DJ Europa-Börsen mittags gut behauptet -Automobilsektor fest
FRANKFURT (Dow Jones)--Die europäischen Aktienindizes treten nach anfänglichen Gewinnen am Mittwochmittag auf der Stelle.
Der Euro-Stoxx-50-Index gewinnt gegen 12.49 Uhr 0,2% oder 6 Punkte auf 2.836, der Stoxx-50-Index legt um 0,1% bzw 3 Zähler auf 2.515 zu. Neue Impulse könnten die Märkte von den am Nachmittag erwarteten US-Konjunkturdaten erhalten. Auf dem Programm steht unter anderem der ADP-Arbeitsmarktbericht für Januar, der als guter Indikator für die am Freitag erwarteten offiziellen Zahlen des Bureau of Labor Statistics gilt. Volkswirte rechnen im Mittel ihrer Prognosen damit, dass der ADP-Bericht einen Rückgang der Beschäftigung in der US-Privatwirtschaft um 30.000 Stellen ausweisen wird.
Darüber hinaus wird der ISM-Index für den US-Dienstleistungssektor im Januar veröffentlicht. Hier prognostizieren Ökonomen einen Anstieg auf 51,0 von 49,8 Punkten im Vormonat, womit sich der Frühindikator wieder auf Terrain bewegte, das ein Wachstum, wenn auch nur ein schwaches, signalisiert.
Automobilwerte legen deutlich zu -Scania mit sehr guten Zahlen
Mit einem Aufschlag von 1,4% liegen die Automobilwerte klar über dem Gesamtmarkt. Nach Einschätzung aus dem Handel setzt sich die positive Entwicklung für die deutschen Automobilhersteller in den USA im Januar fort. Die US-Hersteller hätten ebenfalls eine überraschend gute Absatzentwicklung verzeichnet. Klarer Verlierer der Januar-Zahlen sei Toyota, das japanische Unternehmen litt unter den Problemen mit defekten Gaspedalen.
Deutlich besser als erwartet sind die Zahlen des schwedischen Nutzfahrzeugherstellers Scania für das vierte Quartal ausgefallen. "Besonders positiv ist, dass auch der Umsatz über den Prognosen liegt und der überraschend hohe Gewinn nicht alleine aus Kostensenkungsmaßnahmen resultiert", sagt ein Händler. Auch die Aussage, dass der Nachfragerückgang in Europa einen Boden gefunden habe, sei erfreulich. Scania rücken um 9% auf 101,30 SEK. MAN folgen mit einem Aufschlag von 3,6% auf 50,97 EUR.
Bauwerte: Veni, Vidi, Vinci!
Auch die Bauwerte sind mit einem Aufschlag von 0,7% gesucht. Positiv werten die Analysten der Citigroup die Zahlen des französischen Baukonzerns Vinci für das vergangene Jahr. Besonders das Auftragsbuch zeige mit einem Plus von 4% auf Jahressicht eine "großartige Solidität", heißt es. Der Umsatz sei den Erwartungen entsprechend ausgefallen. Ihr Kursziel lautet 43 EUR, die Einstufung "Buy". Mit einem Aufschlag von 1,7% auf 40,17 EUR führt die Aktie den Sektor an. Lafarge rücken um immerhin 0,3% auf 54,75 EUR vor.
Pharmawerte reagieren verschnupft auf Roche-Zahlen
Die Pharmawerte hinken mit einem Abschlag von 0,4% dem Gesamtmarkt hinterher. "Schlechter als erwartet", sagt ein Händler mit Blick auf die Zahlen des schweizerischen Pharmakonzerns Roche. Es habe den Anschein, dass das Umsatzwachstum im Schlussquartal überraschend gering ausgefallen sei. Zwar sei der Ausblick recht gut und die Dividende höher als erwartet ausgefallen, insgesamt überwiege allerdings ein negativer Eindruck.
Eidgenössische Analysten stehen dagegen zu dem Pharmaunternehmen: Roche werde mittelfristig stark wachsen, prognostiziert die Zürcher Kantonalbank (ZKB). Das Unternehmen stehe am Beginn eines neuen Wachstumszyklus, sagt ZKB-Analyst Michael Nawrath. Das werde sich in diesem Jahr nicht in den Zahlen niederschlagen, sondern in der Zulassung neuer Medikamente. Die unerwartet deutliche Erhöhung der Dividende, die rasche Finanzierung der Genentech-Integration und die erwarteten operativen Synergien deuteten auf eine starke Dynamik hin.
Die Anleger lassen sich davon nicht beeinflussen und verkaufen die Aktie, die um 1,8% auf 177,40 CHF nachgibt. AstraZeneca werden ex Dividende gehandelt und geben 3,3% auf 2.834 p nach. Der Aktionär erhält 105 p, so dass die Aktie eigentlich leicht zulegt.
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February 03, 2010 06:52 ET (11:52 GMT)
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