DJ UPDATE: BMW verliert im Januar Spitzenposition an .


09.02.10 15:40
Meldung
 

DJ UPDATE: BMW verliert im Januar Spitzenposition an Audi

(NEU: Wettbewerbervergleich)

 
   Von Nico Schmidt 
   DOW JONES NEWSWIRES 
 
   FRANKFURT (Dow Jones)--Nach den Wettbewerbern Audi und Mercedes-Benz ist auch der Branchenprimus BMW mit einem satten Plus bei den Verkaufszahlen ins Jahr 2010 gestartet.

Allerdings wurden die Münchener von ihrer Spitzenposition als absatzstärkster Premiumhersteller verdrängt: Die Volkswagen-Tochter Audi überholte die Konkurrenz und verkaufte im Januar weltweit am meisten Oberklasse-Wagen.

BMW setzte im Vormonat insgesamt 82.120 Fahrzeuge ab. Das entspricht einem Plus von 16,6%. Der Absatz der Kernmarke BMW stieg dabei um 15,9% auf 69.852 Einheiten. Der Kleinwagen Mini verkaufte sich 12.181 Mal (+20,4%) häufiger, wie der DAX-Konzern am Dienstag mitteilte.

In den vergangenen Tagen hatten bereits die Wettbewerber Mercedes-Benz und Audi ihre Absatzzahlen vorgelegt. Beide Unternehmen wiesen deutliche Zuwächse aus. Die Verkäufe der Ingolstädter wuchsen um fast 40% auf rund 77.800 Fahrzeuge, die der Stuttgarter um etwa ein Viertel auf 67.000 Wagen. Inklusive des Kleinwagens Smart lag der Mercedes-Benz-Absatz bei 72.600 (+16,6%). Damit überholte die Marke mit den vier Ringen die Konkurrenz.

Weil Audi in den USA vergleichsweise schwach aufgestellt ist und in den (asiatischen) Wachstumsmärkten von der Präsenz der Muttergesellschaft VW profitiert, traf der Einbruch die Ingolstädter bereits im vergangenen Jahr nicht so hart wie die größten Wettbewerber. Trotzdem lagen die Konkurrenten Ende 2009 noch vor Audi, die etwa 950.000 Wagen an die Kunden brachten: Branchenprimus BMW verkaufte knapp 1,07 Mio Premiumwagen und die Daimler-Tochter Mercedes-Benz 1,01 Mio.

Alle drei deutschen Konzerne profitierten im Januar von der starken Entwicklung in Asien, speziell in China. Dort stiegen die Verkaufszahlen auf mehr als das Doppelte. Die geradezu explodierende Nachfrage im Reich der Mitte hatte den drei Premiumherstellern bereits im vergangenen Jahr geholfen, die schwerste Branchenkrise seit dem zweiten Weltkrieg einigermaßen schadlos zu überstehen.

China ist bei weitem der größte der so genannten BRIC-Staaten, in denen sich in den kommenden Jahren nach Einschätzung von Branchenexperten das Wachstum hauptsächlich abspielen wird. Neben China, wo die Kunden nicht zuletzt durch staatliche Subventionen in die Verkaufsläden gelockt wurden, gehören dazu auch Russland, Brasilien und Indien. Auch im weiteren Jahresverlauf wollen die Premiumhersteller hier deutlich wachsen. Gemeinsam haben die drei deutschen Konzerne auch, dass sie mit Zuversicht auf das Jahr schauen. Audi-Vertriebsvorstand Peter Schwarzenbauer kündigte an, 2010 wieder die Rekordmarke von 1 Mio Auslieferungen aus dem Jahr 2008 knacken zu wollen. Mercedes-Benz rechnet mit einem leichten Zuwachs bei den Verkaufszahlen und BMW mit einem Wachstum im einstelligen Prozentbereich. Auf Konzernebene soll der Absatz laut Vertriebschef Ian Robertson dann bei mehr als 1,3 Mio Autos liegen. Vorstandsvorsitzender Norbert Reithofer hatte noch vor kurzem erklärt, auch 2010 der weltweit führende Premiumhersteller bleiben zu wollen.

 
   Webseite: www.bmwgroup.com 
             www.audi.de 
             www.daimler.com 
 
   -Von Nico Schmidt, Dow Jones Newswires, +49
 -(0)69 297 25 114; 
   nico.schmidt@dowjones.com 
   DJG/ncs/cbr 
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February 09, 2010 09:07 ET (14:07 GMT)

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