BYD startet mit einem Dämpfer ins Frühjahr. Der Autobauer meldet für Februar den stärksten monatlichen Absatzeinbruch seit der Pandemie – ausgerechnet in einem Monat, der in China wegen eines ungewöhnlich langen Neujahrsfestes praktisch stillstand. Gleichzeitig ziehen die Exporte weiter an und werden zunehmend zum Gegengewicht für die Schwäche im Heimatmarkt.
Sechster Rückgang in Folge
Im Februar lieferte BYD 190.190 New Energy Vehicles (NEVs) aus. Das entspricht einem Minus von 41,09% gegenüber dem Vorjahr und ist der sechste Monatsrückgang in Serie. Gegenüber Januar fielen die Auslieferungen um 9,5%.
Ein wichtiger Treiber war der Kalender: Das chinesische Neujahrsfest lief dieses Jahr vom 15. bis 23. Februar. Im Vorjahr lag die Feiertagsphase überwiegend im Januar. Produktion und Auslieferungen wurden damit diesmal stärker in den Februar gedrückt – und entsprechend gebremst. Laut Bericht war es der größte Einbruch seit Februar 2020.
Im Detail entfielen 187.782 Einheiten auf Pkw. Reine Batterieautos (BEVs) kamen auf 79.539 Fahrzeuge. Das sind −36,32% zum Vorjahr und −4,46% zum Vormonat.
Exporte werden zum Stabilitätsfaktor
International bleibt BYD dagegen auf Wachstumskurs. Im Februar exportierte der Konzern 100.600 NEVs – +50,09% gegenüber dem Vorjahr. Damit lagen die Exporte bereits den vierten Monat in Folge über der Marke von 100.000 Fahrzeugen.
Die Dynamik zeigt sich auch in Europa: Im Januar stiegen die Neuzulassungen in EU, Großbritannien und EFTA laut Text auf über 18.000 Einheiten und lagen damit nahezu dreimal so hoch wie zuvor. In diesem Monat zog BYD demnach in Europa an Tesla vorbei, während Teslas Zulassungen um 17% zum Vorjahr zurückgingen.
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Gegenmittel im Heimatmarkt: Finanzierung und Technik-Event
Um die Nachfrage in China zu stützen, setzt BYD stärker auf Finanzierung statt auf offene Rabatte. Das Unternehmen schloss sich Ende des Vormonats dem Trend zu ultra-langen Autokrediten an: Die Marken bieten zinsgünstige Laufzeiten bis zu 7 Jahren. Hintergrund: Chinas Regulierer dämpfen direkte Preiskämpfe, viele Hersteller weichen deshalb auf Finanzierungsmodelle aus, die den Einstiegspreis senken sollen, ohne offiziell die Listenpreise zu schneiden.
Konkret nennt der Bericht 0% Zinsen für drei Jahre oder einen „ultra-niedrigen“ Zins über sieben Jahre. Beworben wird zudem eine Belastung ab 29 Yuan pro Tag bei 0 Anzahlung.
Spannend wird auch der 5. März: Dann plant BYD eine Technik-Präsentation, die als Antwort auf aufholende Konkurrenz gesehen wird. Im Mittelpunkt soll die „Blade Battery 2.0“ stehen. Branchenberichte erwarten eine deutlich höhere Energiedichte von bis zu 210 Wh/kg sowie eine Auslegung auf mehr als 3.000 Ladezyklen. Außerdem wird ein Update des Fahrerassistenzsystems „God’s Eye“ auf Version 5.0 erwartet. Kann dieser Termin die Stimmung rund um die Aktie kurzfristig drehen? Zumindest setzt BYD damit einen klaren Nachrichtenpunkt gegen die schwachen Inlandszahlen.
Zum Branchenumfeld gehört außerdem: Seit Jahresbeginn zahlen Käufer von NEVs in China laut Text 5% Kaufsteuer. Das verteuert Anschaffungen und verändert den Effekt früherer Förderimpulse.
Im Blick bleibt 2026 laut Quelle vor allem die Profitabilität: Der Wettbewerb in Chinas E-Auto-Markt ist hoch, und die Preiskämpfe 2024/2025 hätten gezeigt, dass selbst Kostenvorteile keinen vollständigen Schutz bieten.
Am 5. März richtet sich der Fokus daher auf die Technik-Details – und darauf, ob BYD damit Argumente liefert, um schwächere China-Volumina durch Exportwachstum und höhere Attraktivität der Modelle abzufedern.
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