DJ Ost-Ausschuss: 2010 wieder Wachstum in Osteuropa


03.02.10 16:10
Meldung
 

DJ Ost-Ausschuss: 2010 wieder Wachstum in Osteuropa

BERLIN (Dow Jones)--Die osteuropäischen Volkswirtschaften werden sich nach Einschätzung des Ostausschusses der deutschen Wirtschaft im laufenden Jahr wieder erholen.

"Das Wachstum kehrt 2010 zurück", sagte der Ost-Ausschuss-Vorsitzende Klaus Mangold am Mittwoch in Berlin.

Nach dem Rückgang der deutschen Ausfuhren nach Mittel- und Osteuropa um fast ein Drittel im vergangenen Jahr erwartet der Ost-Ausschuss nun wieder steigende Exporte in die Region. "Ich rechne mit einem hohen einstelligen Wachstum", sagte Mangold. Die Auftragseingänge der vergangenen Monate zeigten nach oben.

Russland wird nach Ansicht des Ost-Ausschusses im weiteren Verlauf des Jahres 2010 wieder seine Rolle als Konjunkturlokomotive für die Gesamtregion übernehmen. Der Ost-Ausschuss geht von einem Wachstum von 3,5% im laufenden Jahr in Russland aus. Zusätzliche Impulse erhofft sich der Ost-Ausschuss durch einen baldigen WTO-Beitritt Russlands.

Trotz der Krise und einer um 7,9% rückläufigen Wirtschaftsentwicklung in Russland in 2009 sind die deutschen Direktinvestitionen in Russland auch im vergangenen Jahr gestiegen. 2010 planten deutsche Unternehmen weitere Investitionen in Milliardenhöhe. "In Osteuropa weiß man, dass wir keine Spekulationsnomaden sind, die in der Krise gleich weiterziehen, sondern auf ein langfristiges Investment setzen", sagte Mangold. Im nun einsetzenden Erholungsprozess werden daher nach seiner Auffassung deutsche Firmen zu den ersten Gewinnern gehören.

Die Krise hat laut Mangold auch positive Folgen gehabt. Das Krisenjahr 2009 habe Reformprozesse beschleunigt und "einen wichtigen Reifeprozess in den jungen Marktwirtschaften Osteuropas ausgelöst". Die Übertreibungen, die es am Ende der langen Boomphase in Osteuropa gegeben habe, würden nun schrittweise korrigiert. Für Mittel- und Osteuropa insgesamt ohne Zentralasien erwartet der Ost-Ausschuss ein Wachstum von 2% und für Zentralasien eines von 4,5% im laufenden Jahr.

Als überraschend krisenresistent hätten sich im vergangenen Jahr die osteuropäischen Finanzmärkte erwiesen. "Die Krisenängste von Anfang 2009 hätten sich nicht bewahrheitet. Es habe sich gezeigt, dass das große Engagement westeuropäischer Banken in Osteuropa ein stabilisierender Faktor gewesen sei.

 
   Webseite: www.ost-ausschuss.de 
 
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February 03, 2010 09:40 ET (14:40 GMT)

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