Tesla startet holprig ins neue Jahr. Neue Daten zeigen deutliche Rückgänge bei den Verkäufen in China und bei den Neuzulassungen in mehreren europäischen Märkten. Gleichzeitig baut der Konzern seine Vertriebsführung um – ein Signal dafür, dass der Gegenwind in den Kernregionen ernst genommen wird.
Wird der Absatzrückgang vor allem durch schwächere Nachfrage – oder durch eine immer stärkere Export-Orientierung aus Shanghai – erklärt? Die aktuellen Zahlen liefern dafür einige klare Hinweise.
- China (Januar): 18.485 Inlandsverkäufe (-45% zum Vorjahr)
- Giga Shanghai: 69.129 Fahrzeuge produziert, davon 73% exportiert
- Europa (Januar): starke Einbrüche bei Neuzulassungen, u.a. Norwegen -88%
China: Inlandsverkäufe auf Drei-Jahres-Tief
Nach Angaben der China Passenger Car Association (CPCA) fielen Teslas Inlandsverkäufe in China im Januar auf 18.485 Fahrzeuge. Das sind 45% weniger als ein Jahr zuvor und laut Electrek der niedrigste Monatswert seit November 2022.
Auffällig ist auch der Vergleich zum Vormonat: Gegenüber dem Rekordniveau im Dezember 2025 mit 93.843 Inlands-Auslieferungen entspricht das einem Rückgang um 80%. Auf der Produktionsseite meldete Giga Shanghai zwar 69.129 Fahrzeuge (ein Plus von 9,3% im Jahresvergleich). Doch die Verteilung kippt deutlich: 50.644 Fahrzeuge gingen in den Export – der zweithöchste Exportmonat, der in den Daten genannt wird.
Shanghai wird stärker zum Export-Hub
Die CPCA-Aufschlüsselung zeigt, wie stark Tesla die Exportquote in kurzer Zeit erhöht hat:
- Januar 2024: 44% exportiert
- Januar 2025: 47% exportiert
- Januar 2026: 73% exportiert
Damit landet nur ein kleinerer Teil der Shanghai-Produktion bei chinesischen Kunden. Laut den Daten entspricht das Inlandsvolumen zudem einem Minus von 54% gegenüber Januar 2024. Zusätzlich verlor das Model Y in China an Boden: Es fiel im Januar laut CPCA-Einzelhandelsdaten auf Platz 20 unter allen verkauften Pkw-Modellen.
Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Tesla?
Als Belastungsfaktoren nennt der Bericht unter anderem die Rückkehr einer 5% Kaufsteuer auf „New Energy Vehicles“ in China seit Jahresbeginn, das Auslaufen von Eintausch-Prämien Mitte November sowie einen schwächeren Gesamtmarkt: Die NEV-Einzelhandelsverkäufe seien insgesamt um 20% zum Vorjahr gefallen.
Europa: Zulassungen brechen ein – und Tesla baut um
Auch in Europa zeigen sich laut einem IG-Bank-Bericht kräftige Rückgänge bei den Neuzulassungen im Januar gegenüber dem Vorjahresmonat:
- Norwegen: -88% (83 Fahrzeuge)
- Niederlande: -67% (307 Fahrzeuge)
- Großbritannien: -57% (647 Fahrzeuge)
- Frankreich: -42% (661 Fahrzeuge)
Parallel dazu verschärft sich der Wettbewerb. Im Bericht heißt es, Volkswagen habe Tesla 2025 als größten E-Auto-Verkäufer Europas überholt, während BYD sein Volumen im britischen Markt im selben Zeitraum nahezu verdoppelt habe. In China setzte sich zudem Xiaomis YU7 im Januar an die Spitze aller Pkw-Verkäufe mit 37.869 Einheiten.
Vor diesem Hintergrund kündigte Tesla eine Führungsänderung im Vertrieb an: Joe Ward, bislang Vice President für Europa, Nahost und Afrika (EMEA), übernimmt laut Bloomberg (zitiert von IG Bank) nun global die Verantwortung für Vertrieb, Service und Auslieferungen. Die Umstrukturierung folgt auf den Abgang von Raj Jegannathan, der diese Funktionen zuvor nur für kurze Zeit geleitet hatte.
Damit ist die Lage klar umrissen: Schwäche in wichtigen Absatzmärkten, mehr Export aus Shanghai – und ein neu aufgestelltes Vertriebsteam, das genau diese Baustellen weltweit koordinieren soll.
Tesla-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Tesla-Analyse vom 13. Februar liefert die Antwort:
Die neusten Tesla-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Tesla-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 13. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.
Tesla: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...
