Lufthansa Aktie: Radikaler Umbau

Lufthansa baut ihr Langstreckennetz massiv aus und kürzt gleichzeitig zahlreiche innerdeutsche Verbindungen. Die strategische Neuausrichtung zielt auf höhere Margen und eine operative Wende ab.

Kurz zusammengefasst:
  • Massiver Ausbau des Fernstreckenangebots um sechs Prozent
  • Streichung zahlreicher innerdeutscher Zubringerflüge
  • Flottenweite Ausstattung mit Starlink-Internet geplant
  • Aktie trotz günstigem KGV mit Skepsis beobachtet

Der Kranich korrigiert seinen Kurs drastisch. Im Sommerflugplan 2026 setzt CEO Carsten Spohr den Rotstift im innerdeutschen Geschäft an, während das Langstreckennetz massiv ausgebaut wird. Diese strategische Aufspaltung verdeutlicht, wo der Konzern künftig seine Margen erwirtschaften will – und wo die hohen Standortkosten in Deutschland das Geschäft unrentabel machen.

Die wichtigsten Fakten zur Neuausrichtung:
* Expansion: 14.000 Verbindungen zu 330 Zielen, Fokus auf USA und Afrika.
* Kürzungen: Streichung zahlreicher innerdeutscher Zubringerflüge.
* Innovation: Flottenweite Ausstattung mit Starlink-Internet.

Lufthansa

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Klare Wette auf die Langstrecke

Lufthansa versucht, den Rückstand zur Konkurrenz aufzuholen. Während Wettbewerber wie IAG oder Air France-KLM das Vor-Corona-Niveau längst überschritten haben, erreicht der deutsche Konzern mit den geplanten Maßnahmen erst eine Kapazität von 98 Prozent des Jahres 2019.

Der Fokus liegt dabei eindeutig auf profitablen Fernzielen. Das Angebot nach Washington D.C. wird verdoppelt, neue tägliche Verbindungen nach Raleigh/Durham und Nairobi eingeführt. Insgesamt wächst die Kapazität auf der Langstrecke um sechs Prozent. Diese Offensive ist notwendig, um das ambitionierte Ziel einer Rendite von 8 bis 10 Prozent in diesem Segment bis zum Zeitraum 2028-2030 zu erreichen.

Streichkonzert im Inland

Die Kehrseite der Medaille bekommen Reisende innerhalb Deutschlands zu spüren. Die hohen Standortgebühren zwingen das Management zu harten Einschnitten. Rund 50 Zubringer-Routen werden reduziert, Verbindungen wie Frankfurt–Leipzig stehen vor dem Aus.

Diese Maßnahmen sind eine direkte Reaktion auf die Kostenstruktur. Das operative Ergebnis (Adjusted EBIT) lag zuletzt bei 1,6 Milliarden Euro, was einem Rückgang von 39 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Das Management schichtet Ressourcen konsequent dorthin um, wo Geld verdient wird: Die Einsätze des Typs A340 auf US-Strecken sinken im ersten Quartal zwar, werden aber durch effizienteres Gerät und neue Routen kompensiert.

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Produkt-Upgrade und Sicherheitsregeln

Um im lukrativen Premium-Segment, das besonders auf der Langstrecke entscheidend ist, konkurrenzfähig zu bleiben, investiert Lufthansa in die Produktqualität. Die angekündigte Kooperation mit SpaceX bringt schnelles Starlink-Internet in die gesamte Flotte – für Statuskunden sogar kostenlos.

Gleichzeitig verschärft der Konzern die Sicherheitsbestimmungen. Seit dem 15. Januar gilt ein striktes Nutzungsverbot für Powerbanks an Bord aller Konzern-Airlines, um die Brandgefahr durch Lithium-Ionen-Akkus zu minimieren.

Günstige Bewertung oder Warnsignal?

An der Börse wird der Umbau bisher verhalten aufgenommen. Die Aktie notiert heute bei 8,49 Euro und verzeichnet ein leichtes Minus von 0,12 Prozent. Seit Jahresbeginn steht ein Verlust von 1,05 Prozent zu Buche.

Fundamental wirkt das Papier mit einem Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV) von 6,1 im Vergleich zum Branchenschnitt von 10,6 günstig bewertet. Allerdings spiegelt dieser Abschlag auch die Skepsis des Marktes wider, ob die operative Wende angesichts der strukturellen Probleme am Heimatstandort schnell genug gelingt. Der 50-Tage-Durchschnitt bei 8,48 Euro dient aktuell als unmittelbare Unterstützungslinie, während der Weg zum 52-Wochen-Hoch von 10,20 Euro noch weit ist.

Ob die Aktie ihre Bewertungslücke schließen kann, hängt nun primär von der erfolgreichen Umsetzung des Sommerflugplans und der tatsächlichen Margenverbesserung im Fernverkehr ab.

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