Der Chipkonzern aus Neubiberg setzt auf ein neues Wachstumsfeld: humanoide Roboter. CEO Jochen Hanebeck sieht darin das Potenzial für einen ähnlichen Umsatzschub wie bei den Halbleitern für KI-Rechenzentren. „Das könnte ein Wachstumsfeld werden, wie es heute die Leistungshalbleiter für KI-Rechenzentren sind“, erklärte Hanebeck dem Handelsblatt.
Die Aktie legte am Dienstag deutlich zu und profitierte vom allgemein freundlichen Marktumfeld. Der DAX schloss mit einem Plus von 0,8 Prozent bei 24.998,40 Punkten, knapp unter der psychologisch wichtigen 25.000er-Marke.
Vorhandenes Portfolio als Trumpfkarte
Besonders interessant: Infineon muss für das Roboter-Geschäft kaum neue Komponenten entwickeln. Die meisten relevanten Chips hat der Konzern bereits im Portfolio. Viele der Halbleiter, die heute für das automatisierte Fahren an die Autoindustrie geliefert werden, lassen sich auch in humanoiden Robotern einsetzen.
Das könnte die unter Druck stehenden Margen stützen, da Infineon „nur sehr wenig spezifisch neu entwickeln“ muss. Ein klarer Kostenvorteil gegenüber einem kompletten Neuaufbau eines Geschäftsbereichs.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Infineon?
Erfolgsgeschichte KI als Blaupause
Die Dimension des möglichen Geschäfts wird deutlich, wenn man auf die jüngste Erfolgsgeschichte blickt: Bei den Chips für die Stromversorgung der neuen KI-Rechenzentren hat der DAX-Konzern die Erlöse im Geschäftsjahr 2025 verdreifacht. Eine solche Entwicklung bei humanoiden Robotern wäre ein starkes Signal für Investoren.
Allerdings bleibt der Zeitplan vage. Hanebeck nannte bewusst keine konkreten Jahreszahlen für das potenzielle Milliardengeschäft. „Bislang ist noch offen, wie schnell der Markt wirklich an Fahrt aufnimmt“, räumte der CEO ein. Die Unsicherheit über den Markthochlauf dürfte vorerst bleiben.
Die strategische Positionierung ist dennoch clever: Infineon kann mit bestehender Technologie in einen Wachstumsmarkt eindringen, sobald dieser reift. Das Risiko hält sich in Grenzen, das Potenzial ist erheblich.
Infineon-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Infineon-Analyse vom 18. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Infineon-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Infineon-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Infineon: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
