Großer Sparplan-Check: Diese Europa-Aktienfonds sind wahre Schätze - Fondsnews


13.02.19 14:30
Meldung
 
Wien (www.fondscheck.de) - Eurokrise, Griechenland-Desaster, Brexit: Anleger von Europa-Aktienfonds wurden in der vergangenen Dekade auf harte Geduldsproben gestellt, so die Experten von "FONDS professionell".


Im vierten Teil der Sparplan-Serie zeige FONDS professionell ONLINE, wie die besten Portfolios abgeschnitten hätten und wie sich die Fondsmanager positionieren würden.

Anleger, die für ihren Sparplan einen europäischen Aktienfonds gewählt hätten, hätten es in den vergangenen zehn Jahren nicht gerade leicht gehabt: An der Eurokrise habe die Staatengemeinschaft zwischenzeitlich zu zerbrechen gedroht, Griechenland habe angesichts horrender Schulden am Rande des Abgrunds gestanden, und die Briten würden immer noch mitten in den Verhandlungen über ihren Austritt aus der Europäischen Union stecken. Noch dazu habe das wackelige Börsenjahr 2018 tiefe Kerben in den Renditeresultaten der Sparplanfonds hinterlassen.

Wer seit Anfang 2009 monatlich jeweils 100 Euro in die Fondskategorie eingezahlt habe, habe der jüngsten Sparplan-Wertentwicklungsstatistik des Branchenverbands BVI zufolge per Ende 2018 zu seinen eingezahlten 12.000 durchschnittlich 2.139 Euro dazuverdient. Das entspreche immerhin einer Performance von 3,2 Prozent pro Jahr - interne Fondskosten und alle zwischenzeitlich anfallenden Ausgabeaufschläge bereits mitberücksichtigt. Zum Vergleich: Sechs Monate zuvor hätte ein Zehn-Jahres-Sparplan auf dieser Fondskategorie fußend einen Investorenlohn von 4.834 Euro oder 6,6 per annum erwirtschaftet. Und Ende 2017 wären es im Duchschnitt sogar 5.350 Euro gewesen.

Dennoch würden sich einige europäische Aktienfonds entdecken lassen, die ihre Konkurrenten weit hinter sich gelassen und ihren Anlegern einen überdurchschnittlichen Geldsegen beschert hätten. FONDS professionell ONLINE habe die jüngste Auswertung des Branchenverbands per 31. Dezember 2018 unter die Lupe genommen und genau nach solchen Sparplan-Spitzenreitern gestöbert: Die Experten würden im vierten Teil ihrer siebenteiligen Serie nicht nur zeigen, was Anleger bei einer monatlichen Einzahlung von jeweils 100 Euro auf zehn Jahre gerechnet mit den besten Portfolios der Kategorie "Aktienfonds Europa" hätten verdienen können. Auch, wie die Manager die renditestärksten Produkte derzeit aufgestellt hätten.

Was sei in zehn Jahren aus monatlich 100 Euro geworden? Diese Europa-Aktienfonds hätten Anlegern laut Sparplan-Daten des BVI am meisten Geld eingebracht:

Platz 1: INVESCO Europa Core Aktienfonds (ISIN DE0008470337 / WKN 847033 )
Der absolute Sparplan-Spitzenfonds in der Kategorie Aktien Europa bleibe unverändert der 1991 lancierte INVESCO Europa Core Aktienfonds. Breit gestreut würden die Fondslenker größtenteils in Konsumgüter, IT/Telekommunikation und Energie investieren. Laut BVI-Berechnung habe das Sparplanern binnen zehn Jahren 5.187 Euro zusätzlich eingebracht - zur Jahresmitte 2018 wären es allerdings noch 8.726 Euro gewesen.

Platz 2: UniDynamicFonds: Europa (ISIN LU0096427066 / WKN 989807 )
Von Platz fünf auf den zweiten Rang emporgerückt sei der UniDynamicFonds: Europa in den vergangenen sechs Monaten. Ein Investorenlohn von stolzen 4.474 Euro mache es möglich. Auch hier stünden vor allem Firmen, die in den Bereichen Konsumgüter oder IT beziehungsweise Telekommunikation ihre Geschäfte tätigen würden, auf dem Einkaufszettel des Portfolioverwalters ganz oben.

