Gerresheimer Aktie: Steigende Unsicherheit?

Die UBS senkt ihre Bewertung für Gerresheimer massiv und rät zum Verkauf. Grund sind Zweifel am Verkaufserlös der US-Tochter und anhaltende Bilanzprobleme des Unternehmens.

Kurz zusammengefasst:
  • UBS halbiert Kursziel von 29 auf 12,90 Euro
  • Rating von Neutral auf Sell herabgestuft
  • Verspäteter Jahresabschluss und Bilanzprüfungen
  • Aktie notiert auf neuem 52-Wochen-Tief

Die Lage bei Gerresheimer spitzt sich dramatisch zu. Während das Unternehmen noch mit Bilanzunregelmäßigkeiten und einer Verschiebung des Jahresabschlusses kämpft, verliert nun auch die UBS die Geduld. Das radikale Zusammenstreichen des Kursziels durch die Großbank wirft eine bange Frage auf: Wie tief kann der Verpackungsspezialist noch fallen, bevor eine Stabilisierung einsetzt?

Analysten ziehen die Reißleine

Der heutige Mittwoch bringt einen weiteren Nackenschlag für die bereits stark gebeutelten Aktionäre. Die Schweizer Großbank UBS senkte ihre Einstufung von „Neutral“ auf „Sell“ und nahm eine drastische Korrektur am Kursziel vor: Statt bisher 29,00 Euro sehen die Experten den fairen Wert nun bei lediglich 12,90 Euro – eine Halbierung der Prognose. Als Begründung führen die Analysten Zweifel an den erhofften Erlösen aus dem geplanten Verkauf der US-Tochter Centor sowie operative Risiken im internationalen Glasgeschäft an.

Gerresheimer

DE000A0LD6E6
-
Heute: -
7 Tage: -

Auch auf Investorenseite bröckelt der Rückhalt. JPMorgan Chase & Co. hat seine Stimmrechtsanteile auf 8,65 Prozent reduziert. Der Markt reagiert entsprechend nervös auf den Entzug des Vertrauens: Die Aktie markierte heute bei 18,51 Euro ein neues 52-Wochen-Tief. Ein Kursverlust von fast 77 Prozent auf Jahressicht verdeutlicht das Ausmaß der Krise. Erschwerend kommt hinzu, dass Leerverkäufer massiv gegen den Titel wetten – die Short-Quote liegt bei rund 14 Prozent.

Sollten Anleger sofort verkaufen? Oder lohnt sich doch der Einstieg bei Gerresheimer?

Bilanz-Chaos und Schuldenberg

Hinter dem massiven Kursverfall stehen handfeste fundamentale Probleme. Das Management musste kürzlich die Veröffentlichung des Jahresabschlusses 2025 auf unbestimmte Zeit verschieben. Grund sind intensive Prüfungen der Umsatzbuchungspraxis bei sogenannten „Bill-and-Hold“-Geschäften, die auch die Finanzaufsicht BaFin auf den Plan gerufen haben. Die finanziellen Folgen sind gravierend: Das Unternehmen rechnet mit Wertberichtigungen von bis zu 240 Millionen Euro und muss Umsätze aus 2024 nachträglich korrigieren.

Die Situation wird durch die hohe Verschuldung verschärft. Mit einer Nettofinanzverschuldung von zuletzt 1,93 Milliarden Euro steht der Konzern unter Zugzwang. Der Verkauf der US-Sparte Centor soll die Bilanz entlasten, doch die Skepsis der Analysten bezüglich des Verkaufspreises wächst. Solange die internen und externen Prüfungen nicht abgeschlossen sind und keine Klarheit über den tatsächlichen Unternehmenswert besteht, bleibt das Risiko für Anleger unkalkulierbar hoch. Eine Bodenbildung scheint ohne testierte Zahlen in weiter Ferne.

Gerresheimer-Aktie: Kaufen oder verkaufen?! Neue Gerresheimer-Analyse vom 25. Februar liefert die Antwort:

Die neusten Gerresheimer-Zahlen sprechen eine klare Sprache: Dringender Handlungsbedarf für Gerresheimer-Aktionäre. Lohnt sich ein Einstieg oder sollten Sie lieber verkaufen? In der aktuellen Gratis-Analyse vom 25. Februar erfahren Sie was jetzt zu tun ist.

Gerresheimer: Kaufen oder verkaufen? Hier weiterlesen...

Community Forum zu Gerresheimer

Hebelprodukte konnten nicht geladen werden.

Weitere Artikel zu Gerresheimer

Neueste News

Alle News

Gerresheimer Jahresrendite

Rechtliche Hinweise zu den Hebelprodukten