DJ Europas Börsen dank guter US-Daten und Bond-Auktionen im Plus
FRANKFURT (Dow Jones)--Kräftig erholt von zwischenzeitlichen Kursverlusten sind die europäischen Aktienmärkte am Donnerstag aus dem Handel gegangen.
Vor allem der kräftige Rückgang bei den US-Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe trieb die Märkte am Nachmittag nach oben. Der Rückgang von 27.000 Anträgen bei den Wochendaten überraschte, nachdem Prognosen nur von einem Rückgang um 2.000 Anträge ausgegangen waren. Sämtliche Branchen schafften den Sprung ins Plus. Besonders kräftige Aufschläge hatten Auto-Titel und Banken zu verzeichnen. Auch Technologie- und Rohstoffwerte waren gesucht. Technische Analysten sehen nun gute Chancen, dass der Euro-Stoxx-50 auch die 2.800er-Marke überwinden kann.
Anleihe-Auktionen in Europa positiv aufgenommen
Bereits am Vormittag sorgten erfolgreiche Auktionen bei irischen und ungarischen Staatsanleihen für gute Stimmung. Irland hat 400 Mio EUR an Schuldtiteln unter die Anleger gebracht, angestrebt waren 400 Mio bis 600 Mio EUR. "Das ist angesichts der Querelen um das Bankensystem aber akzeptabel", sagte Viola Stork von der Landesbank Hessen-Thüringen. Die Ungarn verauktonierten Staatsanleihen mit einem Volumen von 70 Mrd HUF, angestrebt hatten die Magyaren nur 50 Mrd HUF. Zudem stützten positive Aussagen von Fitch zum bisherigen Verlauf der Haushaltskonsolidierung in Spanien und Griechenland den DAX.
Gute Nachrichten gab es auch aus Deutschland: Hier geht das IfW nun von einem Wachstum von 3,4% in diesem Jahr aus nach bisher 2,1%, die Prognose für das nächste Jahr liegt nun bei 1,7% nach 1,2%.
Finanz-Werte profitieren von Bond-Auktionen -Nur AXA Ausreißer
Die Finanzwerte legten nach dem erfolgreichen Ausgang der Bond-Auktionen kräftig zu. Der Sektor-Index der Banken stieg um 2%, der Index der Versicherer um 0,8%. Kursgewinner waren vor allem britische und französische Banken. Unter anderem legten Barclays um 5%, Royal Bank of Scotland um 5,1% und Lloyds um 2,2% zu. Bei den französischen Titeln sprangen Credit Agricole um 4,6% und Societe Generale um 3,4%. Noch am Morgen hatten die Titel unter der Diskussion um höhere Eigenkapitalanforderungen durch "Basel III" gelitten und teils im Minus notiert.
Einziger Ausreißer im Versicherungs-Sektor waren AXA, die um 0,8% auf 12,91 EUR nachgaben. Die Aktien wurden von der abermals verschobenen Übernahme der Asientochter durch die National Australia Bank belastet.
Automobilwerte Tagesgewinner
Tagesgewinner waren die Auto-Hersteller, die mit plus 2,2% an die Spitze der Branchen-Indizes preschten. Händler sprachen jedoch von einem Wechsel der Vorlieben. Anleger schienen nunmehr die Lkw-Hersteller zu bevorzugen. "Das erste Halbjahr war das Halbjahr der Pkws, das zweite Halbjahr wird das Halbjahr der Lkws", kommentierte Jürgen Pieper vom Bankhaus Metzler. Sie könnten im zweiten Halbjahr nun mit zweistelligen Zuwachsraten beim Absatz rechnen. Fiat stiegen um 1,9% auf 9,99 EUR, Daimler um 2,6% auf 43,08 EUR, VW um 2,5% auf 85,42 EUR, Scania um 1,5% auf 139,80 SEK und MAN um 2,4% auf 74,22 EUR. Renault legten um 3,2% zu und Peugeot-Citroen um 4,6%,
Einzelhändler von schwachen Berichten aus UK gebremst
Der Sektor der Einzelhändler rangierte mit 0,5% Aufschlag am Ende der Branchengewinner. Als schwach interpretierte Zwischenberichte der britischen Einzelhändler Home Retail und Morrison sorgten für Zurückhaltung gegenüber dem Sektor. Home Retail hatte seine Gewinnprognose für das Gesamtjahr nach unten revidiert, Morrison sieht die Lage für die britischen Einzelhändler als unverändert herausfordernd. Home Retail gaben um 2,8% nach, Morrison schlossen unverändert. Nur Tesco legten mit 0,8% auf 418 p deutlicher zu.