Platz 3: Metzler European Growth (ISIN IE0002921868 / WKN 987736 )
Auf Platz drei finde sich der Metzler European Growth wieder, der seinen Sparplan-Anlegern bei diesem Ranking einen Geldsegen von 3.909 Euro beschert und damit gegenüber dem Halbjahresranking zwei Plätze gutgemacht habe. Dazu würden die Fondsmanager Heiko Veit und Philipp Struck auf vielversprechende Titeln aus den Bereichen Konsumgüter und Informationstechnologie beziehungsweise Telekommunikation setzen.

Platz 4: Allianz Wachstum Europa (ISIN DE0008481821 / WKN 848182 )
Die Investmentsparte der Allianz sei mit dem Allianz Wachstum Europa ein weiteres Mal in diesem Ranking zu finden, verpasse damit aber knapp das Siegertreppchen. Das Portfolio wiege immerhin eine knappe Milliarde Euro und werde von Thorsten Winkelmann und Robert Hofmann gesteuert. Wer den Fonds in den letzten zehn Jahren mit monatlich 100 Euro gefüttert habe, dessen angesparte 12.000 seien auf 15.841 Euro angewachsen. Vor sechs Monaten sei das Portfolio noch auf Rang zwei vertreten gewesen.

Platz 5: Deka-EuropaSelect (ISIN DE0009786186 / WKN 978618 )
Das Fondsmanagement des Deka-EuropaSelect setze ebenfalls auf Konsumgüter. Das Portfolio habe laut der BVI-Sparplanstatistik im Zeitraum von zehn Jahren 3.809 Euro zusätzlich abgeworfen.

Platz 6: DWS LowVol Europe (ISIN DE000DWS17M4 / WKN DWS17M )
Rang sechs belege die DWS mit ihrem LowVol Europe, bei dem sich die angesparten 12.000 Euro immerhin auf 15.695 Euro vermehrt hätten. Basiskonsumgüter, Finanzfirmen und Anteilscheine aus dem Gesundheitswesen würden hier zu den Top-Branchen zählen.

Platz 7: UniEuropa -net- (ISIN DE0009750232 / WKN 975023 )
Union Investment sei mit dem UniEuropa -net- ebenfalls in den Top-Ten-Sparplanfonds der Kategorie Europa-Aktien vertreten. Wer das Portfolio über zehn Jahr monatlich mit 100 Euro bespart habe, sei heute um 3.468 Euro reicher. Das Fondsmanagement investiere sehr ausgewogen in die Bereiche Finanzen, Industrie, Informationstechnologie oder Konsumgüter.

Platz 8: Oddo BHF Algo Europe (ISIN DE0008478181 / WKN 847818 )
Oddo BHF lande mit dem Algo Europe auf dem achten Platz. Bei diesem Rechenbeispiel hätten die Fondsmanager Carsten Große-Knetter und Thierry Misamer für ihre Sparplan-Anhänger immerhin 3.202 Euro hinzu erwirtschaftet, das seien 4,62 Prozent pro Jahr. Auf er Suche sei das Portfolioteam vor allem nach vielversprechenden Titel aus dem Bereich Konsumgüter.

Platz 9: Nürnberger Euroland (ISIN DE0008471228 / WKN 847122 )
Der Nürnberger Euroland werde ebenfalls von Allianz Global Investors betreut. Fondsmanager Ralf Walter setze wie sein Kollege Schröter bevorzugt auf Finanzunternehmen und habe etwa die Allianz SE als einer seiner größten Titel im Portfolio vertreten. Mit dieser Taktik seien aus den 12.000 angesparten Euro binnen zehn Jahren 15.124 Euro geworden.

Platz 10: Allianz Vermögensbildung Europa (ISIN DE0008481813 / WKN 848181 )
Allianz GI-Fondsmanager Andreas Schröter lande mit seinem Allianz Vermögensbildung Europa bei dieser Auswertung auf Rang zehn. Für seine treuen Sparplan-Anleger habe er in den vergangenen zehn Jahren ein Plus von 2.994 Euro erwirtschaftet - oder 4,30 Prozent per annum. Besonders stark investiert sei Schröter derzeit in Finanzfirmen, etwa in die Münchener Rückversicherung. (13.02.2019/fc/n/s)


 

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