DJ UDPATE: BMF dementiert Vorbereitung von Rettungsp.


12.03.10 14:15
Meldung
 

DJ UDPATE: BMF dementiert Vorbereitung von Rettungspaket für Athen

BERLIN (Dow Jones)--Das Bundesfinanzministerium (BMF) hat einen Zeitungsbericht dementiert, wonach Frankreich und Deutschland über ein Rettungspaket für Griechenland beraten.

"Wir können die Spekulationen in diesem Medienbericht zu angeblichen Rettungsplänen in keinster Weise bestätigen", sagte Jeanette Schwamberger, Sprecherin im Bundesfinanzministerium, zu Dow Jones Newswires am Freitag. Der Bericht scheine ein Recycling von Spekulationen der Medien in den vergangenen Wochen zu sein.

"Fakt ist: Es gibt weder neue Pläne noch neue Entwicklungen beim Thema Griechenland", betonte die BMF-Sprecherin. Die griechische Regierung habe entsprechend des verschärften Defizitverfahrens weitere umfangreiche Konsolidierungsanstrengungen angekündigt. "Die Bundesregierung sieht keinen Anlass, an der Umsetzung dieser Pläne zu zweifeln", sagte die BMF-Sprecherin.

Die österreichische Zeitung "Kurier" hatte am Freitag unter Berufung auf Verhandlungskreise berichtet, dass in Berlin und Paris in Übereinstimmung mit der Europäischen Zentralbank (EZB) geschätzt werde, dass Griechenland bis zum Jahresende 55 Mrd EUR brauche, um die Staatspleite abzuwenden. Deutschland wäre demnach bereit, bis zu 20 Mrd EUR einzusetzen, Frankreich bis zu 10 Mrd EUR.

Beide Staaten hofften jedoch, dass es so viel Geld nicht brauche -oder noch besser, gar keines. Wenn erst einmal klar sei, dass Griechenland von der EU gestützt werde, dürften -so glaube die deutsche Regierung -"die Märkte den Rest selbst übernehmen", schreibt das Blatt weiter. Neben Deutschland und Frankreich sind dem "Kurier" zufolge weitere Stützen der Rettungsgesellschaft die EZB und die Deutsche Bundesbank. EU-Kommissionspräsident Barroso spiele keine Rolle. Auch mit anderen EU-Hauptstädten gebe es Kontakte.

Das Rettungspaket soll den Angaben zufolge in der Karwoche, wenn die Märkte unterbesetzt sind, angekündigt werden. Diesen Zeitplan habe Merkel in einer Sitzung am 2. März skizziert, heißt es. Für das Athener Hilfspaket gälte der Schlüssel für die Finanzierung der EZB, verlautete dem "Kurier" zufolge aus Berliner Quellen.

Nach Angaben der französischen Zeitung "Le Monde" (Samstagausgabe) stehen die Euroraum-Staaten unmittelbar vor einer Einigung auf ein Rettungspaket für Griechenland. Vorgesehen seien Hilfen zwischen 20 Mrd EUR und 25 Mrd EUR, berichtet das Blatt mit Verweis auf ein vertrauliches Schreiben an die EU-Kommission. Zur Finanzierung seien zwei Optionen vorgesehen: Entweder sollen die Euroraum-Mitgliedstaaten die Kreditfazilität selbst finanzieren, was die Haushalte der Staaten jedoch belaste, oder eine mit einem EU-Darlehen finanzierte Fazilität werde geschaffen. Das EU-Darlehen werde von den Mitgliedstaaten lediglich garantiert.

 
   Webseiten: www.bundesfinanzministerium.de 
              www.kurier.at 
              www.lemonde.fr 
 
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March 12, 2010 07:45 ET (12:45 GMT)

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