Lynas Rare Earths erlebt ein bitteres Wochenende, das Anleger aufschrecken lässt. Bestätigte Stromausfälle in der wichtigen Anlage in Kalgoorlie haben die Produktion lahmgelegt und das Volumen eines ganzen Monats vernichtet. Während Investoren noch die jüngsten Kaufempfehlungen im Kopf haben, warnt nun eine neue Analystenstimme vor dem Einstieg – steht der Titel vor einer größeren Korrektur oder bietet der Rücksetzer eine Chance?
Produktionsausfall belastet schwer
Der zentrale Auslöser für die schlechte Stimmung zum Wochenausklang ist der operative Stillstand in der Kalgoorlie-Verarbeitungsanlage. Wiederkehrende Probleme mit der Stromversorgung zwangen das Unternehmen dazu, die Bänder anzuhalten. Das Management beziffert den Schaden deutlich: Der Produktionsausfall entspricht fast dem Volumen eines ganzen Monats im laufenden Quartal.
Dieser direkte Schlag ins Umsatzkontor setzt die Aktie massiv unter Druck. Die Unsicherheit darüber, wann die Stabilität des Stromnetzes in Westaustralien wieder gewährleistet ist, lastet schwer auf dem Kurs. Das Unternehmen steht diesbezüglich bereits im Austausch mit der Regierung, doch bis zu einer dauerhaften Lösung bleibt die Prognose risikobehaftet.
Analysten uneinig: Kaufen oder Verkaufen?
Verschärft wird die Lage durch eine frische Verkaufsempfehlung („Sell“) der Investmentfirma Ord Minnett vom 29. November. Die Experten halten die Bewertung für überzogen, da die realisierten Preise für Seltene Erden – anders als bei boomenden Rohstoffen wie Kupfer – weiterhin niedrig bleiben und stark an chinesische Indizes gekoppelt sind.
Damit stehen Anleger nun zwischen den Fronten: Erst Mitte November hatten Schwergewichte wie Goldman Sachs und UBS die Aktie noch als „Strong Buy“ eingestuft und auf langfristige Chancen verwiesen. Jetzt kollidiert diese strukturelle Zuversicht hart mit der kurzfristigen operativen Realität und der Skepsis anderer Marktbeobachter.
Solide Bilanz in tückischem Umfeld
Einziger Lichtblick bleibt die finanzielle Stabilität. Mit einer äußerst geringen Verschuldung droht Lynas trotz der Cashflow-Unterbrechung kein Liquiditätsengpass. Das Unternehmen ist robust genug aufgestellt, um temporäre Schocks abzufedern.
Das Marktumfeld bleibt jedoch herausfordernd. China dominiert den Sektor weiterhin mit rund 80 Prozent der Produktion und fast 90 Prozent der Verarbeitungskapazitäten. Als einziger relevanter Produzent außerhalb Chinas genießt Lynas zwar einen geopolitischen Aufschlag („Geopolitical Premium“), kann sich aber der Preisschwäche am Gesamtmarkt nicht entziehen.
Chartbild trübt sich ein
Diese Gemengelage hinterlässt deutliche Spuren im Chart. Der jüngste Kursrutsch drückte die Notierung unter den wichtigen 50-Tage-Durchschnitt von 9,36 Euro, was kurzfristige technische Schwäche signalisiert. Zwar notiert der Titel noch über dem langfristigen 200-Tage-Trend, doch der Abstand schmilzt.
In den kommenden Tagen dürfte die Volatilität hoch bleiben, während der Markt den finanziellen Schaden des „verlorenen Monats“ verarbeitet. Entscheidend für die weitere Richtung wird nun sein, wie schnell konkrete Meldungen zum Neustart der Anlagen erfolgen.
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