Exklusive Studie: Österreichischer Dachfondsmarkt wieder im Aufwind - Fondsnews


11.10.19 13:00
Meldung
 
Wien (www.fondscheck.de) - Österreichs Dachfondsanbieter dürfen aufatmen, so die Experten von "FONDS professionell".


Nach dem außerordentlich holprigen Börsenjahr 2018 hätten die Portfolios im ersten Halbjahr 2019 wieder einen Volumenszuwachs in Höhe von 2,36 Milliarden Euro verzeichnen können, wodurch der Volumensrückgang des Jahres 2018 von 3,91 Milliarden Euro fast neutralisiert worden sei.

Damit sei auch die seit vier Jahren laufende Aufholjagd wieder eingeläutet: Erst Ende 2017 habe diese Fondsklasse mit einem verwalteten Vermögen von 41,16 Milliarden Euro endlich wieder das Vorkrisenniveau des Jahres 2007 erreicht.

Die wichtigsten Ergebnisse der aktuellen Dachfondsstudie im großen Überblick:

Das eingesammelte Volumen: "FONDS professionell" vs. VÖIG
Im ersten Halbjahr 2019 hätten die österreichischen Dachfonds Nettomittelzuflüsse in Höhe von 2,36 Milliarden Euro verzeichnet, wodurch der Volumensrückgang des Jahres 2018 von 3,91 Milliarden Euro fast habe neutralisiert werden können. Im ersten Semester 2018 hätten die österreichischen Dachfondslenker im Rahmen der von "FONDS professionell" halbjährlich durchgeführten Dachfonds-Studie bereits 2,37 Milliarden Euro Volumen abgeben müssen. In der zweiten Jahreshälfte habe ein Minus von 1,54 Milliarden Euro zu Buche geschlagen.

Das von der Redaktion analysierte Dachfondsvolumen übersteige mit 39,59 Milliarden Euro das von der VÖIG angegebene Volumen (30,86 Mrd. Euro), da auch Einzeltitelfonds und PIFs, die in Fremdfonds investieren würden, berücksichtigt und Dachfonds bereits ab einem Subfonds-Anteil von 50 Prozent erfasst würden.

Die größten Dachfondsanbieter im Vergleich
Zum Dachfondsvolumen trage weiterhin die Erste Asset Management mit 9,14 Milliarden Euro (nach 8,45 Milliarden Euro Ende 2018) den größten Anteil bei. Dahinter rangiere Amundi Austria, die nach der Übernahme von Pioneer Investments Austria 7,49 Milliarden Euro zum Dachfondsvolumen beitrage. Damit seien die Assets im Halbjahresvergleich um 555 Millionen Euro gestiegen.

Dann folge unverändert die Raiffeisen KAG, die mit einem Volumen von 5,91 Milliarden Euro gegenüber der Studie im Dezember ein Plus von 420 Millionen Euro verzeichnet habe. Die Kepler-Fonds KAG auf dem vierten Platz habe Abflüsse von 381 Millionen Euro auf 5,14 Milliarden Euro hinnehmen müssen. Die Gutmann KAG habe Einbußen von 58 Millionen Euro gemeldet und rangiere mit 2,92 Milliarden Euro weiterhin auf Rang fünf.

Das Dachfondsvolumen nach Fondskategorien
Aktienfonds, die mit 14,42 Milliarden Euro (40,02% Ende 2018) des ausgewerteten Volumens stelle, hätten gegenüber der letzten Studie deutliche Zuflüsse verzeichnet und seien nunmehr zu 42,44 Prozent (40,02% Ende 2018) in den Dachfonds gewichtet. Anleihenfonds seien mit 17,53 Milliarden Euro zu 51,60 Prozent (nach 41,52%) in den österreichischen Dachfonds vertreten.

Insgesamt sei für die Fondsgruppen-Einteilung ein Volumen von 33,98 Milliarden Euro ausgewertet worden.

Fondsgruppen-Universum des Dachfondsmarkts
Die Abbildung der Experten stelle das gesamte Dachfondsvolumen als Portfolio dar. Auf der Aktienseite seien Aktien global, Nordamerika und Europa am stärksten gewichtet.

