UniCredit Aktie: Moody’s setzt Signal
Die Ratingagentur Moody's bewertet das Kreditprofil von UniCredit als stabil, obwohl die Bank ihr Übernahmeangebot für die Commerzbank ausweitet. Die Commerzbank fordert jedoch konkrete Pläne für eine Fusion.

Kurz zusammengefasst
- Ratingagentur bestätigt stabiles Kreditprofil
- Milliarden-Angebot für größeren Commerzbank-Anteil
- Commerzbank fordert detailliertes Fusionskonzept
- Aktienkurs verliert trotz positiver Ratingmeldung
Die Ratingagentur Moody’s hat das Kreditprofil von UniCredit bestätigt und blickt trotz der laufenden Übernahmebemühungen um die Commerzbank stabil in die Zukunft. Während die Italiener ihre Anteile in Deutschland weiter ausbauen wollen, fordern die Verantwortlichen in Frankfurt erst einmal handfeste Pläne. Eine erfolgreiche Fusion könnte die Bonität der Großbank langfristig sogar stärken.
Strategisches Tauziehen um Commerzbank
UniCredit hat offiziell ein Angebot vorgelegt, um die Beteiligung an der Commerzbank von knapp 30 Prozent auf über 30 Prozent zu heben. Das Volumen des geplanten Aktientauschs wird auf rund 35 Milliarden Euro taxiert. Commerzbank-Chefin Bettina Orlopp signalisierte am Freitag jedoch, dass formale Verhandlungen erst dann sinnvoll seien, wenn UniCredit ein detailliertes Konzept für den Zusammenschluss vorlegt.
CEO Andrea Orcel hält dagegen, dass ein solcher Fahrplan nur gemeinsam mit dem Übernahmeziel erarbeitet werden kann. Moody’s wertet die Situation derweil konstruktiv: Sollte die Übernahme gelingen, könnte sich das Stand-alone-Rating der Bank von „baa2“ auf „baa1“ verbessern. Auch die Agentur Scope Ratings bestätigte jüngst ihre Einschätzung und sieht durch das laufende Übernahmeangebot kein unmittelbares Risiko für die Kreditwürdigkeit.
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Interne Umstrukturierung und Marktdruck
Parallel zur Expansion trimmt UniCredit die bestehenden Strukturen auf Effizienz. In Deutschland sollen bis zu 400 Stellen in der IT-Sparte wegfallen, um die technologische Infrastruktur zu vereinheitlichen und Kosten zu senken. Dieser Schritt ist Teil einer umfassenderen Strategie, die auf eine homogenere Konzernstruktur abzielt.
Am Aktienmarkt sorgten die Nachrichten zuletzt für wenig Begeisterung. Die Aktie verlor am Freitag rund fünf Prozent an Wert und schloss bei 59,41 Euro, womit sie deutlich unter ihren gleitenden Durchschnitten notiert. Analysten führen den Druck auf das Papier neben der Unsicherheit über den Commerzbank-Deal auch auf das allgemeine Marktumfeld und die Erwartungen an die künftige Politik der Europäischen Zentralbank zurück.
Die Bestätigung durch die Ratingagenturen unterstreicht, dass das finanzielle Fundament der Bank trotz der Milliarden-Offerte gewahrt bleibt. Entscheidend für den weiteren Verlauf wird sein, ob UniCredit die geforderte strategische Roadmap liefert, um den Widerstand der Commerzbank-Führung zu brechen.
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