Thyssenkrupp Aktie: Branchenkrise verschärft sich

Der Stahlsektor leidet unter massiven Kursverlusten und steigenden Energiekosten. Ein Analyst warnt vor einer Wiederholung der Krise von 2022.

Kurz zusammengefasst:
  • Stahlbranche verliert massiv an Börsenwert
  • JPMorgan stuft Rohstoffwerte deutlich ab
  • Energiekosten belasten Produzenten doppelt
  • Investor-Position bei Thyssenkrupp ohne Kursimpulse

Der Rohstoffsektor gerät massiv unter Druck. Seit Beginn des Iran-Kriegs vor einer Woche hat der Stoxx Europe 600 Basic Resources bereits 12 Prozent verloren. Für Stahlunternehmen wie ArcelorMittal sieht es mit minus 22 Prozent noch dramatischer aus – und Thyssenkrupp bleibt von dieser Entwicklung nicht verschont.

JPMorgan warnt vor Energieschock-Wiederholung

JPMorgan-Analyst Dominic O’Kane hat am Montagmorgen seine Einschätzung für den gesamten Rohstoffsektor deutlich verschlechtert. Seine Begründung: Die Industriemetall-Preise haben trotz ihrer engen Korrelation mit dem globalen Wirtschaftswachstum bislang kaum auf den Iran-Krieg reagiert. O’Kane erinnert an die Schwäche des Sektors zu Beginn des Ukraine-Kriegs und stellt eine mögliche Wiederholung des „Energieschocks“ aus den Jahren 2022 und 2023 in den Raum.

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Die Konsequenz: Der Analyst stufte gleich sechs Rohstoff- und Stahlwerte auf „Underweight“ ab, darunter auch die österreichische Voestalpine. Deren Aktie sackte daraufhin um 10,71 Prozent auf 37,86 Euro ab. ArcelorMittal verlor zeitweise 7,52 Prozent auf 44,30 Euro. Was O’Kane bisher als Negativszenario für Kupfer und Eisenerz skizziert hatte, ist nun seine neue Basisannahme.

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Stimmrechtsmeldung ohne Impulse

Während die Branche unter Konjunktursorgen leidet, meldete am Montag der Investor Sunil Jagwani den Aufbau einer Position von 9,13 Prozent bei Thyssenkrupp – allerdings ausschließlich über Finanzinstrumente wie Equity Swaps und Put-Optionen. Die Stimmrechtsmitteilung vom 6. März 2026 bezieht sich auf eine Schwellenüberschreitung vom 25. Februar 2026.

Die größte Position macht dabei ein Equity Swap mit Fälligkeit im Oktober 2035 aus, der sich auf 12,74 Millionen Stimmrechte oder 2,05 Prozent bezieht. Hinzu kommen Put-Optionen über insgesamt 42,5 Millionen Stimmrechte. Solche Pflichtmitteilungen liefern jedoch keine unmittelbaren Kursimpulse und ändern nichts an der angespannten Branchenlage.

Die Rally der Energiepreise infolge des Iran-Kriegs belastet energieintensive Stahlproduzenten besonders stark. Thyssenkrupp steht damit vor einer doppelten Herausforderung: steigenden Produktionskosten bei gleichzeitig schwächelnder Nachfrage aufgrund der Konjunktursorgen. Die Erinnerung an 2022 und 2023 dürfte bei Anlegern noch frisch sein – damals führte der Energieschock zu erheblichen Margeneinbußen im Stahlsektor.

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