Wien (aktiencheck.de AG) - Der
M&G EUROPEAN CORPORATE BOND Fund (
ISIN GB0032178856 /
WKN 157024 ), gemanagt von Stefan Isaacs, hat per Stand Ende November 2009 ein Fondsvolumen von über eine Milliarde Euro erreicht, so die Experten von "FONDS professionell".
Zudem habe der Fonds eine deutlich bessere Rendite erzielt als seine Vergleichsgruppe, der im Morningstar Fixed Income EUR-Corporate abgebildete Sektordurchschnitt. Über ein, drei und fünf Jahre sowie seit Übernahme des Fondsmanagements durch Stefan Isaacs gehöre der Fonds jeweils zum ersten Quartil und liege zudem seit der Auflegung am 13. Januar 2003 auf Platz zwei seines Sektors (Anteilsklasse C in Euro, Wiederanlage des Bruttoertrags, Stand: 31. Dezember 2009).
Seit März 2007, seitdem Isaacs den Fonds manage, hätten die Anleihenmärkte eine Reihe von fast beispiellosen Ausnahmesituationen erlebt. Trotzdem habe Isaacs die Auswirkungen der Finanzkrise durch vier entscheidende Maßnahmen minimieren können, so dass der Fonds auch in dieser schwierigen Zeit eine sehr gute Wertentwicklung geliefert habe.
- Erhöhung der Duration: So sei der Fondsmanager erstens im Sommer 2007 vor dem Hintergrund der sich abzeichnenden Immobilienkrise von sinkenden Zinsen ausgegangen und habe die Duration von -0,7 Jahre auf 0,5 Jahre erhöht. Dadurch habe er die Sensibilität des Fonds gegenüber Zinsveränderungen erhöht, da die Zentralbanken seiner Ansicht nach schnell zu Zinssenkungen zwecks Konjunkturstützung würden greifen müssen. Von dem damit zu erwartenden sinkenden Renditen bei Staatsanleihen habe der Fonds dann optimal profitieren können. Bei Ausbruch der Kreditkrise habe sich die lange Duration als hilfreich erwiesen, da die Renditen ab der zweiten Hälfte von 2007 und bis in das Jahr 2008 hinein zurückgegangen seien.
Die lange Duration sei im gesamten Jahresverlauf 2008 beibehalten worden. Obwohl die Renditen Anfang des Sommers infolge von Inflationsängsten kurzzeitig wieder angestiegen seien, habe diese Ausrichtung im zweiten Halbjahr 2008 wesentlich zur Wertsteigerung beigetragen, da die Renditen von Staatsanleihen ab dem Sommer nach schnellen Leitzinssenkungen stark angezogen hätten.
- Erhöhung des Kredit
Ratings: Ebenfalls bereits im Jahr 2007 habe der Fondsmanager zunehmend Bedenken gehabt, dass der Markt das Risiko von vielen Finanzwerten und insbesondere von Bankenanleihen unterschätzt habe. Dementsprechend habe er das durchschnittliche Kreditrating erhöht und somit das Kreditrisiko des Portfolios reduziert. Entscheidend sei hierbei die starke Untergewichtung von Finanzwerten gewesen, insbesondere von nachrangigen Bankenanleihen, die die anschließenden Turbulenzen des Finanzsektors mit voller Wucht zu spüren bekommen hätten.
- Umstrukturierungen im Depot: Isaacs habe diese Ausrichtung während der gesamten Finanzkrise beibehalten, also von Ende 2007 bis Anfang 2009. Anschließend habe er das Portfolio auf eine etwas kürzere Duration ausgerichtet, da er angesichts der geplanten hohen Anzahl an Emissionen von Staatsschuldtiteln Kursrückgänge befürchtet habe. Weltweit hätten die Regierungen umfangreiche Konjunkturprogramme zur Ankurbelung der Wirtschaft angekündigt, die sie durch die Ausgabe von Staatsanleihen finanziert hätten. Bei der schrittweisen Einstellung dieser außergewöhnlichen Unterstützungsmaßnahmen würden die Renditen bei Staatsanleihen steigen, da die Nachfrage nach der immer größeren Zahl an neu emittierten Staatsschuldtiteln nachlassen würde.
- Gezielte Titelauswahl: Als die Kurse von Unternehmensanleihen Anfang 2009 auf ein neues Rekordtief gefallen seien, sei das Kreditrisiko des Portfolios allmählich wieder erhöht worden. Hierzu habe der Fondsmanager aus den vielen nicht zum Finanzsektor gehörenden Neuemissionen jeweils die besten Titel ausgewählt, die eine wesentliche Outperformance erzielt hätten. Im späteren Jahresverlauf habe er dann wieder in ausgewählte Bankentitel investiert, da einige der von großen Universalbanken begebenen Anleihen seiner Ansicht nach attraktive Wertschöpfungsmöglichkeiten geboten hätten.
"Die Kreditspreads dürften sich weiter verengen", meine Isaacs. Historisch gesehen seien Unternehmensanleihen immer noch günstig bewertet und würden Anleger gegenüber einer vergleichbaren Geldmarktanlage mit einer guten Rendite belohnen. "Auch wenn das Konjunkturumfeld problematisch bleibt, bewerte ich den Unternehmensanleihenmarkt positiv und erwarte für 2010 weitere Kursgewinne, die allerdings bescheidener ausfallen dürften", resümiere Issacs. (25.01.2010/fc/n/s)