DJ KORREKTUR: MÄRKTE EUROPA/Kalte Dusche für Europas Börsen


13.04.12 19:25
Meldung
 

DJ KORREKTUR: M�RKTE EUROPA/Kalte Dusche f�r Europas B�rsen

(In der gegen 18.42 Uhr MESZ gesendeten Meldung muss es im 3. Satz des 3.

Absatzes richtig hei�en: Erwartet worden war f�r das Land jedoch ein Plus von 0,1 Prozent (NICHT: Minus von 3,9 Prozent). Es folgt die korrigierte Fassung.)

FRANKFURT (Dow Jones)--Die europ�ischen Aktienm�rkte sind am Freitag stark gefallen und haben damit ihre Korrektur beschleunigt fortgesetzt. Der Euro-Stoxx-50 verlor 2,6 Prozent oder 61 auf 2.291 Punkte, w�hrend der Stoxx-50 um 1,4 Prozent bzw 34 auf 2.369 Stellen abrutschte. Der Euro-Stoxx-50 ist damit nur noch geringf�gig vom Jahrestief bei 2.280 Punkten entfernt. Die M�rkte reagierten auf Aussagen des EZB-Ratsmitglieds Klaas Knot, der keinen Grund f�r die Wiederaufnahme von Staatsanleihek�ufen sieht. Was offenbar der Beruh18:47igung dienen sollte, bewirkte das genaue Gegenteil. Angesichts der Sorge, dass die Mittel aus den EZB-Langfristtendern aufgebraucht sein k�nnten, kam Druck auf die M�rkte.

F�r diese Vermutung spricht, dass die Kreditinstitute Spaniens sich im M�rz 227,6 Milliarden Euro bei der Europ�ischen Zentralbank (EZB) geliehen haben. Das war ein Allzeithoch und weist darauf hin, dass die Geldh�user ihr Pulver aus den Dreijahrestendern der EZB bereits verschossen haben. Damit d�rfte auch die Refinanzierung Spaniens schwieriger werden, denn traditionell sind die heimischen Kreditinstitute die gr��ten K�ufer von Schuldtiteln des Landes.

Einen weiteren Grund f�r die Stimmungseintr�bung lieferten Wirtschaftsdaten aus Italien. Die Industrieproduktion ist im Februar gegen�ber dem Vormonat um 0,7 Prozent zur�ckgegangen. Erwartet worden war f�r das Land jedoch ein Plus von 0,1 Prozent. Auch die Entwicklung der weltweiten Wachstumslokomotive China stimmt nachdenklich. In den ersten drei Monaten des Jahres erh�hte sich das BIP zwar um 8,1 Prozent gegen�ber dem Vorjahr, doch war dies die schw�chste Zunahme seit dem Auftaktvierteljahr 2009. Noch dazu lag der Anstieg der Wirtschaftsleistung damit unter der Markterwartung einer Zunahme um 8,3 Prozent.

Last but not least tr�bt sich die Stimmung der US-Verbraucher ein. Der Index der Universit�t Michigan f�r April blieb etwas hinter den Erwartungen zur�ck. "Der R�ckgang der Verbraucherstimmung ist entt�uschend. Offensichtlich haben die j�ngste Aktienmarktschw�che sowie der hohe Benzinpreis die Stimmung belastet", stellte Volkswirt Ralf Umlauf von der Helaba fest. Hinter diesen negativen Nachrichten traten die guten Zahlen der US-Banken zur�ck. Sowohl J.P. Morgan als auch Wells Fargo hatten die Erwartungen �bertroffen.

Der Euro verlor am Nachmittag deutlich an Boden. Wegen der Situation in Spanien sackte die Gemeinschaftsw�hrung von fast 1,32 Dollar im fr�hen Gesch�ft auf 1,3078 Dollar ab. Sie n�hert sich damit der unteren Begrenzung der Handelsspanne von 1,30 bis 1,34 Dollar.

Finanzwerte fallen deutlich

Die Sorgen vor einem Wideraufflammen der europ�ischen Schuldenkrise setzte den Finanzwerten zu. Mit einem Abschlag von 3,1 Prozent war der Stoxx-600-Index f�r Banken der schw�chste Subindex. Am Markt f�r Kreditausfallversicherungen, den so genannten CDS, zeichnet sich keine Entspannung f�r die Schuldner Spanien und Italien ab. So stiegt der Spanien-CDS mit einer Laufzeit von 5 Jahren auf 500 Basispunkte und damit �ber das Hoch aus dem November bei 487 Basispunkten. Aktien der spanischen Banken mussten daher deutliche Verluste hinnehmen. Banco Santander gaben um 7,1 Prozent auf 4,86 Euro nach.

