AMD Aktie: Erste Unruhezeichen?

AMD präsentiert umfassende KI-Offensive gegen Nvidia, doch die Aktie verliert aufgrund hoher Bewertung und Insiderverkäufen. Die Quartalszahlen im Februar werden zum entscheidenden Test.

Kurz zusammengefasst:
  • Vorstellung der Helios-Plattform und neuer Instinct-GPUs
  • Aktienkurs fällt trotz positiver Produktankündigungen
  • Hohe Bewertung und Insiderverkäufe belasten Stimmung
  • Quartalszahlen im Februar als nächster Prüfstein

AMD hat auf der CES 2026 sein bisher ambitioniertestes KI-Produktportfolio vorgestellt – doch die Aktie sackte ab. CEO Lisa Su präsentierte mit der „Helios“-Plattform eine Kampfansage an Nvidia, verkündete Partnerschaften mit OpenAI und skizzierte eine Roadmap bis 2027. Die Reaktion der Wall Street: Ein Minus von 3,05 Prozent auf 214,35 US-Dollar. Der Grund für die Ernüchterung liegt nicht in der Technologie, sondern in der Bewertung – und im Timing.

Die Ankündigungen: Volles Programm gegen Nvidia

Lisa Su nutzte die große Bühne in Las Vegas, um AMD als „Full-Stack-Konkurrent“ zu Nvidia zu positionieren. Im Zentrum stand die Helios Rack-Scale-Plattform, die bis zu 72 Instinct MI455X-Beschleuniger und EPYC „Venice“-CPUs integriert. Die Architektur zielt auf Exascale-Rechenzentren ab, die Trainingslasten für Large Language Models bewältigen sollen.

AMD

US0079031078
-
Heute: -
7 Tage: -

Parallel dazu führte AMD drei weitere Produktlinien ein:

  • Instinct MI440X: Eine GPU für mittelgroße Unternehmenscluster, gedacht für den KI-Inferenz-Markt jenseits der Hyperscaler
  • Ryzen AI 400-Serie: Prozessoren mit XDNA-2-Architektur und bis zu 60 TOPS NPU-Leistung für den Consumer-Markt, Auslieferung ab Q1 2026
  • Ryzen 7 9850X3D: Gaming-Flaggschiff mit 3D-V-Cache-Technologie der zweiten Generation

Die strategische Botschaft war klar: AMD will in jedem Segment – Rechenzentrum, Client-KI, Gaming – relevant bleiben.

Warum der Markt nicht überzeugt war

Trotz der technologischen Breite reagierte die Aktie negativ. Der Kurs fiel von einem Intraday-Hoch bei 222,51 US-Dollar auf Schlusskursniveau – ein klassisches „Sell the News“-Szenario. Drei Faktoren drückten:

Bewertung: Mit einem KGV über 100 ist AMD für Perfektion bepreist. Anleger warten auf konkrete Umsatznachweise der neuen MI400-Serie, nicht nur auf Spezifikationen. Nvidia rollt parallel seine „Vera Rubin“-Plattform aus – der Wettbewerb schläft nicht.

Insiderverkäufe: CEO Lisa Su hatte im Dezember 125.000 Aktien zu durchschnittlich 215,14 US-Dollar verkauft. Die Transaktion vom 11. Dezember wurde zeitgleich mit den CES-News diskutiert und verstärkte skeptische Stimmen.

Technische Schwäche: Das Unterschreiten der 215-US-Dollar-Marke löste algorithmischen Verkaufsdruck aus. Kurzfristige Unterstützungsniveaus hielten nicht.

Quartalszahlen als Lackmustest

Am 3. Februar 2026 legt AMD die Zahlen für das vierte Quartal und das Geschäftsjahr 2025 vor. Analysten erwarten vor allem zwei Dinge: belastbare Umsatzbeiträge aus der MI300-Serie und eine präzise Guidance für den MI400-Rollout. Das durchschnittliche Kursziel liegt bei 277 US-Dollar – ein theoretisches Aufwärtspotenzial von 29 Prozent. Doch dieses Potenzial setzt voraus, dass AMD die Lücke zwischen Produktankündigung und Marktdurchdringung schneller schließt als zuletzt.

Trader beobachten unterdessen die technische Unterstützung bei 210 bis 211 US-Dollar. Hält diese Zone nicht, könnte weiterer Abwärtsdruck folgen. Der Vormarkthandel am Mittwochmorgen deutet auf anhaltende Vorsicht hin – Investoren bleiben in Warteposition bis zur Zahlenvorlage Anfang Februar.

AMD-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue AMD-Analyse vom 7. Januar liefert die Antwort:

Die neusten AMD-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für AMD-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 7. Januar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

AMD: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Weitere Artikel zu AMD

Neueste News

Alle News

AMD Jahresrendite

Rechtliche Hinweise zu den Hebelprodukten