Rekordgewinne und ein historisch hoher Goldpreis sollten eigentlich für Feierstimmung sorgen. Doch hinter den Kulissen des Minengiganten brodelt es gewaltig. Der strategisch wichtige Börsengang der nordamerikanischen Gold-Assets stößt auf massiven Widerstand beim Joint-Venture-Partner Newmont. Während die Kassen dank der Gold-Rallye gefüllt sind, droht nun ein Konflikt um die operative Kontrolle und die zukünftige Struktur des Konzerns.
Newmont stellt sich quer
Der Streit dreht sich um das Herzstück der nordamerikanischen Operationen: die Nevada Gold Mines. Newmont wirft Barrick vor, die operative Leistung des Joint Ventures habe sich unter deren Führung verschlechtert. Laut aktuellen Berichten prüft der Partner nun Schutzklauseln im Vertrag, um den geplanten IPO zu blockieren oder neu zu verhandeln.
Im Kern geht es um die Effizienz der Minen und die Frage, wie der Wert bei einer Abspaltung fair verteilt wird. Barrick plant, die hochwertigen Assets – darunter die Anteile in Nevada, Pueblo Viejo und das zu 100 Prozent eigene Fourmile-Projekt – in eine neue Gesellschaft auslagern. Das Ziel ist ein „Premium“-Vehikel an der Börse, während risikoreichere Projekte in der Muttergesellschaft verbleiben. Doch ohne eine Einigung mit Newmont steht der für Ende 2026 anvisierte Zeitplan auf der Kippe.
Rekordzahlen als finanzielle Basis
Rein finanziell agiert Barrick aus einer Position der Stärke. Die Zahlen für das vierte Quartal 2025 unterstreichen die profitable Lage:
- Umsatz: Sprang um rund 65 % auf 6 Milliarden US-Dollar.
- Goldpreis: Der realisierte Preis lag bei durchschnittlich 4.177 US-Dollar pro Unze.
- Cashflow: Operativer Cashflow von 2,73 Milliarden US-Dollar.
Auch die Aktionäre profitierten direkt von der Gold-Hausse: Über Dividenden und Aktienrückkäufe flossen rekordverdächtige 2,39 Milliarden US-Dollar an die Anteilseigner zurück.
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Kosten und Ausblick belasten
Trotz der gefüllten Kassen reagierte der Markt verhalten. Ein Grund dafür ist die Kostenprognose. Für das laufende Jahr 2026 rechnet Barrick mit „All-in Sustaining Costs“ zwischen 1.760 und 1.950 US-Dollar pro Unze. Gleichzeitig stagniert die Produktionsprognose auf dem Niveau von 2025 (2,90 bis 3,25 Millionen Unzen).
Ein Lichtblick bleibt das Fourmile-Projekt in Nevada. Hier konnten die nachgewiesenen Ressourcen das zweite Jahr in Folge verdoppelt werden. Um dieses Potenzial zu heben, plant das Unternehmen, die Ausgaben für Bohrungen im Jahr 2026 auf bis zu 160 Millionen US-Dollar deutlich zu erhöhen.
An der Börse überwogen zuletzt Gewinnmitnahmen. Anleger bewerten die kurzfristigen Wachstumsperspektiven vorsichtig. Für die weitere Kursentwicklung wird nun entscheidend sein, ob Barrick den Konflikt mit Newmont beilegen und den Börsengang der Premium-Assets wie geplant bis Jahresende realisieren kann.
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