Ethereum: Wall Street baut aus
Charles Schwab startet Direkthandel für Millionen Kunden, während BlackRock Staking-ETFs lanciert. Trotz dieser institutionellen Integration verzeichnen Spot-Fonds weiterhin Kapitalabflüsse.

Kurz zusammengefasst
- Direkthandel für Bitcoin und Ethereum bei Schwab
- BlackRock lanciert renditebringenden Staking-ETF
- Regulatorische Hürden durch GENIUS Act beseitigt
- Netzwerkaktivität wächst trotz institutioneller Abflüsse
Der traditionelle Finanzsektor integriert Ethereum zunehmend in seine Kernangebote. Während Charles Schwab den direkten Handel für fast 40 Millionen Kundenkonten vorbereitet und BlackRock erste Staking-ETFs auflegt, zeigt der Markt ein widersprüchliches Bild. Trotz der strukturellen Fortschritte ziehen Anleger weiterhin Kapital aus bestehenden Spot-Fonds ab.
Direkthandel für Millionen Kunden
Mit einem stufenweisen Rollout ab dem zweiten Quartal 2026 vollzieht Charles Schwab einen Strategiewechsel. Die Plattform, die 12,22 Billionen Dollar an Kundenvermögen verwaltet, öffnet sich für den direkten Handel mit Bitcoin und Ethereum. Bisher wurden Kunden primär über ETFs oder krypto-bezogene Aktien in den Markt geleitet. Der Start erfolgt zunächst für Mitarbeiter und eine kleine Testgruppe, bevor das Angebot bis Ende der ersten Jahreshälfte breiter in den USA verfügbar wird.
Parallel dazu hat BlackRock bereits im März mit dem iShares Staked Ethereum Trust ETF (ETHB) einen neuen Standard gesetzt. Der Fonds hält nicht nur Spot-Ether, sondern stakt bis zu 95 Prozent der Bestände über Coinbase Prime, um Anlegern eine zusätzliche Rendite zu bieten. Möglich wurde diese Produktkategorie erst durch veränderte politische Rahmenbedingungen: Das im Juli 2025 verabschiedete GENIUS Act für Stablecoins sowie der personelle Wechsel an der Spitze der US-Börsenaufsicht SEC räumten regulatorische Hürden für renditebringende Krypto-Anlagen aus dem Weg.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Ethereum?
Abflüsse treffen auf Netzwerk-Wachstum
Kurzfristig profitiert der Ether-Kurs aktuell von geopolitischen Entspannungssignalen. Berichte über einen möglichen Waffenstillstand zwischen den USA und dem Iran ließen den Preis heute um 4,81 Prozent auf 2.164,40 US-Dollar ansteigen. Allerdings verdeckt diese Tagesbewegung ein tieferliegendes Problem bei der institutionellen Nachfrage. Spot-Ethereum-ETFs verzeichneten im März mit Abflüssen von 77 Millionen Dollar den fünften Verlustmonat in Folge.
Diese Kapitalabflüsse stehen im direkten Kontrast zur fundamentalen Entwicklung der Blockchain. Mit über 200 Millionen Mainnet-Transaktionen im ersten Quartal 2026 – einem Plus von 43 Prozent gegenüber dem Vorquartal – wächst die tatsächliche Nutzung des Netzwerks rasant. Die anlaufende Schwab-Integration und die neuen Staking-Produkte von BlackRock bilden nun die strukturelle Basis, um diese steigende Netzwerkaktivität direkter mit dem traditionellen Kapitalmarkt zu verknüpfen.
Ethereum: Kaufen oder verkaufen?! Neue Ethereum-Analyse vom 6. April liefert die Antwort:
Die neusten Ethereum-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Ethereum-Investoren. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 6. April erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Ethereum: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...