Negative Zinsen: Smart & Fair-Fonds ändert Regeln der Anlagestrategie - Fondsnews


09.10.19 16:00
Meldung
 
Frankfurt (www.fondscheck.de) - Als Reaktion auf das extreme Niedrigzinsumfeld ändert Universal-Investment die regelbasierte Anlagestrategie des von der Gesellschaft gemanagten Smart & Fair-Fonds (ISIN DE000A2H7NX5 / WKN A2H7NX ), so die Universal-Investment-GmbH in der aktuellen Pressemitteilung.
Näheres entnehmen Sie bitte dem Wortlaut der folgenden Pressemeldung:

Bei Neuanlagen verzichtet der Fonds nunmehr weitestgehend auf Prämien aus Laufzeitrisiken und Kreditrisiken von Unternehmensanleihen.

Der im März 2018 von Frank Wettlauffer für die Stiftung des entwicklungspolitischen Kinderhilfswerks terre des hommes und andere institutionelle Anleger initiierte Fonds, mit einer ursprünglichen Allokation von rund 70 Prozent nachhaltigen Anleihen und rund 30 Prozent nachhaltigen Aktien, soll systematische Risikoprämien erzielen. Durch eine regelbasierte - auf aktives Fondsmanagement verzichtende - "Buy and Hold"-Anlagestrategie sollten ursprünglich mit Aktien-Investments Risikoprämien aus Konjunkturrisiken, mit langlaufenden Anleihen Prämien aus Laufzeitrisiken und besonders mit Hochzinsanleihen Prämien aus Kreditrisiken erzielt werden.

"Wenn sich das Kapitalmarktumfeld nachhaltig ändert, müssen wir die Regeln anpassen", sagt Consultant Frank Wettlauffer, der das Fondskonzept, basierend auf seiner Analysevon Anlegerbedürfnissen, in Zusammenarbeit mit Universal-Investment erarbeitet hat. Neben der Rolle als KVG nimmt Universal-Investment für den Fonds auch die Rolle des Portfolio Managers ein. Aktuell managt die Gesellschaft Assets, in Spezialfonds und in für Fondsinitiatoren aufgelegte Publikumsfonds, in Höhe von rund 42 Milliarden Euro mit systematischen, regelbasierten Konzepten unter anderem für Overlay, Nachhaltigkeit, Small Caps oder Indexorientierung.

Auf weiter sinkende Zinsen und damit steigende Anleihekurse zu hoffen, wie dies viele aktive Manager machen, erachtet Wettlauffer angesichts negativer Renditen von zwischenzeitlich rund -0,7 Prozent für zehnjährige Bundesanleihen nicht nur als riskant, sondern als spekulativ. "Aus diesem Grund wird auf die vollständige Umsetzung der "Buy & Hold-Leiterstrategie" verzichtet, bis die Renditen für Langläufer wieder positiv sind. Wir verkürzen die Leiter, verteilen also neue Gelder nicht mehr gleichmäßig auf alle Laufzeitsegmente von ein bis zwölf Jahren, sondern machen bei fünf Jahren Schluss. Da Anleihen mit kürzeren Laufzeiten ähnliche Renditen aufweisen wie Langläufer, reduzieren wir die Laufzeitrisiken ohne entscheidende Renditeeinbußen", so Wettlauffer weiter.

Reduktion der Langläufer und Hochzinsanleihen als Reaktion auf Erwartung negativer systematischer Risikoprämien

Stiftungsfonds besticht durch rund 9,5 Prozent Rendite seit Auflage im März 2018

Die zu erwartenden negativen Risikoprämien führen auch zu der Entscheidung, die Kreditrisiken sukzessive zu reduzieren. Derzeit liegt die Risikoprämie der Unternehmensanleihen im Fonds bei rund 1,2 Prozent und befindet sich damit am unteren Ende der historischen Ausfallhäufigkeit vergleichbarer Anleihen. Somit gibt es keine systematische positive Prämie, welche über die Ausfallwahrscheinlichkeit hinaus das eingegangene Risiko kompensiert. "Dass diese geringe Risikoprämie nicht fundamental begründet ist, sondern es aufgrund des Anlagenotstands zu einer spekulativen Übertreibung kommt, erachte ich als wahrscheinlich. Viele Unternehmen haben sich hoch verschuldet, sodass bei einer konjunkturellen Eintrübung die Ausfälle und die Kreditrisikoaufschläge ansteigen werden. Daher ändern wir hier unseren regelbasierten Investmentprozess ab", erklärt Portfolio Manager Jens Olm von Universal-Investment.

