DJ US-Jobwachstum zieht im Januar überraschend kräftig.


03.02.12 15:27
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DJ US-Jobwachstum zieht im Januar überraschend kräftig an

WASHINGTON (Dow Jones)--Der US-Arbeitsmarkt ist mit großem Schwung ins Jahr gestartet und hat die Erwartungen von Ökonomen klar übertroffen.

Die Zahl der Beschäftigten außerhalb der Landwirtschaft stieg im Januar um 243.000, wie das US-Arbeitsministerium berichtete. Damit wurde der stärkste Zuwachs seit April des Vorjahres verzeichnet. Von Dow Jones Newswires befragte Volkswirte hatten nur einen Stellenzuwachs um 125.000 erwartet. Zugleich wurden die Angaben für den Vormonat ein wenig nach oben korrigiert: Das Ministerium meldete für Dezember nun ein Stellenplus von 203.000, nachdem zunächst ein Anstieg um 200.000 gemeldet worden war.

Die bei einer separaten Erhebung ermittelte Arbeitslosenquote fiel auf 8,3 Prozent, der tiefste Stand seit Februar 2009. Ökonomen hatten mit 8,5 Prozent eine Stagnation auf dem Vormonatsstand vorhergesagt. Der Rückgang in der Arbeitslosenquote beruhte eher auf einem Beschäftigungswachstum und weniger auf einem Rückgang der Erwerbsbevölkerung. Die Zahl der Arbeitslosen fiel dem Bericht zufolge auf 12,8 Millionen und damit den niedrigsten Stand seit drei Jahren.

Die durchschnittlichen US-Stundenlöhne stiegen den weiteren Angaben zufolge um 0,04 Dollar auf 23,29 Dollar, während Ökonomen einen Zuwachs um 0,05 Dollar erwartet hatten.

Der Privatsektor der US-Wirtschaft, der rund 70 Prozent der gesamten Arbeitskräfte beschäftigt, schuf im Januar 257.000 Jobs. Im verarbeitenden Gewerbe entstanden 50.000 zusätzliche Jobs. In der Dienstleistungsindustrie, die üblicherweise als Wachstumsmotor für den Arbeitsmarkt fungiert, kamen per saldo 162.000 Arbeitsplätze hinzu. Im öffentlichen Bereich wurden 20.000 Stellen gestrichen.

Beobachter sagten, die jüngste Belebung des US-Arbeitsmarkts könnte eine wachsende Zuversicht in den Chefetagen der US-Unternehmen widerspiegeln, was die Bereitschaft zu Personalaufstockungen fördere.

Bei einer Anhörung vor dem Haushaltsausschuss des US-Repräsentantenhauses hatte Fed-Vorsitzender Ben Bernanke am Vortag jedoch erneut einen eher pessimistischen Ton über die US-Wirtschaftsentwicklung angeschlagen: Die Erholung verlaufe frustrierend langsam, die Verbraucher verspürten einen heftigen Gegenwind, der Immobilienmarkt verharre in der Depression. Es werde eine lange Zeit dauern, bis der US-Arbeitsmarkt zu einer normalen Verfassung zurückfinde, sagte Bernanke.

-Von Andreas Plecko, Dow Jones Newswires, +49 (0)69 -29725 300, konjunktur.de@dowjones.com

DJG/DJN/apo

(END) Dow Jones Newswires

February 03, 2012 08:52 ET (13:52 GMT)

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