DJ pressetext.de: VÖB-Frühjahrs-Pressekonferenz 2014 -2-


21.05.14 09:30
Meldung
 

DJ pressetext.de: V�B-Fr�hjahrs-Pressekonferenz 2014

 
Berlin/Frankfurt am Main (pts022/21.05.2014/11:30)
 -*K�nftige EZB-Aufsicht 
bestimmt Agenda 
*Europaweit einheitliche Regulierung st�rkt Banken und schafft Vertrauen in die 
Kreditwirtschaft 
*Comprehensive Assessment: Keine Zwangsmigration von HGB auf IFRS 
*Stresstest: Mitgliedsbanken gut aufgestellt 
*Verband f�r vor�bergehende Aussetzung der deutschen Trennbankenregelungen 
*Renaissance der �ffentlichen Banken in Deutschland 
 
Der Bundesverband �ffentlicher Banken Deutschlands, V�B, sieht in der k�nftigen 
Bankenaufsicht durch die EZB das zentrale Thema f�r die deutsche 
Kreditwirtschaft und damit auch f�r den Verband, dem 14 der 24 Banken in 
Deutschland, die unmittelbar von der EZB beaufsichtigt werden sollen, als 
Mitglieder angeh�ren.

Auf der Fr�hjahrs-Pressekonferenz 2014 unterstrichen Pr�sident Dr. Gunter Dunkel und die Hauptgesch�ftsf�hrerin Prof. Dr. Liane Buchholz, dass Banken von klaren und starken Regeln, die f�r die Marktteilnehmer in der Europ�ischen Union gleich ausgestaltet sind und angewandt werden, nachhaltig profitieren. Dunkel: "Stabilit�t und Transparenz reduzieren die Risiken und damit die Transaktionskosten der Banken. Noch wichtiger als jede betriebswirtschaftliche Kalkulation ist jedoch die Chance, das Vertrauen der �ffentlichkeit und der Kunden in die Leistungskraft der Banken wiederzugewinnen. Die Bew�ltigung des Vertrauensverlustes ist weiterhin von zentraler Bedeutung f�r die Zukunft der deutschen Kreditwirtschaft." Einheitliche Bankenregulierung st�rkt Kreditwirtschaft Gerade auch bei der neuen europ�ischen Aufsicht f�r die Banken der Eurozone sieht Dunkel mehr Vorteile als Risiken. "Der Einheitliche Bankenaufsichtsmechanismus (SSM) wird nach unserer Erwartung dazu beitragen, dass die Banken in den teilnehmenden Mitgliedstaaten der Europ�ischen Union nach einheitlichen Vorgaben beaufsichtigt werden. Dies wird die Finanzmarktstabilit�t erh�hen und Wettbewerbsgleichheit f�rdern", so Dunkel. Problematisch dagegen ist aus V�B-Sicht, dass wichtige EU-Mitgliedstaaten au�erhalb der Eurozone nicht am SSM teilnehmen. Nationale Besonderheiten beachten Der V�B erwartet von der EZB, dass die jeweiligen Besonderheiten der nationalen Bankenm�rkte angemessen ber�cksichtigt werden. Zu den Besonderheiten des deutschen Bankenmarktes z�hlen insbesondere die F�rderbanken des Bundes und der L�nder. Dunkel: "Die deutschen F�rderbanken haben als Instrumente staatlicher F�rderpolitik ein besonderes Gesch�ftsmodell und stehen nicht im Wettbewerb zu Gesch�ftsbanken. Im Hinblick auf Rechtsform, Eigent�merstruktur, Aufgaben, Haftungsmechanismus und Aufsicht unterscheiden sie sich grundlegend von Gesch�fts- oder Universalbanken." Die Bundesregierung hat in ihrem Koalitionsvertrag in diesem Punkt ihre Unterst�tzung fixiert. Comprehensive Assessment darf nicht zu Zwangsmigration in IFRS f�hren Der V�B-Pr�sident lehnt eine Zwangsmigration von Banken, die heute nach dem deutschen Handelsgesetzbuch bilanzieren, in den internationalen Standard IFRS �ber das neue EZB-Meldewesen ab: "Das HGB als stabile Bilanzierungsgrundlage f�r die Aufsicht muss erhalten bleiben. Bestehende bilanzielle und bankaufsichtliche Vorschriften m�ssen g�ltig bleiben und d�rfen weder vorzeitig noch ohne Konsultation ver�ndert werden." Nach Ansicht von Dunkel �berlagern die Belastung des Comprehensive Assessment alle anderen bankaufsichtlichen Verpflichtungen und Aufgaben der Banken. "In einzelnen Instituten sind derzeit im Rahmen der Bilanzpr�fung �ber 100 Wirtschaftspr�fer t�glich im Haus, sie pr�fen mehr als 1.000 Kreditengagements der Bank und m�ssen dabei von mehreren hundert Mitarbeitern unterst�tzt werden, was eine enorme zeitliche wie auch finanzielle Belastung bedeutet, da alle internen wie externen Kosten von den Banken alleine getragen werden m�ssen." �ffentliche Banken gut f�r Stresstest ger�stet Die �ffentlichen Banken sind nach Auffassung von V�B-Hauptgesch�ftsf�hrerin Prof. Dr. Liane Buchholz gut ger�stet f�r den EZB-Stresstest. Buchholz: "Ein harter Stresstest ist wichtig f�r das Vertrauen und die M�rkte ist und daher bin ich froh, dass die EZB nun auch harte Stresstestszenarien vorgestellt hat." Die 14 V�B-Mitgliedsinstitute sind nach Meinung von Buchholz trotz der harten Kriterien gut ger�stet f�r den Stresstest. "Insbesondere die Landesbanken haben im Vorfeld der EZB-�berpr�fung erhebliche Anstrengungen unternommen, um ihre Bilanzen zu verkleinern und ihre Eigenkapitalquoten zu steigern. Europaweit haben die Banken ihre Bilanzen um rund 10 Prozent