Deutsche Versorger belasten den Sektor
Schwächste Werte bei den Versorgern waren die deutschen Titel. E.ON fielen 0,5% und RWE um 0,7%. Hier belasteten Presseberichte, der Atom-Kompromiss könne die Versorger stärker als bisher bekannt zur Kasse bitten, da die Abgaben an Gewinnentwicklung und Inflationsrate gekoppelt seien. GDF-Suez stiegen hingegen um 1,1%, Endesa sogar um 1,8%. Der Sektor-Index legte um 0,7% zu.
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Europäische Schlussindizes am Donnerstag, den 9. September:
Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Europa Euro-Stoxx-50 2782,43 29,54 1,1 -6,2
Stoxx-50 2581,53 25,61 1,0 0,1
Stoxx-600 265,09 2,76 1,1 4,7
Frankfurt XETRA-DAX 6221,52 57,08 0,9 4,4
London FTSE-100 5494,16 64,42 1,2 1,5
Paris CAC-40 3722,15 44,94 1,2 -5,4
Amsterdam AEX 334,59 3,16 1,0 -0,2
Athen ATHEX-20 785,80 13,48 1,7 -30,2
Brüssel BEL-20 2577,46 21,46 0,0 2,6
Budapest BUX 23297,66 -75,00 -0,3 9,8
Helsinki OMXH-25 2331,73 20,92 0,9 14,7
Istanbul NAT30 76905,47 -129,93 -0,2 14,8
Kopenhagen OMXC-20 415,37 6,72 1,6 23,4
Madrid IBEX-35 10712,90 126,70 1,2 -10,3
Mailand FTSE-MIB 20858,47 278,21 1,4 -10,3
Moskau RTS 1492,00 23,89 1,6 3,3
Oslo OBX 340,74 2,99 0,9 0,4
Prag PX 1142,80 6,90 0,6 2,3
Stockholm OMXS-30 1067,04 7,45 0,7 12,1
Warschau WIG-20 2535,85 5,22 0,2 6,2
Wien ATX 2501,43 22,13 0,9 0,2
Zürich SMI 6425,26 38,31 0,6 -1,8
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DJG/mod/ros
(END) Dow Jones Newswires
September 09, 2010 12:35 ET (16:35 GMT)
Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.
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| 10.09 | DJ IRW-PRESS: Fire Rive. |
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| 10.09 | DJ Fraport verzeichnet Au. |
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| 10.09 | DJ Daimler Trucks optimist. |
| 10.09 | DJ TABELLE/Fraport AG . |
| 10.09 | DJ FXDIREKT/FXnews Ha. |
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| 10.09 | DJ UPDATE: Dt Bank prü. |
| 10.09 | DJ PRESSESPIEGEL/Unter. |
| 10.09 | DJ TAGESVORSCHAU/10. |
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| 10.09 | DJ FXDIREKT/GBPUSD Te. |
| 10.09 | DJ FXDIREKT/USDCHF Ob. |
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| 10.09 | DJ FXDIREKT/FXnews JP:. |
| 10.09 | DJ US-Anleihen im späten. |
| 09.09 | DJ Wall Street schließt et. |
| 09.09 | DJ EUREX/Renten-Futures. |
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