BP Aktie: Analysten drehen ab

Eine Herabstufung durch Evercore ISI und der Verlust einer wichtigen technischen Marke führten zu deutlichen Kursverlusten bei BP, trotz laufender Aktienrückkäufe.

Kurz zusammengefasst:
  • Evercore ISI entzieht Kaufempfehlung für BP
  • Aktie fällt unter wichtigen 50-Tage-Durchschnitt
  • Unternehmen setzt Aktienrückkaufprogramm fort
  • Bevorstehender CEO-Wechsel verunsichert Anleger

BP geriet am Dienstag unter Druck – und das aus gutem Grund. Während sich die Börsen freundlich zeigten, verlor der britische Energiekonzern deutlich an Boden. Auslöser war eine Abstufung durch Evercore ISI, die bei Anlegern für Verunsicherung sorgte. Gleichzeitig verletzte die Aktie in London eine wichtige technische Marke.

Evercore nimmt Kaufempfehlung zurück

Analyst Stephen Richardson von Evercore ISI strich am Dienstag seine „Outperform“-Einstufung für BP und senkte das Rating auf „In-Line“. Das Kursziel von 38 Dollar blieb zwar unverändert, doch der Entzug der Kaufempfehlung reichte aus, um Verkaufsdruck auszulösen.

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Die Reaktion fiel deutlich aus: Während der S&P 500 um 0,62 Prozent zulegte und selbst der Energiesektor leicht im Plus lag, brachen die BP-ADRs in New York um 4,87 Prozent auf 34,36 Dollar ein. In London fiel die Aktie um 0,78 Prozent auf 431,85 Pence – und rutschte damit unter den 50-Tage-Durchschnitt bei 446 Pence. Diese technische Schwäche dürfte automatisierte Verkaufsorders ausgelöst haben.

Aktienrückkäufe laufen weiter

Trotz der Kursschwäche hält BP an seinem Kapitalrückführungsprogramm fest. Am selben Tag kaufte das Unternehmen rund drei Millionen eigene Aktien an der Londoner Börse und über Cboe UK zurück – Teil des im vergangenen Jahr angekündigten 750-Millionen-Dollar-Buybacks.

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Die Diskrepanz zwischen der Kursentwicklung und dem laufenden Rückkaufprogramm verdeutlicht die Skepsis der Investoren. Mit einem Forward-KGV von etwa 13,7 liegt BP zwar über manchen Wettbewerbern, doch die Evercore-Abstufung deutet darauf hin, dass der Markt bereits viel Positives eingepreist hat.

CEO-Wechsel wirft Schatten voraus

Erschwerend kommt hinzu, dass BP am 1. April 2026 einen Führungswechsel vollzieht. Meg O’Neill übernimmt dann das Ruder als neue CEO. Bis dahin dürften sich viele Anleger abwartend verhalten, zumal unklar ist, welche strategischen Akzente die neue Chefin setzen wird.

Für die kommenden Tage ist entscheidend, ob die Aktie in London die 446-Pence-Marke zurückerobern kann. Gelingt das nicht, droht ein Test der Unterstützung bei 428 Pence. Die nächsten Quartalszahlen werden zeigen müssen, ob das vom Konsens erwartete Umsatzwachstum von 25 Prozent die aktuelle Bewertung rechtfertigt.

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