Broadcom Aktie: Rückenwind durch KI und Rüstung

Broadcom profitiert von einem riesigen KI-Auftragsbestand und einem neuen Verteidigungsvertrag, was zu einem starken Kursanstieg führte. Analysten bleiben überwiegend optimistisch.

Felix Baarz ·
Broadcom Aktie

Kurz zusammengefasst

  • KI-Backlog von 73 Milliarden Dollar als Wachstumstreiber
  • Neuer Rüstungsvertrag im Volumen von 970 Millionen Dollar
  • Institutionelle Investoren bauen ihre Positionen deutlich aus
  • Analystenkonsens mit moderater Kaufempfehlung

Broadcom hat eine starke Woche hinter sich. Zwei Nachrichten sorgten für Auftrieb: ambitionierte KI-Umsatzziele und ein neuer Milliardenvertrag mit dem US-Verteidigungsministerium. Die Aktie legte in dieser Woche rund 7 Prozent zu.

KI-Backlog als Wachstumsmotor

Für das zweite Quartal 2026 erwartet Broadcom einen Umsatz von rund 22 Milliarden Dollar — ein Plus von 47 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Den größten Anteil daran trägt das KI-Chip-Geschäft, das allein im Quartal auf 10,7 Milliarden Dollar kommen soll.

Dahinter steckt ein gewaltiger Auftragsbestand: Der KI-bezogene Backlog beläuft sich aktuell auf 73 Milliarden Dollar. Das Management peilt bis 2027 mehr als 100 Milliarden Dollar jährlichen KI-Umsatz an. Im ersten Quartal des Geschäftsjahres 2026 erzielte das Unternehmen einen freien Cashflow von 8,01 Milliarden Dollar bei einer EBITDA-Marge von 68 Prozent.

Rüstungsvertrag und Führungswechsel

Zusätzlichen Schub lieferte ein Fünfjahresvertrag mit der US Defense Information Systems Agency (DISA), abgewickelt über den Technologiehändler Carahsoft. Das Volumen: 970 Millionen Dollar.

Parallel dazu steht ein Wechsel an der Spitze des Finanzressorts an. Amie Thuener, zuvor bei Alphabet tätig, übernimmt am 12. Juni 2026 das Amt der Finanzchefin. Sie folgt auf Kirsten M. Spears, die in den Ruhestand geht.

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Institutionelle Käufer, aktive Insider-Verkäufer

Auf der Investorenseite zeigt sich ein zweigeteiltes Bild. Institutionelle Anleger bauten ihre Positionen zuletzt deutlich aus — Vaughan Nelson Investment Management etwa erhöhte seinen Anteil im vierten Quartal um 117,7 Prozent auf rund 547.000 Aktien. Insgesamt halten institutionelle Investoren 76,43 Prozent der ausstehenden Aktien.

Auf der anderen Seite verkauften Insider in den vergangenen drei Monaten Anteile im Wert von rund 123 Millionen Dollar, darunter CEO Hock E. Tan im März 2026. Solche Transaktionen sind bei großen Technologiekonzernen nicht ungewöhnlich, fallen aber in einem ohnehin volatilen Marktumfeld auf.

Analysten überwiegend positiv

Das Analystenkonsens lautet „Moderate Buy“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 435,30 Dollar — deutlich über dem aktuellen Kursniveau. Allerdings hat die Erste Group die Aktie zuletzt von „Buy“ auf „Hold“ zurückgestuft und begründet dies mit einer Präferenz für andere Halbleiterunternehmen. Die Marktkapitalisierung liegt bei rund 1,49 Billionen Dollar, die Quartalsdividende bei 0,65 Dollar je Aktie.

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Broadcom Aktie

272,85 EUR

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KGV 61,32
Sektor Technologie
Div.-Rendite 0,79 %
Marktkapitalisierung 1,49 Bio. EUR
ISIN: US11135F1012 WKN: A2JG9Z

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