DJ Wall Street im Verlauf unverändert -Sorge vor Straff.


11.03.10 17:36
Meldung
 

DJ Wall Street im Verlauf unverändert -Sorge vor Straffung in China

NEW YORK (Dow Jones)--Nahezu unverändert zeigen sich die Kurse an Wall Street am Donnerstag im frühen Handel.

Die Befürchtung einer geldpolitischen Straffung seitens der chinesischen Notenbank bremst die Kursentwicklung etwas. Die Daten vom US-Arbeitsmarkt lagen dagegen im Großen und Ganzen im erwarteten Rahmen.

Bis 17.03 Uhr MEZ verliert der Dow-Jones-Index 4 Punkte auf 10.563. Für den S&P-500-Index geht es um 0,1% bzw 1 Zähler auf 1.145 nach unten und der technologielastige Nasdaq-Composite-Index steht unverändert bei 2.359 Punkten.

Die chinesischen Inflationsdaten schüren die Angst vor einer geldpolitischen Straffung. Im Februar stiegen die Lebenshaltungskosten um 2,7% gegenüber dem Vorjahr anstelle erwarteter 2,4%. Damit hat sich die Teuerung nach einem Plus von 1,5% im Januar deutlich beschleunigt. Gleichzeitig zog die Industrieproduktion stärker als vorhergesagt an. "Es ist vor allem die Sorge, dass die Chinesen wieder am Zwölften, also Freitag, die Mindestreserve erhöhen", sagt ein Händler. Bereits die letzten beiden Male seien solche Entscheidungen an einem zwölften des Monats bekanntgegeben worden. Da Chinas Notenbank keine festen Termine für solche Bekanntgaben kennt, halte sich der Markt an so etwas fest, heißt es.

Die Erstanträge auf Leistungen aus der US-Arbeitslosenversicherung sind mit einem Minus von 6.000 nahezu im erwarteten Rahmen ausgefallen. Volkswirte hatten einen Rückgang um 9.000 gesehen. Die US-Handelsbilanz für Januar fiel dagegen niedriger als erwartet aus, das Defizit belief sich auf 37,29 Mrd USD, Volkswirte hatten einen Fehlbetrag von 41 Mrd USD prognostiziert.

Technische Analysten sehen den marktführenden S&P-500 weiter in einer engen Handelsspanne zwischen rund 1.140 und 1.150 Punkten. Ein Ausbruch dürfte allerdings erfolgen, falls es bei den Daten zum US-Einzelhandel oder zum Verbrauchervertrauen der Universität Michigan zu positiven Überraschungen kommt. Beide Datenreihen werden am Freitag veröffentlicht.

Citigroup gehören wie schon an den Vortagen zu den Gewinnern. Die Papiere der Großbank legen um 1,5% auf 4,01 USD zu und setzen damit ihre Erholung fort. Marktteilnehmer verwiesen auf Spekulationen über einen Ausstieg des Staates, was als Zeichen einer stabilisierten Lage interpretiert wird. Zudem hat der CEO der Bank auf mögliche Gewinnsteigerungen hingewiesen. Bank of America gewinnen 0,3% auf 17,17 USD.

Exxon Mobil stehen im Blick der Investoren. Anlässlich eines Analystentreffens in New York teilte das Ölunternehmen mit, dass durch das Anlaufen mehrerer Großprojekten die Ölförderung bis 2015 um 1,5 Mio Barrel Öläquivalent pro Tag steigen werde. Der Konzern will bis 2014 jährlich 25 Mrd bis 30 Mrd USD investieren. Exxon geben um 0,1% auf 67,16 USD nach.

Devon Energy legen um 0,6% auf 72,45 USD zu. Das Unternehmen hat Anlagen in Brasilien, dem Golf von Mexiko und Aserbaidschan für 7 Mrd USD an BP verkauft. Im Gegenzug übernahm Devon ein Projekt von BP in Kanada für 500 Mio USD.

Dr Pepper Snapple sind 3,1% fester auf 34,71 USD. Die Analysten von UBS haben die Aktie des Getränkekonzerns auf "Kaufen" von "Neutral" hochgestuft.

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(END) Dow Jones Newswires

March 11, 2010 11:05 ET (16:05 GMT)

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