Voestalpine Aktie: Rekordauftrag aus der Luft!
Voestalpine erhält mit einem knapp eine Milliarde Euro schweren Auftrag von Airbus den größten Aerospace-Deal seiner Geschichte. Parallel läuft das Dekarbonisierungsprojekt greentec steel planmäßig.

Kurz zusammengefasst
- Größter Aerospace-Auftrag mit Airbus in Konzerngeschichte
- Dekarbonisierungsprojekt greentec steel im Zeitplan
- US-Zölle belasten, CBAM-Mechanismus stützt
- Dividendenvorschlag für Aktionäre im Juli erwartet
Knapp eine Milliarde Euro, fünf Jahre Laufzeit, Airbus als Hauptpartner. Voestalpine hat gerade den größten Aerospace-Auftrag seiner Geschichte eingetütet — und das mitten in einer Phase, in der der Konzern gleichzeitig das teuerste Investitionsprojekt seiner Geschichte stemmt.
Die High Performance Metals Division liefert künftig Hochleistungswerkstoffe, Schmiedeteile und Logistikleistungen für die Airbus-Familien A320, A330 und A350. Produziert wird in Kapfenberg und Mürzzuschlag sowie beim brasilianischen Tochterunternehmen Villares Metals. CEO Herbert Eibensteiner erklärte, Voestalpine-Materialien seien in nahezu jedem Zivilflugzeug vertreten. Der Auftrag zementiert diesen Anspruch mit konkreten Zahlen.
Greentec Steel: Zeitplan hält
Parallel läuft das Dekarbonisierungsprogramm „greentec steel“ — und es hält seinen Zeitplan. Der Rohbau des ersten Elektrolichtbogenofens in Linz ist abgeschlossen. Jetzt folgen Stahlbau, Anlageninstallation und die Montage der Fördertechnik. Ab Februar 2027 soll der Ofen in Betrieb gehen, ein zweiter folgt in Donawitz.
Das Ziel: Die CO₂-Emissionen bis 2029 um rund 30 Prozent senken. Das Investitionsvolumen liegt bei 1,5 Milliarden Euro. Dass ein Projekt dieser Größenordnung im Zeit- und Kostenrahmen bleibt, ist keine Selbstverständlichkeit.
Zölle belasten, CBAM stützt
Das regulatorische Umfeld bleibt gespalten. US-Importzölle belasten Voestalpine mit bis zu 70 Millionen Euro jährlich und drücken vor allem das Rohrgeschäft. Trotzdem hält das Management an seiner EBITDA-Prognose von 1,4 bis 1,55 Milliarden Euro fest.
Rückenwind kommt aus Brüssel. Der CO₂-Grenzausgleichsmechanismus CBAM verteuert Stahl aus China und der Türkei um 40 bis 70 Euro je Tonne. Ab Juli 2026 sollen halbierte Importquoten diesen Vorteil weiter verstärken — strukturell gut für heimische Produzenten.
In den ersten drei Quartalen des laufenden Geschäftsjahres stieg das EBITDA um 7,2 Prozent auf eine Milliarde Euro. Der freie Cashflow lag bei 345 Millionen Euro. Die Nettoverschuldung wurde weiter abgebaut.
Jahresbericht und Dividende im Blick
Die Aktie notiert aktuell bei 41,50 Euro — rund 15 Prozent unter dem 52-Wochen-Hoch von 49,10 Euro. Seit Jahresbeginn steht dennoch ein Plus von gut sieben Prozent.
Am 3. Juni legt Voestalpine den Jahresbericht 2025/26 vor. Dann wird sich zeigen, wie stark die Zollbelastung die Jahresmarge tatsächlich gedrückt hat. Auf der Hauptversammlung am 1. Juli folgt der Dividendenvorschlag: 30 Prozent des Gewinns je Aktie — sofern die Nettoverschuldung nach Ausschüttung unter dem zweifachen EBITDA bleibt. Als Untergrenze gilt eine Mindestdividende von 0,40 Euro je Aktie.
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