DJ MÄRKTE USA/Schwache Orderdaten schüren Konjunkturpessimismus


04.06.12 22:45
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DJ MÄRKTE USA/Schwache Orderdaten schüren Konjunkturpessimismus

NEW YORK (Dow Jones)--Enttäuschende Konjunkturdaten haben am Montag die Stimmung an Wall Street getrübt.

Demnach steht es um die Auftragslage der US-Industrie nicht zum Besten. Die ausverkaufte Lage des Marktes verhinderte indessen neuerliche heftige Verluste. Zudem gab es Hoffnungen, dass Deutschland in der europäischen Schuldenkrise von seiner bisher harten Haltung etwas abrücken könnte.

Der Dow-Jones-Index für 30 Industriewerte (DJIA) fiel um 0,1 Prozent auf 12.101 Punkte. Der S&P-500 schloss kaum verändert bei 1.278 Punkten. Der Nasdaq-Composite gewann 0,5 Prozent auf 2.760 Punkte. Das Umsatzvolumen war mit 0,82 (Freitag: 1,00) Milliarden Aktien recht dünn. Dabei wurden 1.290 Kursgewinner und 1.768 -verlierer gesehen; unverändert schlossen 90 Titel.

Die Ordereingänge in der US-Industrie waren im April überraschend auf den tiefsten Stand seit einem halben Jahr gesunken. Ökonomen hatten mit einer Stagnation auf dem Vormonatsniveau gerechnet. Zudem zeigten die revidierten Daten für März einen deutlicheren Rückgang als zunächst gemeldet. In Verbindung mit dem überraschend schwachen Arbeitsmarktbericht vom Freitag zeichneten die Daten ein beunruhigendes Bild. War es doch der Industriesektor, der während der Erholung der US-Wirtschaft für einen stetigen Beschäftigungsaufbau gesorgt hatte.

Mit Erleichterung wurde dagegen ein Artikel des Wall Street Journal vom Wochenende aufgenommen, laut dem der deutsche Widerstand gegen die Einführung von Euro-Bonds bröckelt. Zwar bekräftigte die Bundesregierung am Montag ihre Ablehnung der Euro-Bonds, doch verwies Regierungssprecher Steffen Seibert darauf, dass am Ende einer Fiskalunion "über ein gemeinsames Schuldenmanagement" geredet werden könne.

Stützend wirkt ferner ein Artikel der spanischen Tageszeitung El Pais. Diese berichtete, der spanische Finanzminister Luis de Guindos arbeite mit europäischen Partnern an einer Lösung zur Rekapitalisierung der spanischen Banken ohne die Inanspruchnahme internationaler Finanzhilfen.

Die Hoffnung auf Fortschritte in der europäischen Schuldenkrise verhinderte, dass die Anleger trotz der entmutigenden Konjunkturdaten in den Anleihemarkt flüchteten. Dort wurden vielmehr die Gewinne der Vorwoche mitgenommen. EU-Kommissionspräsident Barroso und Bundeskanzlerin Merkel übten zusätzlichen Druck auf die Anleihekurse aus. Bei einem Treffen der beiden sprach sich Barroso dafür aus, die EU-Bankenunion voranzutreiben, und die Kanzlerin forderte eine Stärkung der europäischen Institutionen und mehr Kontrollmöglichkeiten. Die Rendite zehnjähriger US-Treasurys stieg auf 1,52 Prozent.

Der Ölpreis erholte sich trotz der Konjunktursorgen etwas von den Verlusten der vorigen Handelstage, nachdem der Dollar zum Euro nachgegeben hatte und Öl für Käufer aus der Eurozone wieder attraktiver geworden war. Der Preis für ein Barrel Leichtöl der Sorte Brent zur Lieferung im Juli notierte zum Settlement bei 83,98 US-Dollar und damit 0,75 USD bzw 0,9 Prozent höher als am Freitag. Der Juli-Kontrakt auf die europäische Referenzsorte Brent stieg um 0,4 Prozent bzw 0,42 Dollar auf 98,85.

Am Aktienmarkt standen vor allem die Papiere konjunktursensitiver Unternehmen wie Caterpillar (-2,6 Prozent auf 83,26 Dollar) und General Electric (-2,1 Prozent auf 18,15 Dollar) unter Druck. Boeing (+0,4 Prozent auf 67,50 Dollar) hielten sich dank einer Kaufempfehlung von Stifel Nicolaus besser als der DJIA. Verizon Communications (+0,8 Prozent auf 41,34 Dollar) profitierten nicht nur von ihren defensiven Qualitäten, sondern auch davon, dass das Unternehmen den Abbau von 1.700 Arbeitsplätzen ankündigte.

Bank of America (-1,7 Prozent auf 6,90 Dollar) und J.P. Morgan (-2,9 Prozent auf 31,00 Dollar) litten darunter, dass die Analysten von FBR ihre Gewinnschätzungen für beide Banken gesenkt hatten.

Aktien von Fluggesellschaften verzeichneten kräftige Verluste, nachdem Delta Air Lines für Mai einen enttäuschenden Erlös je Passagier gemeldet hatte. Delta büßten 11,6 Prozent auf 10,18 Dollar ein und United Continental Holdings 7,6 Prozent auf 22,52 Dollar.

Facebook verloren 3,0 Prozent auf 26,90 US-Dollar, nachdem die Analysten von Bernstein die Aktie mit "Underperform" eingestuft und ein Kursziel von 25 US-Dollar genannt hatten. Kritik zog das soziale Netzwerk auch mit seiner Ankündigung auf sich, spezielle Kinderprofile einzurichten, um auf diesem Wege Kinder unter 13 Jahren als Nutzer zu gewinnen.

Im Energiesektor gewannen Chesapeake Energy 6,0 Prozent auf 16,52 Dollar. Das Unternehmen wird vier Mitglieder seines neunköpfigen Board austauschen und dabei die Vorschläge seiner beiden größten Aktionäre Southeastern Asset Management und Carl Icahn berücksichtigen.

 
 
INDEX           zuletzt  +/- %  absolut 
DJIA          12.101,46  -0,14   -17,11 
S&P-500        1.278,18   0,01     0,14 
Nasdaq-Comp.   2.760,01   0,46    12,53 
Nasdaq-100     2.478,13   0,78    19,30 
 
 
KUPON   LAUFZEIT  KURS       ÄNDERUNG    RENDITE  ÄNDERUNG 
1/4%    2-year    99 32/32   unchg       0,254%   +0,0BP 
1/4%    3-Year    99 23/32   dn 1/32     0,346%   +1,3BP 
7/8%    5-year    99 24/32   dn 9/32     0,676%   +5,6BP 
1 1/8%  7-Year   100 25/32   dn 15/32    1,007%   +7,2BP 
1 3/4%  10-year  102  3/32   dn 16/32    1,521%   +5,6BP 
3%      30-year  108 31/32   dn 21/32    2,569%   +2,9BP 
 
 
DEVISEN  zuletzt  '+/- %  Mo, 8.40 Uhr  Fr, 17.50 Uhr 
EUR/USD   1,2492   0,68%        1,2407         1,2398 
EUR/JPY  97,8719   0,88%       97,0159        96,9246 
EUR/CHF   1,2011  -0,01%        1,2012         1,2010 
USD/JPY  78,3460   0,19%       78,2000        78,1785 
GBP/USD   1,5378   0,07%        1,5367         1,5375 
 
 
DJG/DJN/cln 
 

(END) Dow Jones Newswires

June 04, 2012 16:14 ET (20:14 GMT)

Copyright (c) 2012 Dow Jones & Company, Inc.



 

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