Palantir Aktie: Pentagon-Anker hält
Die Palantir-Aktie wird zwischen Leerverkäufer Michael Burry und bullischem Analyst Dan Ives heiß diskutiert, während das US-Verteidigungsministerium mit langfristigen Verträgen für Stabilität sorgt.

Kurz zusammengefasst
- Michael Burry hält Put-Optionen mit Kursziel unter 50 Dollar
- Wedbush-Analyst Ives bekräftigt Kursziel von 230 Dollar
- Pentagon etabliert Palantirs Maven System dauerhaft
- Umsatzwachstum von 61 Prozent für 2026 erwartet
Ein Kursrutsch von fast 14 Prozent in einer Woche — und mittendrin ein Streit zwischen einem der bekanntesten Leerverkäufer der Welt und einem der bullischsten Analysten der Wall Street. Bei Palantir prallen gerade zwei fundamental gegensätzliche Thesen aufeinander.
Burry gegen Wedbush
Michael Burry, bekannt geworden durch seine Wette gegen den US-Immobilienmarkt vor 2008, hält weiterhin Put-Optionen auf Palantir — mit Ausübungspreisen von 50 Dollar (Juni 2027) und 100 Dollar (Dezember 2026). Seine Kernthese: Das KI-Startup Anthropic verdränge Palantir aus seinem angestammten Markt. Als Beleg verweist Burry auf Anthropics ARR-Wachstum von 9 auf 30 Milliarden Dollar innerhalb von nur vier Monaten. Den fairen Wert der Palantir-Aktie sieht er unter 50 Dollar.
Wedbush-Analyst Dan Ives hält dagegen. Er bezeichnete Burrys Anthropic-Argument als „fiktives Narrativ“ und bekräftigte sein Kursziel von 230 Dollar — ein implizites Aufwärtspotenzial von rund 87 Prozent gegenüber dem aktuellen Kurs von etwa 109 Euro. Ives‘ Argument: Palantirs proprietäres „Ontology“-Framework verzahne sich so tief mit den Betriebsabläufen von Unternehmenskunden, dass ein LLM-Anbieter wie Anthropic diesen Platz nicht einfach einnehmen könne. Die jüngsten Quartalszahlen stützen diese Sichtweise — der US-Umsatz wuchs im kommerziellen Bereich um 137 Prozent und im Regierungsgeschäft um 66 Prozent, der Gesamtumsatz erreichte 1,41 Milliarden Dollar.
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Das Pentagon als Fundament
Während die Bewertungsdebatte tobt, liefert die US-Regierung einen konkreten Stabilisierungsfaktor. Das Verteidigungsministerium plant, Palantirs Maven Smart System als dauerhaftes „Program of Record“ zu etablieren — ein Status, der langfristige Finanzierung sichert und das System fest in militärische Abläufe integriert. Maven wird bereits in allen US-Kampfkommandos eingesetzt und hat die Zeit zur Zielidentifikation von Stunden auf unter eine Minute reduziert. Hinzu kommen ein 10-Milliarden-Dollar-Vertrag mit der US-Armee sowie knapp 900 Millionen Dollar an Pentagon-Aufträgen aus dem Vorjahr.
Das eigentliche Problem bleibt die Bewertung. Mit einem geschätzten Kurs-Gewinn-Verhältnis zwischen 100x und 235x auf Basis der Gewinnprognosen ist jede Enttäuschung beim Wachstum teuer. Für das Gesamtjahr 2026 erwartet Palantir einen Umsatz zwischen 7,18 und 7,20 Milliarden Dollar — ein Plus von 61 Prozent. Ob das dreistellige Wachstum im US-Kommerzialsegment anhält, wird die Aktie in den kommenden Quartalen mehr bewegen als jede Burry-Wette.
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