American Tungsten zeigt nach der jüngsten Rallye eine klassische „sell the news“-Reaktion: Nach starkem Kaufinteresse rund um die Viking‑Mines‑Beteiligung nutzten kurzfristige Trader die gestiegene Liquidität für Gewinnmitnahmen. Ist das nur eine normale Atempause — oder signalisiert die Aktie den Beginn einer längeren Konsolidierung? Im weiteren Verlauf lässt sich das vor allem an zwei konkreten Katalysatoren ablesen.
Warum die Aktie so stark reagierte
Der Anstieg der vergangenen Wochen war in erster Linie getrieben von der Strategieoffensive des Unternehmens: Die Beteiligung an Viking Mines sichert American Tungsten Zugang zu sechs früheren Wolfram‑Vorkommen in Nevada. Marktteilnehmer bewerten das als deutliche Risikoreduktion gegenüber reinen Explorern, weil die Assets bereits Infrastruktur und Produktionsgeschichte aufweisen.
Parallel dazu stärkt eine mögliche nicht‑verwässernde Finanzierung die Bewertung: Ende 2025 erhielt das Unternehmen ein Letter of Interest der Export‑Import Bank of the United States über ein mögliches Darlehen von 25,5 Mio. USD. Dieses Finanzierungsszenario hebt American Tungsten gegenüber Junior‑Minern hervor, die stark auf Aktienkapital angewiesen sind.
Kurzfristig erklärbar ist die Konsolidierung also durch Gewinnmitnahmen nach der starken Rallye; mittelfristig bleibt aber die Story der Portfolio‑Aggregation und der potenziellen US‑Versorgungssicherheit ein zentraler Treiber.
Operatives Update und Ausblick
Operativ liefert American Tungsten laufende Fortschritte: Der jüngste, geänderte Monatsbericht bestätigt, dass die Rehabilitationsarbeiten am IMA‑Minenprojekt in Idaho planmäßig voranschreiten. Zusätzlich steht bald eine zweite Diamantbohrphase an, deren Ergebnisse entscheidend sein dürften, um die geologische Kontinuität der hochgradigen Erzgänge zu bestätigen.
Wichtigste kurzfristige Ereignisse, die den Kursverlauf bestimmen werden:
– Abschluss der Finanzierung und Formalisierung der Nevada‑Übernahme (Viking Mines) — erwartet bis Februar 2026.
– Ergebnisse der Phase‑2‑Bohrkampagne am IMA‑Projekt — angekündigt für Q1 2026.
Technisch liefert die Handelszone um 1,20 € (Frankfurt) aktuellen Halt; ein Bruch darunter würde den Druck erhöhen, ein stabiler Stand darüber würde die Chance auf eine Fortsetzung des Aufwärtslaufs erhalten.
Der Schlusskurs lag am Freitag bei 1,22 €, nach einem Wochenplus von rund 20,8 %. Die Aktie weist eine hohe Volatilität auf, was die große Spannbreite zwischen kurzfristigen Gewinnmitnahmen und fundamentalen Katalysatoren erklärt.
Kurzfristig sind die nächsten Wochen also richtungsweisend: Schließt die Viking‑Transaktion planmäßig und untermauern die Bohrergebnisse die Ressourcenkontinuität, dürfte das die bullische Erzählung stützen. Bleiben einer oder beide Punkte offen, dürfte sich die Aktie weiter in einer volatilen Konsolidierung bewegen.
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