Google gelingt ein strategischer Doppelschlag: Ein Milliarden-Deal mit Meta über KI-Chips fordert den Marktführer Nvidia heraus, während in Südkorea eine jahrzehntealte regulatorische Hürde fällt. Doch die Quartalszahlen für 2025 offenbaren den wahren Preis der KI-Dominanz. Der Tech-Gigant plant für das kommende Jahr Ausgaben, die selbst die kühnsten Analystenschätzungen in den Schatten stellen.
Angriff auf die Chip-Dominanz
Ein Bericht von The Information sorgt für Aufsehen in der Halbleiterbranche: Der Facebook-Mutterkonzern Meta hat eine Vereinbarung über mehrere Milliarden Dollar unterzeichnet, um Googles eigene KI-Chips (TPUs) zu nutzen. Bisher dominierte Nvidia diesen Markt fast nach Belieben. Dass nun ein Tech-Schwergewicht wie Meta für das Training seiner nächsten KI-Modelle auf Google-Hardware setzt, ist ein klares Signal.
Google wandelt sich damit vom reinen Cloud-Anbieter zum direkten Hardware-Konkurrenten im Data-Center-Bereich. Ziel ist es, die TPUs nicht mehr nur über die Cloud zu vermieten, sondern direkt für die privaten Rechenzentren der Kunden verfügbar zu machen – ein direkter Angriff auf die Marktanteile von Nvidia.
Explodierende Kosten für die Zukunft
Untermauert wird dieser strategische Vorstoß durch starke operative Kennzahlen. Der Konzernumsatz kletterte im vierten Quartal 2025 um 18 Prozent auf 113,8 Milliarden US-Dollar. Besonders die Cloud-Sparte glänzte mit einem massiven Wachstum von 48 Prozent auf 17,7 Milliarden US-Dollar, getrieben durch die hohe Nachfrage nach KI-Infrastruktur.
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Doch das Wachstum hat seinen Preis, und dieser lässt Investoren aufhorchen. Für das Jahr 2026 kündigte das Management Kapitalausgaben (CapEx) zwischen 175 und 185 Milliarden US-Dollar an. Das ist fast eine Verdopplung gegenüber den 91,4 Milliarden US-Dollar aus 2025 und liegt weit über den Erwartungen der Wall Street, die eher mit 120 Milliarden US-Dollar gerechnet hatte.
Später Sieg in Südkorea
Auch auf regulatorischer Ebene verzeichnet Alphabet einen Erfolg. Nach fast 20 Jahren Streit erhielt Google von Südkorea die bedingte Erlaubnis, hochpräzise Kartendaten zu exportieren. Dies ermöglicht endlich vollwertige Navigationsdienste in einem Markt, der bisher aufgrund von Sicherheitsbedenken und strengen Datenauflagen von lokalen Anbietern wie Naver dominiert wurde. Für Google eröffnet sich damit ein wichtiges Feld für standortbezogene Werbung und die Integration von KI-Services im asiatischen Raum.
Die Quartalsdividende von 0,21 US-Dollar je Aktie wurde bestätigt und ist am 16. März 2026 zahlbar (Ex-Tag: 9. März). Entscheidend für die weitere Kursentwicklung wird jedoch sein, ob Alphabet beweisen kann, dass die massiven Investitionen in die Infrastruktur schnell genug profitable Erträge liefern, um die Margen trotz der enormen Kostenbelastung stabil zu halten.
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