Nach der verheerenden Gewinnwarnung im November steht ABO Wind vor einer neuen Eskalationsstufe. Die Schutzgemeinschaft der Kapitalanleger (SdK) ruft die Inhaber der Unternehmensanleihen zur Bündelung ihrer Interessen auf. Ziel ist eine starke Verhandlungsposition gegenüber dem Management – und ein klarer Bericht über die tatsächliche Lage des angeschlagenen Windkraftprojektierers.
Die Nervosität unter den Gläubigern ist verständlich: Statt eines erwarteten Gewinns von bis zu 39 Millionen Euro erwartet ABO Energy KGaA (so der neue Firmenname seit Juli 2024) für 2025 nun einen Verlust von rund 95 Millionen Euro. Eine Abweichung von mehr als 120 Millionen Euro – ein finanzielles Desaster.
Von der Prognose zur Krise
Die im November verkündete Kurskorrektur hatte es in sich. Verschobene Windprojekte und drastisch reduzierte Einspeisevergütungen nach Überzeichnungen bei deutschen Wind-an-Land-Auktionen zwangen das Management zum kompletten Kassieren der Jahresziele. Die erwartete Konzerngesamtleistung sackte auf nur noch rund 250 Millionen Euro ab.
Besonders brisant: Im Halbjahresbericht 2025 wiesen die beiden Anleihen (2021/2030 und 2024/2029) Verbindlichkeiten von 122,64 Millionen Euro aus. Angesichts des dreistelligen Millionenverlusts wächst unter den Anleihegläubigern die Sorge um die Bedienung ihrer Papiere.
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Was die SdK erreichen will
Die Schutzgemeinschaft strebt eine Gläubigerversammlung an. Auf der Agenda stehen ein detaillierter Lagebericht der Geschäftsführung und die Wahl eines gemeinsamen Vertreters. Nur durch gebündelte Kräfte lässt sich eine wirksame Kontrolle über die weiteren Schritte des Unternehmens ausüben.
Das Management hat bereits ein Effizienz- und Transformationsprogramm angekündigt. Interne Prozesse und Strukturen sollen an das veränderte Marktumfeld angepasst werden. Die Führung gibt sich kämpferisch und verspricht für 2026 die Rückkehr in die Gewinnzone.
Ob diese Zusage reicht, um das erschütterte Vertrauen wiederherzustellen, entscheidet sich in den kommenden Monaten. Die Gläubiger jedenfalls nehmen ihr Schicksal nun selbst in die Hand.
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