Vulcan Energy Aktie: Bohrstart und Produktionslizenz
Vulcan Energy treibt sein Lithiumprojekt voran, während die Aktie trotz operativer Fortschritte und neuer Partnerschaft mit HOCHTIEF unter Druck bleibt.

Kurz zusammengefasst
- Start der zweiten Bohrung im Pfälzer Projektgebiet
- Erstmalige Lizenz für Lithiumgewinnung im Oberrheingraben
- HOCHTIEF entsendet Manager in den Aufsichtsrat
- Aktienkurs zeigt deutliche Schwäche im Jahresvergleich
Während der Aktienkurs von Vulcan Energy unter Druck bleibt, macht das Unternehmen operativ Tempo: In der Pfalz hat der zweite Bohrstandort den Betrieb aufgenommen, und eine historisch einmalige Produktionslizenz ist gesichert. Zwei Meilensteine, die zeigen, wie weit das Lionheart-Projekt bereits gediehen ist.
Zweite Bohrung und erste Lizenz ihrer Art
Am Standort Trappelberg im Landkreis Südliche Weinstraße nahe Landau haben die Vorbereitungsarbeiten begonnen. Die eigentliche Bohrung ist für die zweite Jahreshälfte 2026 geplant. Bereits fertiggestellt wurde ein Tiefengrundwasser-Überwachungsbrunnen, der oberflächennahe Grundwasservorkommen während der Arbeiten schützen soll. Trappelberg ist nach Schleidberg der zweite von insgesamt fünf geplanten Bohrstandorten in der Region.
Parallel dazu hat Vulcan im März 2026 die LiThermEx-Produktionslizenz für das Insheimer Geothermalgebiet erhalten — die erste Lizenz dieser Art, die jemals im Oberrheingraben und in Rheinland-Pfalz vergeben wurde. Sie gilt zunächst für sechs Jahre, mit dem Ziel einer Verlängerung auf die geplante Projektlaufzeit von 30 Jahren. Das Lionheart-Projekt sieht eine Jahreskapazität von bis zu 24.000 Tonnen Lithiumhydroxid-Monohydrat vor, ergänzt durch 275 GWh Strom und 560 GWh Wärme. Der Beginn der kommerziellen Lithiumproduktion ist für 2028 angesetzt.
HOCHTIEF festigt seinen Einfluss
Auch auf Governance-Ebene gibt es Bewegung. Roberto Gallardo, Chief Strategy Officer von HOCHTIEF und President der CIMIC Group, wurde mit sofortiger Wirkung in den Vulcan-Aufsichtsrat berufen. HOCHTIEF hatte im Dezember 2025 insgesamt 169 Millionen Euro in Vulcan investiert — 39 Millionen direkt in das Lionheart-Projektunternehmen, 130 Millionen als Ankerinvestition in Vulcan-Aktien. Damit hält HOCHTIEF aktuell 15,41 Prozent an Vulcan und machte von seinem vertraglich vereinbarten Recht Gebrauch, einen Vertreter in den Vorstand zu entsenden.
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Gallardo bringt mehr als 30 Jahre Erfahrung in Infrastrukturprojekten auf mehreren Kontinenten mit und war bereits Aufsichtsratsmitglied börsennotierter Unternehmen in den USA, Chile, Spanien und Australien.
Kurs hinkt der Entwicklung hinterher
Die Bekanntgabe der Partnerschaftsvertiefung trieb die Vulcan-Aktie auf Tradegate am 1. April um 5,21 Prozent nach oben. Gemessen am Jahresanfang notiert der Titel jedoch rund 21 Prozent im Minus. An der ASX wurde die Aktie zuletzt bei 3,28 AUD gehandelt — weit entfernt vom 52-Wochen-Hoch bei 7,52 AUD.
Konkrete Impulse könnten in Kürze folgen: Am 15. April endet die Frist für Vorstandsnominierungen, Ende April erscheint der Quartalsbericht mit Details zu Kostenstruktur und Bohrzeitplan, und am 28. Mai findet die Hauptversammlung statt.
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