reduziert, die Landesbanken hingegen haben ihre Risikoaktiva um fast 50 Prozent abgebaut und weisen eine Kapitalquote von durchschnittlich 14,9 Prozent aus", so Buchholz. Kritisch f�r die gesamte Kreditwirtschaft sieht Buchholz vor allem den engen Zeitplan f�r die Datenlieferungen und die Verschiebungen von Ver�ffentlichungen durch die Aufsicht. "Wir fordern die Aufsicht auf, sich an ihren eigenen Zeitplan zu halten. W�hrend sich die Institute unter gro�em Aufwand an die Fristen halten m�ssen, h�lt die Aufsicht ihre eigenen Fristen nicht ein. Jede Verschiebung der Ver�ffentlichung der Aufsicht geht aber zu Lasten der Fristen f�r die Institute." Bankenabgabe und Abwicklungsfonds angemessen ausgestalten Der V�B unterst�tzt das Ziel, mit einer zentralen Aufsicht, einer einheitlichen europ�ischen Abwicklungsverfahren und einen europ�ischen Finanzierungsmechanismus Regelungen zu schaffen, die einen effizienten Umgang mit Bankenkrisen erm�glichen. Dunkel: "Da davon auszugehen ist, dass der Beitrag zum EU-Abwicklungsfonds h�her ausfallen wird als die deutsche Bankenabgabe, fordere ich Zumutbarkeitsregeln und eine angemessene Ausgestaltung der Abzugspositionen. Ich pl�diere zudem daf�r, dass Verbindlichkeiten gegen�ber Kunden und Kreditinstituten, soweit es sich um die Durchleitung von �ffentlichen F�rdermitteln handelt, ber�cksichtigt werden. Gleichzeitig m�ssen Beitr�ge zur Bankenabgabe nach �berzeugung des V�B steuerlich europaweit einheitlich gehandhabt werden, um Wettbewerbsverzerrungen wegen einer unterschiedlichen Abzugsf�higkeit zu unterbinden. V�B f�r Aussetzung der deutschen Trennbankenregelungen bis zum Inkrafttreten der EU-Trennbankenverordnung Da die Kompatibilit�t der deutschen Trennbankenanordnungen mit den kommenden EU-Anforderungen derzeit noch v�llig unklar ist, fordert der Spitzenverband der �ffentlichen Banken eine Aussetzung der deutschen Trennbankenregelungen. Es macht nach Auffassung von V�B-Pr�sident Gunter Dunkel keinen Sinn, f�r einen �bergangszeitraum Anforderungen mit hohem Aufwand umzusetzen, wenn man wei�, dass nach dem voraussichtlichen Inkrafttreten der EU-Regelungen 2017/2018 wesentliche Anpassungen vorgenommen werden m�ssen. Dunkel: "Unter Ber�cksichtigung aller notwendigen gesch�ftspolitischen Entscheidungen, aber auch aus Kosten- und Aufwandserw�gungen ist eine Aussetzung der deutschen Trennbankenregelungen die richtige Antwort f�r die Kreditwirtschaft!" Moratorium soll Klarheit �ber Regulierungsfolgen schaffen Gunter Dunkel erneuerte zugleich seine Forderung nach einem Regulierungsmoratorium. "Das ist keine Forderung nach Deregulierung oder einem Regulierungsstopp, weil ich wei�, wie wichtig die Regulierungsma�nahmen nach der Finanzmarktkrise waren. Aber jetzt ist es an der Zeit, die bestehenden Regulierungsma�nahmen umzusetzen und ihre Wechselwirkung zu analysieren, was auch der Koalitionsvertrag der schwarz-roten Bundesregierung vorsieht." V�B sieht Renaissance der �ffentlichen Banken Mit einem Marktanteil der V�B-Mitglieder nach Bilanzsumme von 36 Prozent (22 Prozent bei den ordentlichen Mitgliedern) vertritt der Verband einen wesentlichen Teil der deutschen Kreditwirtschaft. Liane Buchholz: "Unsere Mitglieder sind eine tragende S�ule des Gemeinwohls. Sie sind mit 46 Prozent Marktf�hrer bei der Kommunalfinanzierung. Fast jeder zweite Euro f�r kommunale Infrastrukturprojekte kommt von den �ffentlichen Banken. Gleichzeitig stellen sie fast ein Viertel (22 Prozent) der Kredite f�r Unternehmen und Selbstst�ndige zur Verf�gung." Buchholz weiter: "Im Sinne der wirtschaftspolitischen Funktion dienen die �ffentlichen Banken heute mehr denn je als wirtschafts- und strukturpolitische Interventionsinstrumente was mit 62 Milliarden Euro F�rderdarlehen klar best�tigt wird. Die deutsche Wirtschaft h�tte die Konjunkturkrise ohne �ffentliche Banken, insbesondere auch ohne F�rderbanken, nicht so schnell �berwunden." Gerade das deutsche F�rderbankenmodell entwickelt sich zur Blaupause f�r das europ�ische Ausland. Sowohl in England, Portugal, Griechenland wie auch Spanien wird derzeit an der Gr�ndung eigener F�rderbanken gearbeitet. Buchholz: "Wir kommen dabei gerne der Bitte der europ�ischen Partner nach, die Gr�ndung mit unserem Know How zu begleiten und zu unterst�tzen." Den Fokus der �ffentlichen Banken sieht die V�B-Hauptgesch�ftsf�hrerin heute mehr denn je bei der Finanzierung von Investitionen in neue, zukunftsf�hige Branchen und in Infrastrukturfinanzierungen wie Erneuerbare Energien oder den Breitbandausbau. Buchholz: "Unsere Mitgliedsinstitute entlasten die Haushalte von Bund, L�ndern und Kommunen -und tragen damit zu Einhalten der Schuldenbremse bei."

