Dow Jones: Wichtige Marke im Fokus

Der Dow Jones beendet das Jahr mit deutlichem Rücksetzer. Steigende Anleiherenditen und Gewinnmitnahmen belasten den Index, der nun die Unterstützung um 48.000 Punkte verteidigen muss.

Kurz zusammengefasst:
  • Renditeanstieg belastet Aktienmärkte
  • Nike-Aktie profitiert von CEO-Käufen
  • Technische Unterstützung bei 48.000 Punkten
  • Fed-Protokolle zeigen Uneinigkeit über Zinssenkungen

Der Dow Jones ist zum Jahresende spürbar ins Stocken geraten. Steigende Anleiherenditen, dünner Handel vor dem Feiertag und Gewinnmitnahmen bei Schwergewichten sorgten für Gegenwind. Entscheidend ist nun, ob der Index die aufgebaute Jahresperformance behaupten kann – oder eine spürbarere Verschnaufpause einlegt.

Defensive Stimmung vor dem Feiertag

Die Mittwochssitzung war von einem defensiven Grundton geprägt. Nach einem frühen Versuch, nach oben auszubrechen, setzte sich im Tagesverlauf der Verkaufsdruck durch. Auslöser war vor allem ein erneuter Anstieg der Rendite zehnjähriger US-Staatsanleihen, der riskantere Anlagen wie Aktien unattraktiver erscheinen ließ.

Dow Jones

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Kurz vor Handelsschluss testete der Dow die Zone um 48.000 Punkte und drehte nur knapp oberhalb dieses Bereichs wieder nach oben. Der Schlusskurs lag gestern bei 48.063 Punkten. Bemerkenswert: Das Handelsvolumen blieb deutlich unter dem 20-Tage-Durchschnitt – typisch für eine Vorfeiertagssitzung, zugleich aber ein Verstärker für die deutlichen Schwankungen im Tagesverlauf. Die Abwärtsbewegung war dabei breit angelegt, Verlierer überwogen klar gegenüber Gewinnern.

Übergeordnet bleibt der Index dennoch gut unterwegs: Auf Sicht von zwölf Monaten steht ein Plus von gut 13 Prozent, der Abstand zum 52‑Wochen-Tief beträgt rund 28 Prozent. Gleichzeitig liegt der Dow nur etwa 1,4 Prozent unter seinem Rekordhoch.

Gewinner und Verlierer im Index

Trotz der schwächeren Gesamtstimmung gab es einzelne positive Ausreißer. Nike gehörte klar zu den Favoriten des Tages. Die Aktie legte kräftig zu, nachdem aus regulatorischen Unterlagen hervorgegangen war, dass CEO Elliott Hill in größerem Umfang eigene Papiere zugekauft hat. Marktteilnehmer werten das als Vertrauenssignal in den geplanten Turnaround des Sportartikelkonzerns im Jahr 2026.

Auf der Gegenseite belasteten einige Schwergewichte den Index deutlich. IBM war der schwächste Wert im Dow, gedrückt von Schwäche im Technologiesektor insgesamt. Auch American Express und Disney gaben spürbar nach. Boeing, das zuvor im Wochenverlauf Stärke gezeigt hatte, musste einen Teil seiner Gewinne wieder abgeben. Apple geriet nach einem starken Jahresverlauf unter moderaten Verkaufsdruck, da Anleger Gewinne realisierten.

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Technische Lage: Unterstützung im Blick

Charttechnisch bleibt die Zone um 48.000 Punkte kurzfristig im Mittelpunkt. Der Rücksetzer brachte den Index nahe an diese Unterstützung heran. Von dort ist der Weg zu den gleitenden Durchschnitten nicht weit: Der Dow notiert rund 0,8 Prozent über seiner 50‑Tage-Linie und knapp 7 Prozent über der 200‑Tage-Linie, was auf einen intakten übergeordneten Aufwärtstrend, aber eine kurzfristige Abkühlung hindeutet.

Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt mit 62 Punkten im neutralen bis leicht erhöhten Bereich. Zuvor überkaufte Signale haben sich damit klar abgebaut, was eher auf eine Konsolidierung der Gewinne als auf einen bereits laufenden Korrekturtrend hinweist.

Fed, Renditen und der Blick auf 2026

Die schwächere Stimmung im Dow passt ins Bild der übrigen US-Märkte: S&P 500 und Nasdaq gaben ebenfalls nach, vor allem belastet von Technologiewerten wie Halbleiter- und Softwaretiteln. Auf der Makroseite prägten zuletzt die am Dienstag veröffentlichten Protokolle der US-Notenbank die Diskussion.

Die Fed-Minutes zeigten ein gespaltenes Bild im Offenmarktausschuss: Uneinigkeit herrscht vor allem über Tempo und Umfang möglicher Zinssenkungen im neuen Jahr. Diese Unsicherheit trug zum Anstieg der Anleiherenditen bei – ein wichtiger Bremsfaktor für Aktien zum Jahresausklang.

Heute, am Neujahrstag, bleiben die Märkte geschlossen. Am Freitag nimmt der Handel wieder Fahrt auf. Dann wird sich zeigen, ob der Bereich um 48.000 Punkte im ersten Handelstag 2026 verteidigt werden kann. Kurz darauf rücken neue Arbeitsmarktdaten in den Fokus, die entscheidend sein dürften für die Einschätzung, wie strikt oder locker die Fed ihre Geldpolitik im ersten Quartal 2026 ausrichten kann.

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