Nach dem heftigen Tech-Ausverkauf der Vorwoche ist ausgerechnet Oracle gestern zum Zugpferd einer Erholungsbewegung geworden. Auslöser war vor allem eine Analysten-Hochstufung, die zentrale Sorgen rund um Oracles Cloud-Partnerschaften neu einordnet. Doch wie belastbar ist dieses Signal, wenn der Markt gerade erst damit ringt, die gewaltigen KI-Investitionen der Branche zu verdauen?
Wichtige Fakten auf einen Blick:
– Oracle legte gestern um 9% zu
– D.A. Davidson stufte die Aktie auf „Buy“ hoch (von „Neutral“)
– Der Tech-Abverkauf der Vorwoche löschte über 1 Billion US-Dollar an Börsenwert aus
– Die nächsten Zahlen (Q3 GJ 2026) werden Mitte März erwartet
Upgrade: OpenAI-Risiken „eingepreist“?
Laut CNBC und The Motley Fool hob D.A.-Davidson-Analyst Gil Luria Oracle auf „Buy“ an. Sein Kernpunkt: Die Risiken aus der enger werdenden Zusammenarbeit mit OpenAI seien inzwischen besser im Kurs abgebildet.
Luria verwies dabei auf eine gestiegene Zuversicht, dass OpenAI den Ausbau der Infrastruktur finanzieren kann. Er nannte als Größenordnung rund 40 Milliarden US-Dollar an möglichen Cash-Reserven und sieht zudem Spielraum, bis Ende des ersten Quartals zusätzlich bis zu 100 Milliarden US-Dollar aufzunehmen. Zuvor habe man Oracle und OpenAI kritischer gesehen, nun spiegele der Markt die Risiken „angemessener“ wider, so Luria laut The Motley Fool.
Tech versucht den Rebound
Oracles Kurssprung fiel in eine breitere Erholungsbewegung im Sektor. Microsoft gewann gestern 3%, Nvidia und Meta jeweils mehr als 2%, während Amazon leicht nachgab (CNBC).
Der Kontext bleibt allerdings angespannt: Laut Jim Reid, Chefstratege für globale Makroforschung bei der Deutschen Bank, war die Vorwoche die schwächste für die „Magnificent 7“ seit April. Die Nervosität nahm zu, nachdem mehrere Tech-Konzerne große Investitionspläne für KI-Infrastruktur offengelegt hatten. Allein im vierten Quartal summierten sich die Investitionen (Capex) von Amazon, Alphabet, Microsoft und Meta demnach auf rund 120 Milliarden US-Dollar.
Cloud-Wachstum als Kern
Für Oracle steht die Cloud-Infrastruktur weiter im Mittelpunkt der Anleger. In den zuletzt vorgelegten Quartalszahlen (Q2 GJ 2026, berichtet im Dezember) meldete das Unternehmen Remaining Performance Obligations (RPO) von 523 Milliarden US-Dollar – ein Plus von 438% gegenüber dem Vorjahr, laut Investor-Relations-Angaben.
Morgan Stanley schrieb gestern zudem, die Capex-Schätzungen der Hyperscaler stünden weiter unter Aufwärtsdruck, weil die Cloud-Nachfrage anziehe.
Mitte März rücken die nächsten Quartalszahlen (Q3 GJ 2026) in den Fokus – dann wird sich zeigen, ob die starke Kursreaktion auf das Upgrade auch durch operative Cloud-Signale untermauert wird.
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