Bei den gemischten Anleihen würden besonders globale Produkte und Emerging-Markets-Produkte von den Dachfondsmanagern eingesetzt. Bei Staatsanleihen seien Euroland und Emerging Markets gefragt. Die Zuteilung der Fonds basiere auf den Daten von Mountain-View.

So würden sich in- und ausländische Subfonds-KAGs den Markt teilen
Das von "FONDS professionell" erhobene Dachfondsvolumen von 39,59 (37,25) Milliarden Euro stecke zu 48,62 (48,58) Prozent in inländischen und zu 51,38 (51,42) Prozent in ausländischen Subfonds. Insgesamt würden Fonds von zwölf inländischen und 195 (207) ausländischen KAGs zum Einsatz kommen, das seien zwölf Fondsgesellschaften weniger als bei der vergangenen Studie.

Ausländische Anbieter würden mehr als 50 Prozent zum Volumen beisteuern
Österreichs Dachfondsmanager hätten in der Krise erstens den Kreis der internationalen Anbieter, die in österreichischen Dachfonds zum Einsatz kommen würden, erhöht und zweitens auch das Volumen der Drittanbieter signifikant gesteigert. Während Ende 2009 179 ausländische Subfondslieferanten in österreichischen Dachfonds zum Einsatz gekommen seien, seien es aktuell 195 Unternehmen.

Dabei hätten die ausländischen Investmenthäuser ihren Anteil von etwa 33 auf inzwischen 51,38 Prozent des österreichischen Dachfondsvolumens ausweiten können. Die Entwicklung stellt unseren Dachfondsanbietern ein gutes Zeugnis aus, denn sie legt nahe, dass in all den Jahren kontinuierlich an der Verbesserung der Produkte gearbeitet wurde, so die Experten von "FONDS professionell".

Die größten ausländischen Zielfondsanbieter im Überblick
Die Experten würden die Entwicklung der größten ausländischen Subfondsanbieter grafisch darstellen. Die Liste werde, wenig überraschend, weiterhin von der Blackrock-ETF-Tochter iShares angeführt: Sie stelle mit einem Volumen von über 3,34 Milliarden Euro den größten ausländischen Subfondsanbieter. Die passive Schiene von Amundi habe ein Plus von 421 Millionen Euro verzeichnet und damit erstmals die Eine-Milliarde-Euro-Grenze geknackt.

Damit habe sich Amundi ETF auf den zweiten Rang geschoben und die DWS-Konkurrenz Xtrackers auf Platz drei verwiesen. Die Tochter der Deutschen Bank habe aber ebenso zulegen können und bringe dank eines Zuwachses von 121 Millionen Euro wieder mehr als eine Milliarde Euro auf die Waage. Dahinter habe sich mit Schroders wieder ein aktiver Anbieter positioniert.

Aktive vs. passive Fonds
Weil der Aktienfondsanteil bei passiven Fonds besonders groß sei, sei der Siegeszug der ETFs zuletzt wieder fortgesetzt worden. Das Volumen der passiven Fonds sei gegenüber der Studie zur Jahresmitte um 16,03 Prozent auf 7,26 Milliarden Euro gestiegen. Gemessen am ETF-Volumen hätten Aktienfonds ein Plus von 665 Millionen auf 3,73 Milliarden Euro verzeichnet.

Auch Anleihen seien um 278 Millionen Euro auf 2,87 Milliarden Euro gestiegen. Das ETF-Volumen sei seit 2008, als es erstmals im Rahmen der Studie gesondert ausgewertet worden sei, aber um stattliche 628 Prozent gestiegen.

Die Anzahl der Subfondsanbieter
Die Abbildung der Experten zeige die Anzahl der in- und ausländischen Subfondslieferanten gesamt. In der aktuellen Studie hätten sich mit 212 Anbietern 14 Häuser weniger in der Studie wieder gefunden. Bereits im zweiten Semester 2018 sei die Anzahl der Zielfondsanbieter um 14 Firmen gesunken. Bedenke man aber, dass bei der ersten Dachfonds-Studie Ende 2001 gerade einmal 80 Anbieter in den österreichischen Dachfonds vertreten gewesen seien, sei die Anzahl der Subfonds-KAGs dennoch stark gestiegen. (11.10.2019/fc/n/s)


 

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