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May 21, 2014 05:30 ET (09:30 GMT)

DJ pressetext.de: V�B-Fr�hjahrs-Pressekonferenz 2014 -2-

Liane Buchholz: "Der V�B wird seine Arbeit entsprechend der ver�nderten 
Rahmenbedingungen f�r die Banken in Europa anpassen. Heute ist der Verband nicht 
mehr durch drei S�ulen der Mitgliedsgruppen gepr�gt, sondern ein Verbund 
�bergreifender Interessen, beispielsweise bei der EZB-Aufsicht. Dieses 
ver�nderte Umfeld hat zur Folge, dass sich der V�B, der keine Pflicht-, sondern 
freiwillige Mitglieder hat, strategisch weiterentwickeln und noch viel st�rker 
als bisher als Dienstleister mit konkretem Mehrwert aufstellen muss." 
 
Nach der laufenden Bestandsaufnahme soll die k�nftige strategische Ausrichtung 
der Mitgliederversammlung im November 2014 vorgestellt werden. 
 
�ber den V�B 
Der Bundesverband �ffentlicher Banken Deutschlands, V�B, ist ein Spitzenverband 
der deutschen Kreditwirtschaft. Er vertritt die Interessen von 65 Mitgliedern, 
darunter die Landesbanken sowie die F�rderbanken des Bundes und der L�nder. Die 
Mitgliedsinstitute des V�B repr�sentieren mit �ber 1,67 Milliarden Euro 22 
Prozent der Bilanzsumme des deutschen Bankenmarktes (Gesch�ftsjahr 2013). Mit 
knapp 76.000 Besch�ftigten nehmen die �ffentlichen Banken ihre Verantwortung f�r 
Mittelstand, Unternehmen, die �ffentliche Hand und Privatkunden wahr und sind in 
allen Teilen Deutschlands fest in ihren Heimatregionen verwurzelt. Mit 46 
Prozent sind die V�B-Mitgliedsbanken Marktf�hrer bei der Kommunalfinanzierung 
und stellen zudem rund 23 Prozent aller Unternehmenskredite in Deutschland zur 
Verf�gung. 
 
Weitere Informationen unter http://www.voeb.de 
 
(Ende) 
 
Aussender: Bundesverband �ffentlicher Banken Deutschlands, V�B 
Ansprechpartner: Dominik Lamminger 
Tel.: +49/30/8192-162 
E-Mail: presse@voeb.de 
Website: www.voeb.de 
 
Quelle: http://www.pressetext.com/news/20140521022 
 
� pressetext Nachrichtenagentur GmbH http://www.pressetext.com
 -Die 
inhaltliche Verantwortung f�r redaktionelle Meldungen (pte) liegt bei 
pressetext, f�r Pressemitteilungen (pts) beim jeweiligen Aussender. Weitere 
Informationen erhalten Sie bei unserem Redaktionsservice unter 
info@pressetext.com oder Tel. +43-1-81140-300. 
 
 

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May 21, 2014 05:30 ET (09:30 GMT)



 

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