Nebius liefert beim Umsatz ein Tempo, das man selten sieht – und kassiert trotzdem erst einmal Gegenwind. Der Grund: Die Q4-Zahlen zeigen zwar extrem starkes Wachstum und einen operativen Meilenstein, lagen beim Umsatz aber unter den Erwartungen. Für Anleger ist damit vor allem eine Frage entscheidend: Reicht die Nachfrage, um den teuren Ausbau der Infrastruktur zu tragen?
Wichtige Fakten aus Q4:
– Umsatz: 227,7 Mio. USD (plus 547% zum Vorjahr), aber 8% unter Konsens (247,5 Mio. USD)
– Adjusted EBITDA: +15 Mio. USD (erstmals positiv)
– Nettoverlust: 249,6 Mio. USD
– Annual Recurring Revenue (ARR): 1,25 Mrd. USD
Umsatz verfehlt – operativ aber Fortschritt
Im vierten Quartal 2025 meldete Nebius 227,7 Mio. USD Umsatz. Das ist ein Plus von 547% gegenüber dem Vorjahr und 55% mehr als im Vorquartal. Gleichzeitig blieb der Wert unter den Markterwartungen von 247,5 Mio. USD. Diese Abweichung sorgte zunächst für Verkaufsdruck.
Operativ gab es jedoch einen klaren Fortschritt: Erstmals erzielte das Unternehmen ein positives Group Adjusted EBITDA von 15 Mio. USD. Dem stand ein hoher Nettoverlust von 249,6 Mio. USD gegenüber, den das Unternehmen mit seinem aggressiven Investitionsprogramm begründet.
Ein zentraler Datenpunkt aus dem Bericht: Die Annual Recurring Revenue stieg auf 1,25 Mrd. USD und lag damit über der zuvor kommunizierten Prognose. Für Investoren ist das relevant, weil ARR als Indikator für wiederkehrende Umsätze und bessere Planbarkeit gilt.
Großkunden und Kapazitätsausbau in Europa
Das Wachstum stützt sich laut Unternehmen auf große Technologiepartner. Zu den wichtigen Kunden zählen Microsoft und Meta Platforms. Besonders hervorgehoben wurde ein mehrjähriger Vertrag mit Microsoft, der im September 2025 bekanntgegeben wurde und als Anker für den weiteren Infrastrukturaufbau gilt.
Parallel kündigte Nebius ein neues Rechenzentrum in Frankreich an. Nach Fertigstellung soll es zu den größten Anlagen der Region zählen. Das Unternehmen spricht von ausverkaufter Infrastruktur; neue Kapazitäten werden demnach bereits erwartet. Über Projekte, die im Lauf von 2026 ans Netz gehen sollen, will Nebius seine operative Fläche mehr als verdoppeln.
Kursreaktion, Kapitalbedarf und 2026-Ziele
Nach der Veröffentlichung reagierte die Aktie volatil: Zunächst fiel sie am 12. Februar um rund 3%, bevor sie in der darauffolgenden Woche um 14% zulegte. Damit holte der Titel einen Teil eines zuvor genannten Rückgangs von 20% wieder auf.
Der Ausbau bleibt kapitalintensiv. Nebius verweist auf hohe Q4-Investitionen, vor allem durch GPU-Käufe und Rechenzentrumsbau. Gleichzeitig stieg die Verschuldung. Das Unternehmen betont jedoch, ausreichend kapitalisiert zu sein, um die kurzfristigen Ausbaupläne ohne zusätzliche externe Finanzierung umzusetzen.
Für 2026 gab das Management ambitionierte Ziele aus: Intern rechnet Nebius damit, das Wachstumstempo von rund 500% bis Jahresende halten zu können. Zudem setzt das Unternehmen für 2026 ein ARR-Ziel von 7 bis 9 Mrd. USD – deutlich über dem aktuellen Stand.
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