Super Micro Computer Aktie: Zollschock

Die Aktie von Super Micro Computer verliert deutlich nach Ankündigung neuer globaler Handelszölle. Das Unternehmen kämpft bereits mit starkem Margendruck trotz Rekordumsätzen im KI-Boom.

Kurz zusammengefasst:
  • Aktienkurs bricht nach Zollankündigung ein
  • Bruttomarge sinkt trotz Rekordumsatz deutlich
  • Analysten senken Kursziele und bleiben zurückhaltend
  • Insider kauften Aktienpakete bei Kursverfall

Die Aktie von Super Micro Computer brach am Montag um 5,3% auf rund 30,71 Dollar ein. Auslöser war die Ankündigung neuer globaler Zölle durch die Trump-Regierung – ein zusätzlicher Belastungsfaktor für ein Unternehmen, das ohnehin mit massivem Margendruck kämpft.

Die US-Regierung verhängte auf Basis des Trade Act von 1974 einen globalen Zollsatz von 15% für bis zu 150 Tage. Die Maßnahme folgte nur wenige Tage, nachdem der Supreme Court entschieden hatte, dass der Präsident den International Emergency Economic Powers Act (IEEPA) nicht für solche Abgaben nutzen darf. Die erneute Einführung von Handelshürden trifft Super Micro Computer empfindlich: Das Unternehmen betreibt Produktionsstätten in den USA, Taiwan, den Niederlanden und Malaysia und expandiert derzeit in den Nahen Osten.

Super Micro Computer

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Das Handelsvolumen lag am Montag bei etwa 21,3 Millionen Aktien – ein Rückgang von 37% gegenüber dem Durchschnitt. Die Aktie fiel im Tagesverlauf zeitweise auf 30,57 Dollar.

Margen unter Druck

Die Zollnachricht verschärft bestehende Probleme. Bereits die Quartalszahlen vom 3. Februar hatten trotz Rekordumsatz die Schwäche bei der Profitabilität offengelegt. Der Umsatz im zweiten Geschäftsquartal 2026 sprang um 123,4% auf 12,68 Milliarden Dollar – deutlich über den Analystenschätzungen von 10,34 Milliarden Dollar.

Die Bruttomarge sackte jedoch auf 6,3% ab, nach 9,3% im Vorquartal und 11,8% im Vorjahr. Verantwortlich dafür waren eine Verschiebung des Kundenmix hin zu großen Cloud-Anbietern mit hoher Preismacht, steigende Transportkosten, Komponentenengpässe und Zollbelastungen.

Besonders auffällig: Ein einzelner Rechenzentrumskunde machte rund 63% des Quartalsumsatzes aus. Die Lagerbestände stiegen auf 10,6 Milliarden Dollar, nach 5,7 Milliarden im Vorquartal. Der operative Cashflow war mit minus 24 Millionen Dollar negativ, hinzu kamen 46 Millionen Dollar an Investitionsausgaben.

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Analysten bleiben zurückhaltend

Der Konsens der Wall Street liegt bei „Hold“ mit einem durchschnittlichen Kursziel von 43,43 Dollar. In den vergangenen Wochen haben mehrere Investmentbanken ihre Ziele reduziert:

  • Raymond James senkte das Kursziel von 50 auf 35 Dollar bei „Outperform“
  • Sanford C. Bernstein kürzte von 42 auf 37 Dollar bei „Market Perform“
  • Citigroup reduzierte von 48 auf 39 Dollar bei „Neutral“

Von den erfassten Analysten sprechen fünf eine Kaufempfehlung aus, acht raten zum Halten, zwei zum Verkauf.

Insider kauften bei 33 Dollar

Am 10. Februar kauften sieben Führungskräfte – darunter CEO Charles Liang und CFO David Weigand – gemeinsam 16.747 Aktien zu je 33,33 Dollar. Die koordinierte Käuferunde während der Kursschwäche steht im Kontrast zu Insiderverkäufen Ende 2025.

Umsatzwachstum ohne Margenerholung

Super Micro Computer hob nach den Quartalszahlen die Umsatzprognose für das Gesamtjahr auf 40 Milliarden Dollar an, nach zuvor 33 Milliarden. CEO Liang bezeichnete das Ziel als „konservativ“. Der bereinigte Gewinn je Aktie lag mit 0,69 Dollar über der Konsensschätzung von 0,49 Dollar.

Das zentrale Problem bleibt ungelöst: Explosives Umsatzwachstum durch KI-Infrastruktur übersetzt sich nicht in entsprechende Gewinnsteigerungen. Über 90% des Quartalsumsatzes entfielen auf KI-GPU-Plattformen. Die Aktie notiert unter ihren gleitenden Durchschnitten von 30,84 Dollar (50 Tage) und 39,25 Dollar (200 Tage).

Zölle verschärfen Kostendruck

Die neuen Handelsbarrieren treffen Super Micro Computer in einer kritischen Phase. Das Unternehmen baut aggressiv Produktionskapazitäten aus, um die Nachfrage nach KI-Hardware zu bedienen. Jede Störung grenzüberschreitender Lieferketten belastet die bereits dünnen Margen zusätzlich. Die Kombination aus strukturellem Margendruck und neuen Zollrisiken definiert vorerst die Ausgangslage für die Aktie.

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