Der Leverkusener Konzern steht vor einem möglicherweise wegweisenden Jahr. Der US Supreme Court wird bis Juni 2026 über den Glyphosat-Fall Durnell urteilen – eine Entscheidung, die das jahrelange rechtliche Risiko fundamental verändern könnte. Gleichzeitig meldet die Pharma-Sparte Fortschritte: Die EU-Arzneimittelbehörde empfiehlt die Zulassung von Finerenon für eine neue Indikation.
Die wichtigsten Entwicklungen:
– Supreme Court entscheidet bis Juni 2026 über grundsätzliche Haftungsfrage
– US-Regierung empfiehlt Urteil zugunsten von Bayer
– EU-Zulassungsempfehlung für Finerenon bei Herzinsuffizienz
– Geschäftsbericht 2025 am 25. Februar 2026 erwartet
Supreme Court prüft Grundsatzfrage
Am 16. Januar 2026 nahm der US Supreme Court den Fall Durnell zur Prüfung an. Im Kern geht es um die sogenannte Federal Preemption – die Frage, ob bundesstaatliche Zulassungen durch die EPA einzelstaatliche Schadensersatzklagen ausschließen können.
Der Fall hat Präzedenzcharakter. Eine Entscheidung zugunsten von Bayer würde die Rechtsgrundlage für zahlreiche anhängige Klagen erheblich schwächen. Der Solicitor General, der die US-Regierung vertritt, hatte sich im Dezember 2025 für eine solche Entscheidung ausgesprochen und argumentiert, dass die EPA wiederholt festgestellt habe, Glyphosat sei für Menschen nicht krebserregend.
Der ursprüngliche Fall wurde im Oktober 2023 in Missouri verhandelt. Die Jury sprach dem Kläger 1,25 Millionen US-Dollar zu, jedoch ohne Strafschadenersatz.
Pharma-Sparte mit Zulassungserfolg
Am 30. Januar 2026 empfahl der Ausschuss für Humanarzneimittel der EMA die Zulassung von Finerenon zur Behandlung von Herzinsuffizienz mit leicht reduzierter oder erhaltener linksventrikulärer Auswurfleistung. Die finale Entscheidung der EU-Kommission wird in den kommenden Wochen erwartet.
Finerenon ist bereits in über 95 Ländern für chronische Nierenerkrankungen bei Typ-2-Diabetes zugelassen. In den USA und Japan besteht bereits eine Zulassung für die Herzinsuffizienz-Indikation. Die Erweiterung in Europa würde den adressierbaren Markt deutlich vergrößern.
Auf der J.P. Morgan Healthcare Conference Mitte Januar stellte das Management die Pharma-Strategie vor. Bis spätestens 2027 strebt Bayer ein mittleres einstelliges Umsatzwachstum in der Sparte an, die operative Marge soll bis 2030 auf rund 30 Prozent steigen.
Nächste Katalysatoren
Vom 4. bis 6. Februar 2026 werden auf der International Stroke Conference Phase-III-Daten zu Asundexian präsentiert, einem Kandidaten zur Schlaganfallprävention. Am 25. Februar folgt der Geschäftsbericht 2025, der Aufschluss über die operative Entwicklung geben wird.
Die Aktie notiert bei 44,56 Euro und damit mehr als doppelt so hoch wie vor einem Jahr. Die Supreme-Court-Entscheidung bis Juni könnte über die weitere Entwicklung entscheiden.
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