DJ Europa-Börsen knapp behauptet - Rohstoffe weiter unt.


11.03.10 12:55
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DJ Europa-Börsen knapp behauptet -Rohstoffe weiter unter Druck

FRANKFURT (Dow Jones)--Knapp behauptet zeigen sich die europäischen Aktienmärkte am Donnerstagmittag.

Der Euro-Stoxx-50 verliert gegen 12.20 Uhr 0,1% oder 4 auf 2.905 Punkte, der Stoxx-50 gibt um 0,1% oder 1 auf 2.587 Zähler nach. Händler sprechen weiterhin von einem relativ impulsarmen Geschäft. Die europäischen Hauptindizes pendeln rund um die Nulllinie. Händler hatten nach den Kursaufschlägen vom Vortag bereits mit Gewinnmitnahmen gerechnet. Vor allem bei den rohstoffnahen Basic Resources kommt es nach dem Rückgang des Goldpreises zu Verkäufen. Gesucht sind indes Autotitel nach guten Zahlen von BMW.

Wichtige Konjunkturdaten gibt es erneut kaum. Für leichte Verstimmung sorgte kurzfristig der Anstieg der chinesischen Inflationsrate. Statt erwarteter 2,4% legte sie um 2,7% zu. Im Vormonat waren es nur 1,5% gewesen, so dass sich Marktteilnehmer an der Beschleunigung störten. Positiv wurde hingegen der Rückgang des Leistungsbilanzdefizites in der EU im vierten Quartal vermerkt. Im Fokus stehen am Nachmittag nun die wöchentlichen Erstanträge auf US-Arbeitslosenhilfe. Technische Analysten sehen den Euro-Stoxx-50 bei 2.850 Punkten gut unterstützt.

Kapitalabzug aus Basic Resources -Zuviele Spekulanten im Segment

Die rohstoffnahen Basic Resources stehen auch am Berichtstag an der Spitze der Verlierer in Europa. Der Sektor-Index fällt um 1%. Aktuell belaste der Rückgang der Rohstoffpreise, heißt es im Handel. So fiel Gold wieder an die 1.100-USD-Marke zurück. Jedoch sprächen seit längerem die Rekordstände in den Warenhäusern der London Metal Exchange für eine Überversorgung des Marktes. Gleichzeitig sprechen Analysten davon, dass aktuell rund 60% des Kapitalflusses in Rohstoffe nur von Finanzanlegern erzeugt werden. "Denen geht bei Kursrückgängen schnell die Luft aus, weil sie mit etwas handeln, dass sie nicht verbrauchen", so ein Händler. Rio Tinto und XStrata verlieren daraufhin je 2,3%, BHP Billiton reduzieren sich um 2,5%.

Positiv aufgenommen werden bei den Stahlwerten die vorläufigen Zahlen von RHI. "2009 war für die gesamte Stahlbranche ein sehr schwieriges Jahr mit Preisverfall und Überkapazitäten", so ein Händler. "Die Restrukturierungsmaßnahmen scheinen zu greifen", heißt es weiter. So konnte der österreichische Mischkonzern im 4. Quartal deutlich die operative Marge auf 9,9% steigern. Über das Jahr gesehen liege der Wert dagegen bei 6,4%. Die Aktie des Herstellers von Feuerfeststoffen hat seit Jahresstart bereits um 44% zugelegt, am Berichtstag steigt sie um 1,9% auf 23,37 EUR.

Autowerte mit BMW und VW im Fokus

Autowerte stehen mit den überraschend vorgelegten Zahlen von BMW im Fokus. Der Sektor steigt um 0,4%. BMW notieren 0,4% im Plus bei 32,39 EUR, lagen aber zwischenzeitlich bereits rund 2% oben. Die Zahlen für das vergangene Jahr seien gemischt ausgefallen, heißt es im Handel. Das Vorsteuerergebnis sei über den Erwartungen ausgefallen, dafür sei die operative Entwicklung leicht hinter den Prognosen zurückgeblieben. Gleichzeitig liege die Dividende aber wieder über den Markterwartungen.

Größter Kursgewinner sind VW-Vorzüge, die um 4% auf 66,33 EUR anziehen und damit stärkster DAX-Wert sind. "Das Management will sich offenbar die Ermächtigung zu einer Wandelanleihe auf bis zu 40 Mio Vorzugsaktien geben lassen", sagt ein Händler. Dies nehme dem Markt natürlich etwas die Angst vor einer "Mega-Kapitalerhöhung" und dem damit verbundenen Verwässerungseffekt. Noch dazu plane das Management die Kapitalerhöhung wohl nicht mehr für das erste Halbjahr. Daneben setzen Fiat ihre Rally fort und steigen 1,6%, Daimler und Renault notieren nachrichtenlos 0,3% höher.

British Airways fallen um 0,5% auf 230 p. Die Fluggesellschaft und die Gewerkschaft des Kabinenpersonals haben ihre Gespräche ergebnislos beendet. "Damit wird ein Streik wahrscheinlicher", so ein Händler.

   DJG/mod/ros 
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March 11, 2010 06:21 ET (11:21 GMT)

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