Boston (aktiencheck.de AG) - Baring Asset Management (Barings) hat heute einen neuen Emerging Markets Fonds aufgelegt: den Baring MENA Fund (
ISIN IE00B63QVB47 /
WKN A0YKHX), so das Unternehmen in der aktuellen Pressemitteilung.
Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der Pressemitteilung:
Der Fonds wird aktiv unter Verwendung eines Bottom-up-Ansatzes verwaltet. Die Anlagephilosophie beruht auf dem Motto "Wachstum zu einem angemessenen Preis". Das Fondsportfolio wird voraussichtlich aus 20 bis 50 Aktien bestehen. Als Benchmark dient der MSCI Arabian Markets ex Saudi Arabia Index. Der Baring MENA Fund wird als offene Investmentgesellschaft (Open Ended Investment Company (OEIC)) mit Sitz in Dublin, Irland, eingerichtet. Es wird ein Ausgabeaufschlag von 5% (max.) sowie eine jährliche Verwaltungsgebühr von 1,5% erhoben.
Nach Ansicht von Barings bietet die MENA-Region (Middle East and North Africa/Mittlerer Osten und Nordafrika) mit die besten Anlagechancen weltweit. Grund sind eine junge und wachsende Bevölkerung, das Engagement im Auf- und Ausbau einer erstklassigen Infrastruktur sowie der Reichtum an Rohstoffen. Hinzu kommt, dass die jüngst in der Region zu beobachtende Volatilität jetzt den Zeitpunkt für eine günstige Gelegenheit markieren könnte, die niedrigen Bewertungen auszunutzen.
Fondsmanagerin Dr. Ghadir Abu Leil-Cooper erläutert: "Die MENA-Region bringt eine Reihe wichtiger Faktoren mit, die für Wirtschaftswachstum und starke Renditen sorgen. Anleger sollten sich jedoch darüber im Klaren sein, dass Erfahrung und aktives Management erforderlich sind, um hohe Renditen zu erzielen. Unsere Analyse der 32 MENA-Fonds zeigt, dass die Renditespanne zwischen der besten und der schlechtesten Wertentwicklung über einen Zeitraum von einem Jahr zwischen 75,6% und -6,6% liegt."
Zu Beginn investiert der Baring MENA Fund über Anlagen in so genannte P-Notes (Participatory Notes) und Swaps vorwiegend in Ägypten, den Vereinigten Arabischen Emiraten, Katar, der Türkei sowie Saudi-Arabien. Das Portfolio weist eine hohe Gewichtung in Bezug auf Finanztitel auf, da die Finanzbranche der größte Einzelsektor in der Region ist. Dr. Leil-Cooper ist derzeit optimistisch im Hinblick auf den Konsum- und Industriesektor sowie das Gesundheitswesen und ist wegen des erheblichen Wachstumspotenzials bei Hypotheken- und Versicherungsprodukten sowie im Islamic und Investment Banking an der Bankenbranche interessiert. Sie sieht zudem gute Chancen bei Infrastruktur- Anlagen, da die Wachstumsperspektiven für diesen Sektor vielversprechend sind.
Dr. Ghadir Abu Leil-Cooper erklärt: "Es gibt sehr gute Gründe, in die MENA-Region zu investieren. Die Wachstumsraten werden in den nächsten Jahren wahrscheinlich deutlich steigen, getragen von Verbraucherausgaben und Investitionen in die Infrastruktur sowie einer Erholung der Öl- und Gaspreise. Darüber hinaus stehen die Aktienmärkte in der Region noch am Anfang ihrer Entwicklung und wurden erst vor kurzem für ausländische Investoren geöffnet, sodass hier noch herausragende neue Anlagechancen zu entdecken sind. Eine Anlage in die MENA-Region dürfte für attraktive Renditen sorgen und zudem eine wertvolle Quelle für die Diversifizierung eines Portfolios darstellen."
Barings verweist auf das Bevölkerungswachstum in der MENA-Region als Hauptantriebsfaktor für das Wirtschaftswachstum. Dr. Ghadir Abu Leil-Cooper erläutert: "Im Vergleich zu den westlichen Industrienationen sind die Menschen in den MENA-Staaten jünger und die Bevölkerung wächst schneller, woraus sich ein positiver Effekt für die wirtschaftliche Entwicklung der Region ergibt. Ägypten beispielsweise hat eine Bevölkerung von ca. 75,5 Millionen Menschen, von denen 32,3%, also über 24 Millionen, unter 14 Jahren sind. Da mehr und mehr Menschen in die Arbeitswelt eintreten, vergrößert sich die Mittelklasse und die Durchdringung mit Krediten steigt. Ausgehend davon rechnen wir mit einem starken Anstieg bei den Verbraucherausgaben."
