Novo Nordisk bekommt Rückenwind aus Brüssel: Die EU-Kommission hat eine höhere Erhaltungsdosis für Wegovy genehmigt. Das stärkt die Position im hart umkämpften Markt für Adipositas-Therapien – ausgerechnet in einer Phase, in der Anleger wegen des Ausblicks für 2026 nervös sind. Doch wie viel Substanz steckt in dem Dosis-Upgrade?
EU-Zulassung: Mehr Dosis, mehr Wirkung
Die EU-Kommission hat am 17. Februar 2026 eine neue 7,2-mg-Dosis von Wegovy (Semaglutid) für Erwachsene mit Adipositas zugelassen. Für Novo Nordisk ist das mehr als ein formales Update: Das Unternehmen kann damit eine stärkere Variante seines Blockbusters anbieten – und verspricht sich davon bessere Therapieergebnisse für Patienten, die eine intensivere Gewichtsreduktion benötigen.
Die Zulassung stützt sich auf Phase-III-Daten. In einer 72‑Wochen-Studie mit 1.407 Erwachsenen ohne Diabetes lag der durchschnittliche Gewichtsverlust bei rund 21% mit 7,2 mg. Zum Vergleich: Mit der Standarddosis 2,4 mg waren es in derselben Studie 17,5%.
Aktuell wird die höhere Dosis über drei 2,4‑mg-Injektionen verabreicht. Parallel läuft ein Antrag für eine Ein-Pen-Lösung; diese vereinfachte Anwendung will Novo Nordisk später im Jahr 2026 verfügbar machen.
Warum das Timing zählt
Das Dosis-Upgrade kommt in einem Umfeld, in dem Novo Nordisk seine Marktanteile verteidigen muss. Der Druck ist hoch, weil Eli Lilly mit Zepbound und Mounjaro starke Wirksamkeitsprofile im Gewichtsreduktionsmarkt vorweisen kann. Eine höhere zugelassene Wegovy-Dosis ist damit auch ein strategisches Signal: Novo Nordisk will Patienten und Ärzten mehr Optionen innerhalb derselben Therapie bieten.
Gleichzeitig zeigt das Unternehmen, dass es seine Position nicht nur über Produktdaten, sondern auch juristisch absichert. Anfang Februar reichte Novo Nordisk eine Patentverletzungsklage gegen Hims & Hers ein – im Streit um zusammengesetzte (compounded) Versionen von Semaglutid.
Aktie unter Druck – trotz Fortschritt
An der Börse war zuletzt eher Gegenwind spürbar. Auf Sicht von 30 Tagen steht die Aktie laut den bereitgestellten Daten 17,5% im Minus – ein Hinweis, dass der Markt den Ausblick und den Preisdruck stärker gewichtet als einzelne regulatorische Fortschritte.
Auslöser war laut Quelltext vor allem der Ausblick vom 4. Februar: Das Management rechnet für 2026 mit einem Rückgang von Umsatz und operativem Gewinn um 5% bis 13% und verweist auf niedrigere realisierte Preise in den USA infolge intensiven Wettbewerbs.
Wichtige Punkte auf einen Blick:
– EU-Zulassung der Wegovy‑7,2 mg-Dosis (17. Februar 2026)
– Studienvorteil: ca. 21% Gewichtsverlust vs. 17,5% bei 2,4 mg (72 Wochen)
– Konkurrenzdruck durch Eli Lilly (Zepbound, Mounjaro) und Preisbelastung in den USA
– Kapitalmaßnahme: Aktienrückkaufprogramm bis 15 Mrd. DKK (Start im Februar 2026)
Unterm Strich verbessert Novo Nordisk mit der EU-Zulassung die eigene medizinische Argumentation im Markt – die kurzfristige Kurswahrnehmung dürfte aber weiter stark daran hängen, ob das Unternehmen den Wettbewerbs- und Preisdruck, insbesondere in den USA, schneller als zuletzt erwartet in den Griff bekommt.
Novo Nordisk-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Novo Nordisk-Analyse vom 18. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Novo Nordisk-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Novo Nordisk-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 18. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Novo Nordisk: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
