Der geplante Konzernumbau von Thyssenkrupp droht sich zu einer Hängepartie zu entwickeln. Ausgerechnet der entscheidende Verkauf der Stahlsparte an den indischen Konzern Jindal Steel & Power gerät offenbar ins Stocken. Diese Verzögerungen bei der grünen Transformation wecken am Markt erhebliche Zweifel an der zügigen Umsetzung der Strategie.
Die finanziellen Belastungen der laufenden Restrukturierung fallen massiv aus. Allein im Bereich Steel Europe verbuchte das Unternehmen zuletzt Aufwendungen in Höhe von 401 Millionen Euro. Für das gesamte Geschäftsjahr 2025/26 stellt das Management nun einen Nettoverlust von bis zu 800 Millionen Euro in Aussicht. Die aktuellen Differenzen mit Jindal Steel über notwendige Investitionen verschärfen die ohnehin angespannte Lage. Anleger reagierten am Freitag prompt und drückten den Kurs um über sechs Prozent auf exakt 7,80 Euro – gleichbedeutend mit einem neuen 52-Wochen-Tief.
Frist für Handelssparte läuft ab
Neben dem Stahlgeschäft rückt zunehmend die Handelssparte Materials Services in den Fokus. Bis Ende dieses Monats muss das Segment signifikante operative Fortschritte nachweisen, um strategische Optionen wie einen Teilverkauf oder Börsengang im Herbst 2026 offenzuhalten. Das schwache konjunkturelle Umfeld in Europa erschwert jedoch genau diese dringend benötigte Margenverbesserung.
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Einen spürbaren Kontrast dazu bildet die Rüstungstochter Thyssenkrupp Marine Systems (TKMS). Mit einem Auftragsbestand von über 18 Milliarden Euro und laufenden Ausschreibungen in Kanada fungiert dieser Bereich derzeit als wichtigster Ertragsbringer und verlässlicher Stabilitätsanker des Konzerns.
Großaktionär justiert Position
Inmitten dieser operativen Hürden ordnen institutionelle Investoren ihre Portfolios neu. Zum Wochenausklang meldete der Vermögensverwalter Amundi eine Anpassung seiner Position auf einen Gesamtstimmrechtsanteil von 4,92 Prozent.
Bis Ende März fordert der Markt nun zwingend konkrete Signale aus den Verhandlungen mit Jindal Steel sowie belastbare Fortschritte bei Materials Services. Verfehlt das Management diese zeitkritischen Meilensteine, droht der Aktie nach einem massiven Verlust von über 36 Prozent im vergangenen Monat eine direkte Fortsetzung des Abwärtstrends.
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