DJ Börse Frankfurt/Rohstoffe: Ende der Nickelpreis-Rallye


21.05.14 12:41
Meldung
 

DJ Börse Frankfurt/Rohstoffe: Ende der Nickelpreis-Rallye

 
21. Mai 2014. FRANKFURT (Börse Frankfurt).

Mit dem im Seitwärtstrend verharrenden Goldpreis wissen auch ETC-Anleger nicht so recht, ob sie ein- oder austeigen sollen. Nach der Verteuerung im Januar und Februar und einem Rücksetzer im März schwankt der Preis für eine Feinunze weiter um 1.300 US-Dollar; am Mittwochmittag liegt die Notierung bei 1.293 US-Dollar. Laut ETF Securities standen Gold-ETCs in der vergangenen Woche zwar auf den Verkaufslisten, auf Monatssicht überwögen aufgrund der Ukraine-Krise allerdings immer noch die Zuflüsse, wie Bernhard Wenger von ETF Securities berichtet. "Bei uns gab es leichte Käufe", meint hingegen Jörg Sengfelder von Flow Traders und verweist auf den Gold Bullion Securities (WKN A0LP78) und Xetra Gold (WKN A0S9GB). "Goldinvestments bleiben für Anleger wenig attraktiv, da sie momentan mit einigen widersprüchlichen Neuigkeiten konfrontiert werden", erklärt Ole Hansen von der Saxo Bank. Nach Ansicht der DekaBank wird der Ausstieg der großen Notenbanken aus der ultralockeren Geldpolitik für die künftige Goldpreisentwicklung entscheidend sein: "Der Ausstieg dürfte noch in diesem Jahr seine Schatten vorauswerfen", meint Dora Borbély. Auf lange Sicht traut die Bank dem Goldpreis nicht viel mehr als einen Inflationsausgleich zu. Eine weniger lockere Geldpolitik bedeutet steigende Zinsen und damit Konkurrenz für Goldanlagen. Teures Palladium Wenger Während Gold seit Jahresanfang immer noch Gewinne verbuchen kann, ist der Silberpreis mittlerweile ins Minus gerutscht. Die Feinunze geht am Mittwoch zu 19,43 US-Dollar über den Tisch, im Februar waren es noch über 22 US-Dollar. Palladium kletterte unterdessen auf ein Dreijahreshoch, allein seit Jahresanfang ist der Preis um 16 Prozent gestiegen. "ETCs auf das Edelmetall (WKN A0N62E) verzeichneten leichte Abflüsse, auch wenn die Streiks in den südafrikanischen Minen andauern und die Gefahr von Handelssanktionen gegen Russland noch nicht gebannt ist", erläutert Wenger. In Russland werden mehr als 40 Prozent des weltweiten Angebots gefördert. Preisrutsch bei Nickel um 13 Prozent Gemischt fällt die Bilanz für die reinen Industriemetalle aus. Während sich Kupfer erholt hat, ging der Nickelpreis zurück. Die Nickel-Notierung, die Anfang Februar noch unter 14.000 US-Dollar je Tonne lag und bis zur vergangenen Woche auf 21.478 US-Dollar geklettert war, erlebte einen scharfen Einbruch bis auf rund 18.600 US-Dollar, am Mittwochmittag kostet die Tonne wieder 19.454 US-Dollar. "Auch wenn das Exportverbot Indonesiens weiter gilt, sehen einige Investoren die Preisrallye als überzogen an", meint Wenger. "Wir hatten vor einer Überhitzung am Markt gewarnt und sehen kurzfristig weiteres Korrekturpotenzial", erklärt Barbara Lambrecht von der Commerzbank. Dafür spreche auch, dass die Nickel Study Group für März voraussichtlich abermals einen Angebotsüberschuss am globalen Nickelmarkt ausweisen werde. Anleger trennen sich jedenfalls von Nickel-ETCs (WKN A0KRJ4). Dass die Nickelpreisbewegung die Gemüter bewegt, zeigen übrigens auch die ETC-Umsatzlisten der Börse Frankfurt für die vergangenen zwei Wochen: Der Nickel-ETC findet sich diesmal auf dem dritten Platz gleich hinter Gold-Verbriefungen. Öl: keine Preiskapriolen erwartet Borbély Der Preis für Öl der Nordseesorte Brent schwankt unterdessen unverändert um 105 US-Dollar, aktuell liegt er mit 110,09 US-Dollar je Barrel am oberen Ende der Spanne. "Einerseits drückt das steigende Angebot aufgrund von US-Rekordlagerbeständen und sich langsam öffnender Ölhäfen in Libyen die Preise, andererseits treibt die weiterhin ungelöste Krise in der Ukraine tendenziell eher die Kurse", bemerkt Hansen. Lambrecht kann fundamentale Gründe für den jüngsten Anstieg nicht erkennen. "Im Gegenteil: Es zeichnet sich ab, dass Libyen bald seine Öllieferungen erhöhen und sich damit die Versorgungslage am europäischen Markt weiter verbessern wird." Deshalb werde der Brent-Preis wieder nachgeben und in die Mitte seiner Handelspanne zwischen 104 und 112 US-Dollar je Barrel zurückfallen. Die DekaBank erwartet für den weiteren Jahresverlauf eine Seitwärtsbewegung von Brent- und WTI-Öl, wobei stärkere Schwankungen wahrscheinlich seien. "Das Risiko von kurzzeitigen kräftigeren Preisanstiegen ist vor allem bei Brent aufgrund des Ukrainekonflikts groß", erklärt Borbély. Die Bank sieht die Notierung in sechs Monaten bei 107, in zwölf bei 109 US-Dollar. Auch ETC-Anleger sind skeptisch und trennen sich zum Beispiel vom db Brent Crude Oil Booster Euro Hedged (WKN A1AQGX), wie Sengfelder feststellt. Öl tendiert abwärts Breit aufgestellte Rohstoff-ETFs sind dem Händler zufolge derzeit eher gefragt, etwa der db x-trackers DBLCI -OY Balanced (WKN DBX1LC). Heftige Verluste wie im Vorjahr sind Anlegern mit diesem Indexfonds 2014 bislang erspart geblieben: Der ETF kommt seit Jahresanfang zumindest auf ein kleines Plus von gut 2 Prozent. von Anna-Maria Borse, Deutsche Börse AG © 21. Mai 2014 Disclaimer Die nachfolgenden News werden Ihnen direkt von der Redaktion von boerse-frankfurt.de bereitgestellt. Die hierin enthaltenen Angaben und Mitteilungen sind ausschließlich zur Information bestimmt. Keine der hierin enthaltenen Informationen begründet ein Angebot zum Verkauf oder die Werbung von Angeboten zum Kauf eines Wertpapiers.

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