Volkswagen Aktie: Investmentchancen bewerten

Der Verkauf der Industrietochter Everllence könnte Volkswagen über 8 Milliarden Euro einbringen und Liquidität für die E-Mobilität schaffen, während in den USA eine Klage die Elektromarke Scout Motors bedroht.

Kurz zusammengefasst:
  • Everllence-Verkauf erzielt Gebote von rund 8 Mrd. Euro
  • US-Klage gegen Vertriebsmodell der Elektromarke Scout
  • Elektroauto-Auslieferungen steigen um rund ein Drittel
  • Volkswagen erwartet stabile Umsätze, aber gedrückte Marge

Volkswagen liefert morgen die Geschäftszahlen für 2025 – doch die größte Überraschung kommt aus dem Verkaufsprozess der Industrietochter Everllence. Die Gebote übertreffen die Erwartungen um mehr als 30 Prozent. Gleichzeitig eskaliert in den USA der Streit um die neue Elektromarke Scout Motors.

Everllence-Auktion läuft besser als geplant

Der Verkauf der früheren MAN Energy Solutions nimmt Fahrt auf. Sechs Finanzinvestoren – darunter Blackstone, Brookfield Asset Management und EQT – haben vorläufige Gebote von rund 8 Milliarden Euro abgegeben. Ursprünglich hatte Volkswagen mit 5 bis 6 Milliarden Euro gerechnet.

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Everllence erwirtschaftete 2024 einen Umsatz von 4,3 Milliarden Euro bei einem operativen Ergebnis von 337 Millionen Euro. Das Geschäft mit Motoren und Kraftwerksturbinen gilt bei Investoren als robust. Volkswagen will nach dem Verkauf eine Minderheitsbeteiligung von 30 bis 40 Prozent behalten.

Die Erlöse aus der Transaktion würden dem Konzern dringend benötigte Liquidität für die Elektrifizierung verschaffen. Der Kostendruck durch chinesische Wettbewerber und die milliardenschwere Transformation zur E-Mobilität belasten die Bilanz.

Scout Motors: Starke Nachfrage trifft auf juristische Hürden

Die US-Elektromarke Scout Motors hat bereits über 160.000 Reservierungen für ihr erstes Modell gesammelt. Die meisten Kunden bevorzugen die Extended-Range-Hybrid-Variante. CEO Scott Keogh bestätigte, dass die neue Fabrik in South Carolina fertiggestellt ist. Die ersten Vorserienbauten sollen in der zweiten Jahreshälfte 2026 starten, die reguläre Produktion folgt 2027.

Doch der juristische Widerstand wächst. Am 3. März reichten zwei Händler eine Sammelklage beim US District Court for the Eastern District of Virginia ein, die automatisch alle Volkswagen-Händler in den USA abdeckt. Der Vorwurf: Volkswagen habe Scout Motors als Umgehungskonstruktion geschaffen, um Fahrzeuge ohne das traditionelle Händlernetz zu vertreiben und damit Franchise-Regeln zu unterlaufen.

Jahreszahlen unter Druck

Für 2025 meldete Volkswagen bereits einen automobilen Netto-Cashflow von 6 Milliarden Euro – leicht über den internen Prognosen. Der Konzern erwartet einen Umsatz auf Vorjahresniveau bei einer operativen Marge von 2,0 bis 3,0 Prozent. Ohne Sondereffekte hätte die Marge bei 5,4 Prozent gelegen.

Erhöhte Handelszölle und die Anpassung der Produktstrategie bei Porsche belasteten das Ergebnis. Die Zölle allein schlagen mit bis zu 5 Milliarden Euro zu Buche.

Bei den Elektrofahrzeugen lieferte der Konzern 983.100 Einheiten aus – ein Plus von rund einem Drittel gegenüber 2024. Der BEV-Anteil erreichte erstmals 10,9 Prozent. In Europa stiegen die Auslieferungen um 66 Prozent, während sie in China um 44 Prozent einbrachen. Über alle Antriebsarten verkaufte Volkswagen 0,5 Prozent weniger Fahrzeuge als im Vorjahr.

Die vollständigen Geschäftszahlen und der Ausblick auf 2026 folgen am 10. März. Neben den operativen Kennzahlen dürfte der Markt besonders auf Signale zum China-Geschäft und mögliche weitere Portfolioentscheidungen achten.

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