Die kommenden Tage dürften die Weichen für die Zukunft des Instituts stellen. Während sich das Frankfurter Geldhaus auf die Bilanzvorlage am kommenden Mittwoch vorbereitet, meldet sich UniCredit-Chef Andrea Orcel erneut zu Wort. Investoren stehen nun vor der Frage: Können die Geschäftszahlen die Eigenständigkeitsstrategie untermauern, oder liefern sie neue Argumente für eine Übernahme?
Die wichtigsten Fakten auf einen Blick:
- Termin: Bilanzpressekonferenz am Mittwoch, 11. Februar 2026.
- Erwartung: Nettogewinn von rund 2,5 Milliarden Euro (nach Restrukturierung).
- Druck: UniCredit hält bereits knapp 30 Prozent der Anteile.
- Kursentwicklung: Aktie konsolidiert bei 33,79 Euro (-7,17 % seit Jahresanfang).
Italienische Umarmung wird enger
UniCredit-CEO Andrea Orcel lässt keine Zweifel an seinen Ambitionen aufkommen. In einem aktuellen Podcast bekräftigte er sein Interesse an einem Zusammenschluss, der eine „wirklich paneuropäische Bank“ schaffen würde. Für die Italiener ist das Engagement bereits jetzt lukrativ: Orcel bezeichnete den Einstieg als „vollen Erfolg“, der seiner Bank jährlich rund 800 Millionen Euro nach Steuern einbringe.
Die strategische Positionierung ist dabei eindeutig. Mit einem Anteil von knapp 30 Prozent – teils direkt, teils über Derivate gehalten – rangiert UniCredit knapp unter der Schwelle, die ein Pflichtübernahmeangebot auslösen würde. Jede Schwäche der Commerzbank könnte als Einladung verstanden werden, diesen letzten Schritt zu gehen.
Bilanztermin als Bewährungsprobe
Für CEO Bettina Orlopp wird der 11. Februar zur entscheidenden Prüfung. Nach einer beeindruckenden Rallye auf über 41 Euro im Dezember 2025 hat die Aktie zuletzt korrigiert und notiert aktuell bei 33,79 Euro. Um den Abwärtstrend seit Jahresbeginn zu stoppen, muss das Management liefern.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Commerzbank?
Der Markt erwartet die Bestätigung der Prognosen: Ein Nettoergebnis von rund 2,9 Milliarden Euro vor und etwa 2,5 Milliarden Euro nach Restrukturierungsaufwendungen. Rückenwind gab es zuletzt von der polnischen Tochter mBank, die dank gesunkener Risikovorsorge für Franken-Kredite deutlich profitabler arbeitete.
Politische Rückendeckung und Ausblick
Ein wichtiger Faktor in diesem Schachspiel bleibt die Bundesregierung. Berlin unterstützt weiterhin die Eigenständigkeit des Instituts, was dem Management den Rücken stärkt. Doch politische Wünsche allein werden den Kurs nicht dauerhaft stützen können – hierfür sind operative Erfolge notwendig.
Für Anleger richtet sich der Blick nun starr auf den kommenden Mittwoch. Liefert die Commerzbank überzeugende Zahlen und einen optimistischen Ausblick für 2026, stärkt dies die Argumente gegen eine schnelle Übernahme. Enttäuscht das Zahlenwerk jedoch, dürfte der Druck durch UniCredit und der Ruf nach Synergien durch einen Zusammenschluss umgehend lauter werden.
Commerzbank-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Commerzbank-Analyse vom 6. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Commerzbank-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Commerzbank-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Commerzbank: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
