die verbliebenen Minderheitsaktionäre beginnt nun das Warten auf den formalen „Rausschmiss“ gegen Bezahlung – den sogenannten Squeeze-out.

Die aktuelle Lage im Überblick:

Covestro

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  • Squeeze-out: Das Verfahren zum Hinausdrängen der Kleinaktionäre läuft.
  • Börsensegment: Der Wechsel in den weniger transparenten General Standard ist beantragt.
  • Kursniveau: Die Aktie notiert stabil bei 60,70 Euro, nahe dem 50-Tage-Durchschnitt (60,83 Euro).

Warten auf den Abfindungspreis

Das Handelsgeschehen bei Covestro ist fast zum Erliegen gekommen. Mit einer Veränderung von lediglich 0,07 % auf Wochensicht spiegelt der Kurs das Abwarten des Marktes wider. Operative Nachrichten oder klassische Charttechnik spielen kaum noch eine Rolle. Stattdessen dominiert eine einzige Frage: Wie hoch fällt die Barabfindung aus?

Nachdem der neue Eigentümer XRG (ehemals ADNOC International) im Januar das Verfahren eingeleitet hat, wird nun eine Unternehmensbewertung erstellt. Diese bildet die Basis für das Angebot an die verbliebenen Aktionäre. Auch wenn der Aktienkurs momentan wie festgenagelt wirkt, könnten die kommenden Unternehmenszahlen noch einmal wichtig werden – nicht als Kurstreiber, sondern als Argumentationsgrundlage für die Bewertungshöhe.

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Rückzug auf Raten

Parallel zur finanziellen Abwicklung bereitet das Management den organisatorischen Rückzug vor. Der angekündigte Wechsel vom streng regulierten Prime Standard in den General Standard der Frankfurter Wertpapierbörse senkt die Transparenzpflichten für den Konzern. Marktbeobachter werten diesen Schritt als typische Vorstufe zum vollständigen Delisting.

Für Anleger bedeutet dies, dass der Informationsfluss dünner wird. Der Fokus verlagert sich fast vollständig auf die formalen Termine, die den endgültigen Abschied von der Börse besiegeln.

Entscheidung im April erwartet

Der Zeitplan für das Ende der Börsennotiz konkretisiert sich. Am 26. Februar legt Covestro noch einmal Zahlen für das Geschäftsjahr 2025 vor, die als letzter relevanter Datenpunkt für die Abfindungshöhe dienen dürften. Die finale Entscheidung fällt voraussichtlich auf der ordentlichen Hauptversammlung, die für den 15. April 2026 angesetzt ist. Dort soll die Übertragung der restlichen Anteile an XRG beschlossen werden, womit das Kapitel Covestro als eigenständiger Börsenwert endgültig schließt.

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