Großer Fonds, geringere Gebühren: Der erste Schritt ist getan - Fondsnews


09.07.19 13:30
Meldung
 
Wien (www.fondscheck.de) - Die britische Fondsgesellschaft M&G führt ein neues Gebührenmodell ein, so "FONDS-professionell"-Redakteur Sebastian Ertinger.


An die Stelle einzelner Posten rücke künftig eine einheitliche Jahresgebühr, welche die meisten Auslagen abdecke. Zudem würden die Briten bei Fonds mit einem Volumen ab einer Milliarde Pfund einen Rabatt gewähren. Der steige, umso mehr das verwaltete Vermögen des Portfolios anschwelle. Die neue Tarifstruktur gelte allerdings bislang nur für die britischen Vehikel des Hauses. Wegen des Brexit-Umzugs der meisten M&G-Fonds nach Luxemburg würden hierzulande nicht alle Anleger in den Genuss der Vereinheitlichung und der Rabatte kommen - zumindest vorerst.

Dennoch stelle die Einführung eines neuen Gebührenmodells einen Schritt in die richtige Richtung dar. Denn die Fondsbranche sehe sich einem hinlänglich bekannten Dreiklang an Problemen gegenüber: Die Kosten würden steigen, die Gebühren würden sinken - auch wegen der verschärften Konkurrenz durch börsengehandelte Indexfonds (ETFs) - und Aufseher wie Verbraucherschützer würden kritisch das Preis-Leistungs-Verhältnis von Investmentfonds beäugen.

Auf diese Herausforderungen müsse die Branche Antworten finden. Neue Gebührenmodelle wie das von M&G würden den Weg weisen. Denn ein einfacher, vereinheitlichter Tarif signalisiere gegenüber dem Endkunden Klarheit und Transparenz. Der "Mengenrabatt" für Fonds mit hohem Volumen wiederum beteilige Anleger an den Skalenvorteilen, die sich durch die Größe ergeben würden.

Gewiss würden sich im Detail noch immer genug Fragen stellen: Führe die quasi als Pauschale berechnete Jahresgebühr für die Anleger tatsächlich zu einer besseren Planbarkeit der Kosten - und sei sie zugleich auch fair und angemessen? Spiegele der Mengenrabatt in vollem Umfang die Ermäßigungen wider, die sich durch die Größe ergeben würden? Bringe ein Modell wie die Fulcrum Fee, bei dem die Gebühr je nach Erfolg des Fondsmanagers steige - und auch wieder falle - die Interessen von Anbieter und Kunde nicht besser in Einklang? Und sollte das Modell auf das Luxemburger Sortiment übertragen werden, stelle sich die Frage nach der Vertriebsprovision - die es in Großbritannien so nicht mehr gebe.

Ein weiterer Einwand: Da ginge noch mehr. Denn der Rabatt falle mit 0,02 Prozentpunkten je Milliarde gering aus. Bei den kleineren Fonds führe die neue Jahresgebühr zu allenfalls homöopathischen Einsparungen. Bei einigen Portfolios ändere sich sogar gar nichts, wie M&G selbst klarstelle. So sei die neue Gebührenordnung, die M&G in Großbritannien einführe, sicherlich nicht die allumfassende, endgültige Lösung. Aber wie zuvor die Fulcrum Fee von Fidelity sei es ein Versuch, sich den Problemen zu stellen und passende Antworten zu finden. (09.07.2019/fc/n/s)


 

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