Hohe Ausschüttung trotz verminderter Risiken

Durch die reduzierten Risiken verringert sich die laufende Rendite und Ausschüttung allerdings nur gering. Denn nicht nur die Risikoprämien sind sehr gering, sondern der Fonds hat auch dank des Verzichts auf teure Vertriebsstrukturen und klassisch aktivem Management eine niedrige Gesamtkostenbelastung von maximal 0,60 Prozent. Darüber hinaus liegt die Wertentwicklung des Fonds mit 9,53 Prozent seit Auflage an der Spitze vergleichbarer Stiftungsfonds. Im laufenden Jahr liegt die Wertentwicklung gar bei 11,98 Prozent (Stand: 30.09.2019).

Im Paket führen die niedrigen Kosten und die hohe Rendite zu den für Stiftungen so wichtigen Ausschüttungen. Von den in diesem Geschäftsjahr erwirtschafteten rund 2,5 Prozent, u. a. aus ordentlichen Erträgen, werden beim Smart & Fair-Fonds nur vergleichsweise geringe Kosten abgezogen, während die Kosten vergleichbarer Fonds oft rund 50 Prozent der Erträge aufzehren. "Damit kann ich trotz Risikoreduktion immer noch eine überdurchschnittliche Ausschüttungsrendite von rund 2 Prozent erwarten", sagt Ursula Gille-Boussahia, Vorstand der Gemeinschaftsstiftung terre des hommes.

Über Wettlaufer Wirtschaftsberatung

Die unabhängige Wettlauffer Wirtschaftsberatung mit Sitz in Berlin wurde speziell gegründet, um den diversen regulatorischen Anforderungen einer Fondsgründung zu genügen. Der geschäftsführende Gesellschafter, Frank Wettlauffer, verfügt über mehr als 30 Jahre Kapitalmarkterfahrung und kennt die Bedürfnisse kirchlicher Anleger und Stiftungen aus seiner Vertriebserfahrung bei Schweizer Banken. Nach seinem Ausscheiden aus dem aktiven Berufsleben berät er viele Anleger pro bono. Für den Smart & Fair-Fonds hat er gemeinsam mit Anlegern das Anlagekonzept entwickelt, die Fondspartner ausgewählt und dient als Ansprechpartner für Interessenten und Anleger. Frank Wettlauffer ist selbst in dem Smart & Fair-Fonds investiert.

Weitere Informationen unter www.wettlauffer.eu
und auf www.smart-und-fair-fonds.de

Über Terre des Hommes

Mit der 1998 gegründeten "Gemeinschaftsstiftung terre des hommes - Hilfe für Kinder in Not" sichert terre des hommes Teile der Projektarbeit auf Dauer finanziell ab. Die Gemeinschaftsstiftung ist seit dem 2. Januar 2019 eine rechtsfähige Stiftung und fördert die terre des hommes-Projektarbeit in vielen Bereichen. Darüber hinaus setzt sie Schwerpunkte mit ihren Themenfonds Traumahilfe, sauberes Wasser und Bildung . Neben Spenden, Vermächtnissen und Zustiftungen, können Stifterinnen und Stifter ihre eigene Stiftung unter dem Dach der terre des hommes-Stiftung ohne großen Aufwand gründen. Der Verein terre des hommes und die Gemeinschaftsstiftung terre des hommes bieten zahlreiche Möglichkeiten, um sich weltweit für benachteiligte Kinder zu engagieren. Beide ergänzen sich und setzen sich gemeinsam für eine Erde der Menschlichkeit ein, einer "terre des hommes". (09.10.2019/fc/n/s)


 

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