DJ Europas Börsen schließen knapp behauptet -Bankenwerte mit Abgaben
FRANKFURT (Dow Jones)--Knapp behauptet haben die europäischen Aktienmärkte am Freitag die Sitzung beendet.
Automobilwerte gefragt -Guten Nachrichten aus der Branche
Die Automobilwerte legten im Schnitt um 1,6% zu und knüpften damit an die positive Entwicklung des Vortages an. Für Peugeot ging es um 1,8% auf 23,06 EUR nach oben, Renault verteuerten sich um 1,8% auf 35,89 EUR. Die beiden französischen Automobilhersteller wollen jeweils 1 Mrd EUR der erhaltenen 3 Mrd EUR Staatshilfe früher als ursprünglich geplant zurückzahlen, wie sie am Berichtstag mitteilten.
Auch die deutschen Vertreter der Branche waren gesucht. So rückten Daimler um 1,6% auf 43,78 EUR vor. Der CEO der Nutzfahrzeugsparte der Stuttgarter hatte im Gespräch mit der "Börsen-Zeitung" die EBIT-Prognose für das laufende Jahr bestätigt. Die deutlich gestiegenen Verkaufszahlen von VW für August kamen ebenfalls gut an und ließen die Aktie um 2,8% auf 87,78 EUR anziehen.
Bankenwerte von Kapitalerhöhungsspekulationen belastet
Mit dem Bankensektor ging es dagegen um 0,5% nach unten. Die Deutsche Bank prüft nach Angaben informierter Kreisen eine Kapitalerhöhung im Volumen von rund 9 Mrd EUR. Damit wolle das Institut zum einen seine Beteiligung an der Postbank aufstocken, zum anderen seine Eigenkapitalquoten stärken, war zu hören. "Das Volumen ist überraschend hoch", so ein Marktteilnehmer. "Berücksichtigt man, dass auch andere europäische Banken in den kommenden Wochen noch Kapital aufnehmen, dürfte der Kapitalmarkt stark belastet werden", so der Händler.
"Wenn schon die größte und vermeintlich gesündeste deutsche Bank einen so kräftigen Schluck aus der Pulle nehmen und ihr Kapital um womöglich 9 Mrd EUR aufbessern muss, wie schlecht muss es dann um die Ausstattung anderer Institute bestellt sein", ergänzte ein weiterer Händler.
Neue Spitze bei Nokia
Positiv wurde im Handel der erwartete Wechsel an der Spitze von Nokia gewertet. Dem scheidenden CEO Olli-Pekka Kallasvuo war jüngst zur Last gelegt worden, dass er die Entwicklung bei den Smart-Phones falsch eingeschätzt hat. Bei den hochpreisigen Handys war der finnische Hersteller von Mobiltelefonen unterrepräsentiert und hatte das Feld anderen überlassen.
An der Spitze von Nokia steht nun Stephen Elop von Microsoft, was auch skeptische Reaktionen hervorruft. Microsoft habe sein Geschäft mit dem Smartphone "Kin" zuletzt eingestellt, so dass Elop möglicherweise nicht der richtige Mann für den Chefposten bei Nokia sei. Der Wechsel an der Führungsspitze von Nokia zeuge vom Veränderungswillen des Unternehmens, betonte Carolina Milanesi, Research Vice President des Branchendienstes Gartner. Allerdings könnte Elop stärker operativ orientiert als visionär geprägt sein. Gleichwohl könnte sein Computer-Hintergrund insofern nützlich sein, als Computer- und Handy-Märkte eine gewisse Konvergenz aufwiesen. Nokia rückten um 0,6% auf 7,79 EUR vor und konnten damit ihre deutlichen Anfangsgewinne nicht halten.
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Europäische Schlussindizes am Freitag, den 10. September:
Index Schluss- Entwicklung Entwicklung Entwicklung
stand absolut in % seit
Jahresbeginn
Europa Euro-Stoxx-50 2780,40 -2,03 -0,1 -6,3
Stoxx-50 2573,03 -8,50 -0,3 -0,2
Stoxx-600 264,70 -0,39 -0,1 4,6
Frankfurt XETRA-DAX 6214,77 -6,75 -0,1 4,3
London FTSE-100 5501,64 7,48 0,1 1,6
Paris CAC-40 3725,82 3,67 0,1 -5,3
Amsterdam AEX 334,96 0,37 0,1 -0,1
Athen ATHEX-20 773,66 -12,14 -1,5 -31,3
Brüssel BEL-20 2569,72 -7,74 -0,3 2,3
Budapest BUX 23045,71 -251,95 -1,1 8,6
Helsinki OMXH-25 2351,33 19,60 0,8 15,7
Istanbul NAT30 76905,47 -129,93 -0,2 14,8
Kopenhagen OMXC-20 416,34 0,97 0,2 23,7
Madrid IBEX-35 10689,60 -23,30 -0,2 -10,5
Mailand FTSE-MIB 20833,19 -25,28 -0,1 -10,4
Moskau RTS 1487,09 -4,91 -0,3 2,9
Oslo OBX 341,63 0,89 0,3 0,7
Prag PX 1138,80 -4,00 -0,4 1,9
Stockholm OMXS-30 1068,89 1,85 0,2 12,3
Warschau WIG-20 2524,48 -11,37 -0,4 5,7
Wien ATX 2487,27 -14,16 -0,6 -0,3
Zürich SMI 6467,69 42,43 0,7 -1,2
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DJG/mif/ros
(END) Dow Jones Newswires
September 10, 2010 12:38 ET (16:38 GMT)
Copyright (c) 2010 Dow Jones & Company, Inc.
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