DJ Hannover Rück erzielt in Erneuerungsrunde stabile Preise


03.02.10 14:30
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DJ Hannover Rück erzielt in Erneuerungsrunde stabile Preise

HANNOVER (Dow Jones)--In der Erneuerungsrunde zum 1. Januar hat die Hannover Rückversicherung AG überwiegend stabile Preise erzielt.

Für das laufende Jahr sagte der Konzern deshalb am Mittwoch in Hannover einen Prämienzuwachs um 5% voraus. Wegen der vorsichtigeren Geschäftspolitik sollen die EBIT-Renditen in der Schaden- und Personen-Rückversicherung jedoch geringer ausfallen.

In der Erneuerungsrunde seien Raten und Konditionen "weitgehend stabil" geblieben. "Ein leichter Druck auf die Preise war nach dem besonders guten Jahr 2009 zu erwarten", sagte Vorstandsvorsitzender Ulrich Wallin.

Insgesamt hätten sich die Preise ähnlich entwickelt, wie bei der Munich Re, hieß es. Der Münchener Konkurrent hatte am Dienstag mitgeteilt, dass die Preise in der jüngsten Erneuerung zum Jahreswechsel im Schnitt um 0,3% unter Vorjahr lagen.

In der Schaden-Rückversicherung standen bei der Hannover Rück Verträge für 2,98 Mrd EUR oder zwei Drittel des Bestands zur Erneuerung an. Davon wurden Verträge für 2,7 Mrd EUR verlängert sowie im Umfang von 263 Mio EUR aufgegeben oder in veränderter Form verlängert.

Im US-Geschäft sei die Erneuerung in der Schaden-Rückversicherung bei überwiegend stabiler Ratenentwicklung "insgesamt befriedigend" verlaufen. Im Industriehaftpflichtgeschäft seien Prämienabriebe verhindert worden. Verträge im Luftfahrt- sowie im Kredit- und Kautions-Geschäft seien mit steigende Prämien erneuert worden.

Das Deutschlandgeschäft habe sich besonders in der Kfz-Haftpflicht unerwartet erfreulich entwickelt, teilte die Hannover Rück weiter mit. Dem gegenüber seien die Preise im weltweiten Katastrophengeschäft angesichts des schadensarmen Vorjahres gesunken. In Skandinavien habe der Konzern angesichts sinkender Raten teilweise auf Geschäft verzichtet.

Angesichts der insgesamt zufrieden stellenden Vertragserneuerung zum Jahreswechsel erwartet die Hannover Rück trotz des Ratendrucks im Sachgeschäft ein gutes Geschäftsjahr in der Schaden-Rückversicherung.

Insgesamt sollen die Bruttoprämien 2010 um rund 5% steigen. Für 2010 rechnet der Hannoveraner MDAX-Konzern mit einer Eigenkapitalrendite von mindestens 15%. Unverändert sollen die Aktionäre auch im laufenden Jahr 35% bis 40% des Gewinns als Dividende ausgeschüttet bekommen. Die Kapitalanlagerendite soll konzernweit 3% bis 3,5% betragen. Noch im Januar hatte der Konzern hier als strategisches Ziel die Marke von 4,2% angepeilt.

Als Folge ihrer konservativeren Anlagepolitik rechnet die Hannover Rück mittelfristig und fürs laufende Jahr jedoch mit einer schwächeren EBIT-Rendite in der Schaden- und Personen-Rückversicherung. In der Schaden-Rückversicherung lautet die Prognose nur noch "mehr als 10%" nach bislang 12,5%. In der Personen-Rückversicherung nahm der Konzern den Renditeausblick auf 6% bis 7% von bislang 6,5% bis 7,5% zurück. Die Kapitalrendite (ROI) sieht der Konzern nur noch bei 3,5% nach bislang mindestens 4,2%.

Diese Prognosen gelte mittelfristig und für das Gesamtjahr, so Vorstandsvorsitzender Ulrich Wallin. Um die Volatilität der Ergebnisse zu senken investiere der Konzern konservativer und sei zudem geringer als bislang in der Rückversicherung gegen Unwetterschäden tätig, begründete er die neuen Renditeerwartungen.

Zu der neuen Anlagepolitik gehört auch ein kritischer Blick auf das Aktienportfolio, dessen Verkauf dem Rückversicherer mitten in der Finanzkrise eine Milliardenbelastung bescherte. Nach Ablauf der ersten neun Monate beträgt der Aktienanteil an börsennotierten Gesellschaften weniger als 1%. "Wir sind nach wie vor nicht in Aktien investiert", sagte Wallin. Ein Wiedereinstieg in den Aktienmarkt sei für dieses Jahr nicht abgehakt, sagte CFO Roland Vogel.

 
   Webseite: www.hannover-rueck.de 
 
   DJG/rso/has 
 Dow Jones Newswires

February 03, 2010 08:00 ET (13:00 GMT)



 
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