Wien (aktiencheck.de AG) - Die Aktienfondsreihe Quantitative Equity Products (QEP) ist etwas Besonderes für Schroders: In so gut wie allen anderen Aktienfonds von Schroders spielt das fundamentale Research im Investmentprozess eine große Rolle, berichten die Experten von "e-fundresearch.com".
Bei QEP dominiere die quantitative
Analyseden gesamten Prozess von der Vorauswahl über die eingehendere Analyse bis zur Auswahl der Werte für das Portfolio. Diese innovativen Fondslösungen würden die Abhängigkeit von Vergleichsindices vermeiden, die vielfältige Nachteile mit sich bringe. So seien in manchen Indices bestimmte Branchen oder Länder überproportional vertreten, was zu einem Konzentrationsrisiko führe.
Gleiches gelte für die Übergewichtung großer Konzerne, die wegen ihrer Marktkapitalisierung stark in Indices vertreten seien, während ihre Wertentwicklung häufig unterdurchschnittlich ausfalle. Dem Anlageerfolg abträglich sei zudem der Umstand, dass Unternehmen in Indices aufgenommen würden, wenn sie erfolgreich seien, aber herausfallen, wenn sie längere Zeit an Wert verlieren würden. Indexanleger würden deshalb oft teuer einsteigen und billig verkaufen.
Diese Nachteile würden nicht nur rein passiv arbeitende Exchange Traded Funds (ETFs) betreffen, die aufgrund ihrer Kostenbelastung zudem niemals den nachgebildeten Index übertreffen könnten. Auch aktive Manager, deren Anlageuniversum sich auf Aktien aus Vergleichsindizes beschränke, könnten das begehrte "Alpha" nur durch eine Konzentration auf bestimmte Werte erreichen. Dies könne zwar Extrarenditen bringen, doch wenn die konzentrierten Wetten fehlschlagen würden, würden Verluste gegenüber dem Index drohen. Ein Index sollte daher allenfalls zum Vergleich dienen, aber nicht als Grundlage für den Aufbau eines Portfolios.
Schroders habe mit dem QEP-Konzept einen neuen, innovativen Management-Ansatz entwickelt, der von Vergleichsindices unabhängig sei. Beim Schroder ISF QEP Global Core (
ISIN LU0134338523 /
WKN 540965 ) beispielsweise analysiere und filtere das computerbasierte, quantitative Aktienprogramm täglich 15.000 Aktien aus über 40 Ländern nach Kriterien wie dem Umsatz, der Gewinn- und Dividendenrendite, der Cash-flow-Rendite und dem Kurs-Buchwert-Verhältnis.
Das obere Drittel des sich ergebenden Rankings diene als Anlageuniversum. Im nächsten Schritt überprüfe das Fondsmanagement fundamentale Kennzahlen der Aktien, zudem werde durch einen Blick auf bis zu 20 Jahre zurückreichenden Daten ermittelt, welche Faktoren überdurchschnittliche Wertentwicklung zur Folge gehabt hätten. Übergewichtungen würden durch eigene Richtlinien verhindert.
Die QEP-Sparte sei bei Schroders schon 1993 gegründet worden, das aktuelle Team unter der Leitung von Justin Abercrombie arbeite seit 1997 zusammen. Die QEP-Mannschaft verwalte über fünf Mrd. USD in verschiedenen Strategien und habe alleine im Jahr 2007 insgesamt 39 neue Mandate für Spezialfonds gewonnen. Ein Grund für den Erfolg sei, dass die QEP-Produkte den veränderten Anforderungen institutioneller Investoren und Dachfondsmanagern entgegenkämen.
Aufgrund der höheren Kosten aktiver Lösungen seien passive Mandate im institutionellen Sektor oder ETFs im Dachfondsmanagement in den vergangenen Jahren populär geworden. Schroders biete mit QEP aber eine Lösung an, die die Alpha-Chancen aktiven Managements mit den Kostenvorteilen passiver Lösungen verbinde. Nach Umbenennungen und der Einführung neuer Kostenstrukturen in der Anteilsklasse C im Jahr 2008 seien die QEP-Produkte mit 0,225 bis 0,275 Prozent jährlicher Verwaltungsgebühr sogar günstiger als vergleichbare ETFs, obwohl die QEP-Produkte die meisten ETFs und - bezogen auf das Kalenderjahr - auch die Vergleichsindices seit 1999 hätten schlagen können.
Derzeit stünden Investoren mit dem QEP Global Core, dem QEP US Core (
ISIN LU0215107854 /
WKN A0ERH7 ), dem QEP Global Active Value (
ISIN LU0203347892 /
WKN A0DM6W ) und dem QEP Global Quality (
ISIN LU0323591593 /
WKN A0M70Q ) vier QEP-Fonds zur Verfügung, die Erweiterung auf Japan und Asien im Rahmen des Umbrella-Fonds Schroder International Selection Fund (Schroder ISF) sei aber geplant.
"Mit der QEP-Produktlinie leistet Schroders einen innovativen Beitrag zum institutionellen Asset Management und Dachfondsmanagement", erkläre Achim Küssner, Schroders Geschäftsführer für Deutschland und Österreich. "Schroders profiliert sich damit als innovativer Asset Manager, der grundsätzlich zum aktiven Management steht." (06.02.2009/fc/n/s)