Die Broadcom-Aktie startet mit einem markanten Widerspruch in das Jahr 2026. Während Analysten dank des KI-Booms von neuen Rekordkursen träumen, nutzen Führungskräfte das aktuelle Niveau für massive Verkäufe. Kurz vor dem Jahreswechsel trennten sich Insider von Aktienpaketen im Wert von knapp 20 Millionen Dollar. Diese Divergenz wirft für Anleger die Frage auf: Ist die Wachstumsstory intakt oder nutzen Insider die hohen Bewertungen für den Ausstieg?
Massive Verkäufe der Führungsebene
Dokumente der Börsenaufsicht offenbaren, dass hochrangige Manager den Jahresausklang für signifikante Gewinnmitnahmen nutzten. Kirsten M. Spears veräußerte am 31. Dezember Anteile für rund 10,43 Millionen US-Dollar, kurz nachdem Chef-Justiziar Mark David Brazeal bereits Aktien im Wert von 9,1 Millionen US-Dollar abgestoßen hatte. Auch bei institutionellen Investoren ist eine gewisse Zurückhaltung spürbar: Shaker Investments reduzierte seine Position zuletzt um 11,7 Prozent.
Diese Abflüsse hinterließen Spuren im Kursbild. Die Aktie beendete das Jahr mit einem Minus von 1,07 Prozent bei 346,10 US-Dollar und rutschte damit unter die psychologisch wichtige Marke von 350 US-Dollar. Marktbeobachter werten solche konzentrierten Verkäufe oft als Indiz dafür, dass interne Bewertungen das kurzfristige Potenzial als ausgereizt ansehen könnten.
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Bank of America sieht massives KI-Potenzial
Im starken Kontrast zur Skepsis der Insider steht die aggressive Prognose der Bank of America. Die Experten hoben ihr Kursziel auf 500 US-Dollar an und verweisen auf die ungebrochene Nachfrage nach maßgeschneiderten KI-Chips. Die Finanzmodelle stellen für das Geschäftsjahr 2026 einen KI-bezogenen Umsatz von über 50 Milliarden US-Dollar in Aussicht, getrieben durch Großaufträge von Hyperscalern wie Google und Meta. Dieser fundamentale Rückenwind durch den bestätigten Auftragsbestand könnte mögliche Kursrücksetzer begrenzen.
Technische Hürden zum Jahresstart
Kurzfristig dominiert jedoch die technische Schwäche. Mit dem Schlusskurs unter den kurzfristigen gleitenden Durchschnitten wurde ein mögliches Ausbruchsszenario zunächst negiert. Ein intraday verzeichnetes Kaufsignal am 31. Dezember konnte dem Verkaufsdruck nicht standhalten. Sollte die Aktie die 350-Dollar-Hürde zum Handelsstart nicht zügig zurückerobern, droht laut pessimistischen Modellen ein Test der Unterstützung im Bereich von 328 US-Dollar.
Anleger stehen somit vor einer klaren Abwägung zwischen langfristiger KI-Fantasie und kurzfristigem Verkaufsdruck. Während die Umsatzprognosen für 2026 glänzen, signalisieren die Insider-Transaktionen auf dem aktuellen Bewertungsniveau Vorsicht. Die weitere Kursentwicklung dürfte maßgeblich davon abhängen, ob der Markt den Fokus auf die fundamentale Stärke des Auftragsbuchs oder die Gewinnmitnahmen der Führungsetage legt.
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