Die Deutsche Bank hat das profitabelste Jahr seit fast zwei Jahrzehnten hinter sich und schüttet Milliarden an ihre Aktionäre aus. Trotz dieser historischen Bestmarken reagiert der Markt verhalten auf den testierten Geschäftsbericht für 2025. Wachsende Sorgen um das Engagement im Private-Credit-Sektor und ein parallel stattfindender Wechsel im Finanzressort dämpfen die Euphorie der Anleger spürbar.
Rein fundamental betrachtet liefert das Frankfurter Geldhaus beeindruckende Zahlen. Mit einem Vorsteuergewinn von 9,7 Milliarden Euro und einem Nettogewinn von 7,1 Milliarden Euro verzeichnet das Institut das stärkste Ergebnis seit 2007. Davon sollen auch die Anteilseigner profitieren: Die geplante Dividende steigt um rund 50 Prozent auf 1,00 Euro je Anteilsschein, flankiert von einem weiteren genehmigten Aktienrückkaufprogramm über eine Milliarde Euro. Allerdings spiegelt sich dieser operative Erfolg nicht an der Börse wider. Mit einem aktuellen Kurs von 25,82 Euro notiert das Papier seit Jahresbeginn rund 23 Prozent im Minus.
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Regulierer prüfen Private-Credit-Risiken
Verantwortlich für die Zurückhaltung am Markt ist vor allem ein genauerer Blick auf die Risikostruktur des Konzerns. Der Jahresbericht offenbart ein signifikantes Engagement im wachsenden, aber wenig transparenten Private-Credit-Markt. Zwar stuft das Management den Großteil dieser Mittelstandskredite als konservativ besichert und mit Investment-Grade-Qualität ein, die Skepsis der Investoren bleibt jedoch bestehen. Die deutsche Finanzaufsicht BaFin hat das Institut bezüglich seiner Verbindungen zu diesem Schattenbanksektor bereits unter verschärfte Beobachtung gestellt. Erschwerend kommt hinzu, dass der Rückenwind durch historisch hohe Zinsen in der Eurozone allmählich nachlässt und die Bank künftig stärker auf Volumenwachstum angewiesen ist.
Zäsur im Finanzressort
Parallel zu diesen regulatorischen Herausforderungen vollzieht sich an der Unternehmensspitze ein struktureller Umbruch. James von Moltke, der die Bank als Finanzvorstand durch eine achtjährige Restrukturierungsphase steuerte, übergibt sein Amt in diesem Monat an Raja Akram. Der neue CFO soll eine striktere Kapitalmarktdisziplin etablieren, um das ambitionierte Ziel einer Eigenkapitalrendite (RoTE) von über 13 Prozent bis zum Jahr 2028 abzusichern. Kurzfristig peilt der Vorstand für das laufende Geschäftsjahr 2026 leicht steigende Nettoerträge von rund 33 Milliarden Euro an, getragen von Zuwächsen in der Unternehmens-, Investment- und Privatkundenbank.
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