Technologiewerte unter Druck

IT-Aktien litten unter einer Umsatzwarnung der indischen Infosys. So verloren Cap Gemini um 5,1 Prozent auf 29,92 Euro. Etwas besser schlugen sich SAP mit einem Minus von 1,4 Prozent auf 49,94 Euro. Analyst Oliver Finger von DZ �u�erte sich zustimmend zu den Eckdaten, die das Softwareunternehmen �berraschend mitgeteilt hatte. Die vorl�ufigen Zahlen f�r das erste Quartal seien zwar schw�cher als erwartet ausgefallen, aber der Ausblick auf das zweite Quartal und das Gesamtjahr �berzeugten den Experten.

L'Oreal-Umsatz st�tzt Konsumwerte

Besser schlugen sich die Aktien der Hersteller kurzlebiger Konsumg�ter. Der franz�sische Kosmetikkonzern L'Oreal hatte im ersten Quartal 9,4 Prozent mehr umgesetzt und damit die Marktprognosen �bertroffen. Boomende Abs�tze in den Schwellenm�rkten und ein wieder anziehendes Gesch�ft in den USA konnte das schwache Wachstum in Westeuropa mehr als ausgleichen. "Die ersten drei Monate haben unser Vertrauen in die F�higkeit des Konzerns best�rkt, 2012 st�rker als der Markt zu wachsen", sagte CEO Jean-Paul Agon laut der Mitteilung und bekr�ftigte damit den bisherigen Ausblick. L'Oreal zogen um 1,2 Prozent auf 92,14 Euro an. Auch die Aktien der beiden deutschen Konsumg�terhersteller Beiersdorf und Henkel profitieren davon und kamen mit geringen Abschl�gen davon.

 
 
Europ�ische Schlussb�rsen vom Freitag, 13. April 
.=== 
.            Index          Schluss-  Entwicklung  Entwicklung   Entwicklung 
.                              stand      absolut         in %          seit 
.                                                               Jahresbeginn 
Europa       Euro-Stoxx-50   2291,51       -60,73        -2,6%          -1,1 
.            Stoxx-50        2369,26       -33,86        -1,4%           0,0 
.            Stoxx-600        253,40        -3,96        -1,5%           3,6 
Frankfurt    XETRA-DAX       6583,90      -159,34        -2,4%          11,6 
London       FTSE-100        5651,79       -58,67        -1,0%           1,5 
Paris        CAC-40          3189,09       -80,70        -2,5%           0,9 
Amsterdam    AEX              306,12        -4,76        -1,5%          -2,0 
Athen        ATHEX-20           0,00         0,00           0%        -100,0 
Br�ssel      BEL-20          2229,68       -34,68        -1,5%           7,0 
Budapest     BUX            17337,42      -490,44        -2,8%           2,1 
Helsinki     OMXH-25         2019,33       -39,28        -1,9%           4,0 
Istanbul     NAT30          73312,80      -537,00        -0,7%          18,8 
Kopenhagen   OMXC-20          451,04        -3,32        -0,7%          15,7 
Lissabon     PSI 20          5257,21       -39,53        -0,8%          -5,0 
Madrid       IBEX-35         7250,60      -269,40        -3,6%         -15,4 
Mailand      FTSE-MIB       14359,50      -510,41        -3,4%          -4,8 
Moskau       RTS             1612,74        -7,45        -0,5%          16,7 
Oslo         OBX              382,32        -3,89        -1,0%           6,9 
Prag         PX               931,40        -9,10        -1,0%           2,2 
Stockholm    OMXS-30         1027,72       -22,14        -2,1%           4,0 
Warschau     WIG-20          2249,93       -28,65        -1,3%           4,9 
Wien         ATX             2043,11       -46,06        -2,2%           8,0 
Z�rich       SMI             6072,12       -53,27        -0,9%           2,3 
 
 
DEVISEN   zuletzt  '+/- %  Fr, 7.30 Uhr  Do, 18.00 Uhr 
EUR/USD    1,3080  -0,70%        1,3172         1,3178 
EUR/JPY  105,9457  -0,75%      106,7415       106,5680 
EUR/CHF    1,2026   0,05%        1,2020         1,2020 
USD/JPY   80,9820  -0,05%       81,0200        80,8665 
GBP/USD    1,5859  -0,56%        1,5948         1,5941 
=== 
 
DJG/mif/raz/ros 
 

(END) Dow Jones Newswires

April 13, 2012 12:54 ET (16:54 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.



 
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