Nach Aussage von Dr. Ghadir Abu Leil-Cooper haben die Mitgliedstaaten des Golf-Kooperationsrates in den letzten paar Jahren einen maßgeblichen Teil ihrer Einnahmen für den Auf- und Ausbau einer erstklassigen Infrastruktur verwendet oder planen, dies zu tun. Diese Strategie trägt dazu bei, den ölexportierenden Ländern weitere wirtschaftliche Standbeine und damit bessere Voraussetzungen für künftiges Wachstum zu verschaffen.
Dr. Ghadir Abu Leil-Cooper fügt hinzu: "Der politische Imperativ, Arbeitsplätze zu schaffen, dürfte bestehende Urbanisierungs- und Industrialisierungstrends noch beschleunigen. Da immer mehr Menschen einen Arbeitsplatz in den Städten benötigen, gehen wir von einem weiteren Ausbau der Infrastruktur und steigenden Verbraucherausgaben aus."
Dr. Ghadir Abu Leil-Cooper schätzt die Region zudem wegen ihres Reichtums an Rohstoffen. Die MENA-Region verfügt über zwei Drittel der weltweiten Ölreserven und 45% der weltweiten Erdgasreserven. Damit spielen Rohstoffe eine wichtige Rolle für die Region. Katar, Saudi-Arabien, Kuwait, Oman und die Vereinigten Arabischen Emirate sind bedeutende Exportnationen für Öl, Gas und Mineralölen.
Angesichts der gewichtigen Staatsfonds, über die die MENA-Staaten verfügen, stehen der Region große Liquiditätsüberschüsse für den Einsatz an den Heimatmärkten zur Verfügung, sodass nach Angaben von Dr. Ghadir Abu Leil-Cooper kaum Bedarf für externe Finanzierung besteht.
Im Hinblick auf die Liquiditätslage in der Region äußert Dr. Ghadir Abu Leil-Cooper: "Der weltweite Konjunkturabschwung ging zwar von den westlichen Ländern aus, hinterließ aber auch in den ölexportierenden Ländern seine Spuren. Die weltweite Finanzkrise führte zu einem Rückgang des Ölpreises von einem Höchststand von über USD 140 je Barrel im Juli 2008 auf unter USD 40 je Barrel im Dezember 2008. Damit hat sich die Liquidität im Nahen Osten stark verringert und die Entwicklung in einigen zyklischen Sektoren erheblich verlangsamt. Die meisten dieser Länder waren indes bei Ausbruch der Krise finanziell solide aufgestellt. Sie konnten auf hohe Leistungsbilanzüberschüsse zurückgreifen und hatten Reserven in hohem Umfang angehäuft. Dies verschaffte den jeweiligen Entscheidungsträgern in der Region ausreichend Spielraum für eine expansive Geldpolitik, um die Auswirkungen des Abschwungs abzufedern."
Des Weiteren zieht die Region verstärkt die Aufmerksamkeit ausländischer und institutioneller Investoren auf sich, was nach Angaben von Dr. Ghadir Abu Leil-Cooper zu der geringen Korrelation der MENA-Region mit den Märkten anderer Schwellenländer wie Asien und Lateinamerika beiträgt.
Nach Ansicht von Dr. Ghadir Abu Leil-Cooper bietet der jüngste Rückgang an den MENA-Märkten eine herausragende Chance für einen Einstieg, um von den langfristigen Wachstumsperspektiven der Region bei deutlich niedrigerem Einstiegsniveau zu profitieren.
Marino Valensise, Chief Investment Officer bei Barings, sagt: "Der Baring MENA Fund bietet den Anlegern Zugang zu einigen der dynamischsten Anlagegelegenheiten, die in dieser Region zu finden sind, während gleichzeitig großer Wert auf ein umsichtiges Risikomanagement gelegt wird. Wir können auf eine lange Erfolgsgeschichte mit herausragenden Renditen bei unseren EMEA-Produkten (Eastern Europe, Middle East and Africa/Osteuropa, Naher Osten und Afrika) zurückblicken. Der Baring MENA Fund stellt eine natürliche Ergänzung unserer Kernkompetenzen in der EMEA-Region dar." (29.03.2010/fc/n/n)