Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Christian Schmidt, Handelsexperte bei der Helaba, berichtet von der gestrigen Situation am
DAX.
Der DAX sei, trotz unklarerer Vorgaben, mit leichten Kursgewinnen in den Dienstagshandel gestartet.
Im weiteren Verlauf konnten diese temporär nach Angaben des Marktbeobachters ausgebaut werden, bis die Dynamik angesichts der uninspirierten Vorgaben der Wall Street wieder nachgelassen habe. Schlussendlich sei der deutsche Leitindex mit einem Aufschlag von 0,21 % bei 6.207,31 Zählern aus dem Handel gegangen.
Besonderen Anteil daran hätten die Aktien von Fresenius Medical Care (+4,86 %), der Commerzbank (+4,80 %) und der Deutschen Bank (4,49 %) gehabt. Letztgenannte profitierten dem Experten zufolge von den vorgelegten Quartalszahlen, welche vom Markt honoriert worden wären.
Auch heute gelte es die Aufmerksamkeit auf die Unternehmensberichte zu richten. Bereits gestern, nach Börsenschluss, habe die Deutsche Börse ihr Zahlenwerk publiziert. Bedingt durch einen Sparkurs habe der operative Gewinn im zweiten Quartal gesteigert werden können. Das EBIT sei um 3 % auf 257,4 Mio. Euro gestiegen. Insgesamt hätten die Schätzungen übertroffen werden können.
Heute Morgen lägen bereits Zahlen von Vossloh, Krones, Arcelor-Mittal und Infineon vor. Letztgenannte hätten im abgelaufenen Quartal mehr verdient als erwartet und seine Prognose zum dritten Mal in diesem Jahr angehoben. Der Überschuss habe im dritten Geschäftsquartal, im Vergleich mit der Vorjahresperiode, um 60 % auf 126 Mio. Euro zugelegt. Der Umsatz sei um 17 % gesteigert worden.
Wincor Nixdorf verzeichnete nach Angaben des Marktbeobachters einen Ergebnisrückgang im Quartal, jedoch werde die Prognose bestätigt. Krones habe sich im zweiten Quartal in der Pluszone halten können, entsprechend blicke man nun zuversichtlicher in die Zukunft.
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(28.07.2010/dc/n/i)