Der Hedgefonds Jana Partners hat sich eine signifikante Position beim Finanzdienstleister Fiserv gesichert. Mit dem Erwerb von rund 2,2 Millionen Aktien im Wert von circa 151 Millionen Dollar will der Investor nun auf operative Verbesserungen drängen. Doch was bedeutet dieser Einstieg für die Strategie des erst seit kurzem amtierenden CEO Mike Lyons und die weitere Kursentwicklung?
Der aktivistische Investor hält das Unternehmen im Branchenvergleich für deutlich unterbewertet. Die These von Jana Partners stützt sich auf das Potenzial, von steigenden Technologieausgaben der Banken zu profitieren. Voraussetzung dafür seien jedoch gestraffte Abläufe und womöglich die Trennung von Randbereichen, um den Fokus auf die starken Banken- und Zahlungssparten zu lenken. Bemerkenswert ist dabei die kooperative Haltung: Jana Partners sprach CEO Mike Lyons, der die Führung im Mai 2025 übernahm, explizit das Vertrauen aus.
Bewertung und Zahlen im Fokus
Der Einstieg erfolgt in einer Phase, in der die Aktie dem breiten Markt hinterherhinkte. Investoren sorgten sich zuletzt vor allem um das verlangsamte Wachstum im hart umkämpften Händlergeschäft („Merchant Solutions“). Fundamental zeigte sich der Konzern bei den jüngsten Zahlen jedoch stabil.
Im Bericht zum vierten Quartal vom 10. Februar meldete Fiserv einen bereinigten Gewinn pro Aktie von 1,99 Dollar und übertraf damit die Analystenschätzungen von 1,90 Dollar. Trotz stagnierender Umsätze von 4,90 Milliarden Dollar gab das Management eine konstruktive Prognose für das laufende Jahr ab: Für 2026 wird ein bereinigter Gewinn zwischen 8,00 und 8,30 Dollar je Aktie angepeilt. Da die Aktie zuletzt deutlich unter ihrem historischen Kurs-Gewinn-Verhältnis handelte, bietet dieses Niveau für wertorientierte Investoren wie Jana einen attraktiven Einstiegspunkt.
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Operative Expansion läuft weiter
Ungeachtet der Forderungen nach strukturellen Anpassungen baut Fiserv seine Marktpräsenz durch neue Kooperationen aus. Am heutigen Mittwoch gab die kanadische Zahlungsplattform Zūm Rails bekannt, ihre Dienste in den USA und Kanada durch eine Partnerschaft mit Fiserv zu erweitern. Durch die Integration in die Backend-Infrastruktur des Konzerns kann Zūm Rails nun direkte Kreditkartenakzeptanz anbieten.
Zusätzlich startete Can/Am Technologies diese Woche „Teller Payments“, eine auf Behörden zugeschnittene Zahlungslösung, die ebenfalls von Fiserv angetrieben wird. Diese Entwicklungen verdeutlichen die tief verwurzelte Position des Unternehmens als kritischer Infrastrukturanbieter im globalen Zahlungsverkehr.
Die Kombination aus einer günstigen Bewertung, soliden Gewinnprognosen für 2026 und dem neuen Druck durch Jana Partners könnte als Katalysator für den Aktienkurs wirken. Sollte es dem Management gelingen, die geforderte operative Effizienz mit der bestehenden Wachstumsstrategie zu vereinen, dürfte die Bewertungslücke zur Konkurrenz sukzessive geschlossen werden.
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