Frankfurt a. M. (forexcheck.de) - Der Euro ist am Wochenende stark gefallen bis zum Tief bei 1,4534 US-Dollar. Am Freitag hatte der Kurs noch über der 1,46er Marke notiert.
Zum Schweizer Franken lag der Euro am Freitag noch über der 1,59er Marke, in der Nacht hatte er noch bei 1,5889 Schweizer Franken notiert, ist aber bis heute Morgen noch weiter gefallen. Zum Britischen Pfund tendiert die Einheitswährung nach zwischenzeitlichen Verlusten aktuell auf dem letzten Niveau vom Freitag leicht schwächer.
Gegenüber dem Japanischen Yen markierte der Euro in der Nacht ein Hoch bei 155,07, verliert am Montagmorgen aber deutlich und befindet sich auf dem Weg zur 153er Marke.
Medienberichten von gestern Abend zufolge hat der US Kongress das 700 Mrd. US-Dollar schwere Hilfspaket am Wochenende nach zähem Ringen beschlossen. Am heutigen Montag soll das Repräsentantenhaus die positive Entscheidung bestätigen.
Bei den Währungen viel am Freitag die Schwäche des Australischen Dollars auf. So verlor die Australische Währung gegenüber dem Kanadischen Dollar (AUD/CAD) um 0,31 %. Ebenso fiel das Währungspaar Australischer Dollar gegen den US-Dollar (AUD/USD) um 0,38 % auf einen Schlussstand von 0,8306. Der Euro verlor am Freitag gegenüber dem Britischen Pfund (EUR/GBP) 0,36 % und beendete den Handelstag bei einem Schlusstand von 0,7918. Der Neuseeländische Dollar erwischte, entgegen dem Australischen Dollar, einen stärkeren Tag. Er stieg gegenüber dem Greenback (NZD/USD) 0,79 % und beendete den Handel mit einem Wechselkursverhältnis von 0,6856. Dies ist, trotzt des starken Anstiegs, immer noch in der Nähe der Mehrmonatstiefs. Der Schweizer Franken gab am Freitag ein gemischtes Bild, zumindest gegenüber den Standardwährungen, ab. So verlor er gegenüber dem Japanischen Yen (CHF/JPY) 0,54 % auf einen Schlussstand von 97,220, während er gegenüber dem Australischen Dollar (CHF/AUD) 0,34 % hinzugewann.
Das US BIP ist in der endgültigen Fassung zum zweiten Quartal um 2,8 % gestiegen. Im Quartal zuvor hatte das Wachstum bei 0,9 % gelegen. Die persönlichen Ausgaben für den Konsum sind laut endgültiger Veröffentlichung um 1,2 % gestiegen.
Der endgültige Verbraucherstimmungsindex der Uni Michigan notiert im September bei 70,3 nach 73,1 in der vorläufigen Fassung. Es war erwartet worden, dass die vorläufige Veröffentlichung vom 12. September innerhalb des Bereichs von 70,9 bis 71,0 revidiert werden würde. Im Monat zuvor hatte der Index bei 63,0 notiert.
Die deutschen Einfuhrpreise sind im August zum Vorjahr um 9,3 % gestiegen. Im Monatsvergleich sind die Preise auf der Importseite um 0,8 % gefallen nach zuvor +0,6 %. Ohne Erdöl und Mineralölerzeugnisse ist der Index der deutschen Einfuhrpreise auf Jahresbasis um 4,1 % gestiegen. Gegenüber dem Vormonat kletterte der Index um 0,5 %. Die Ausfuhrpreise haben in Deutschland zum Vorjahresmonat um 2,9 % angezogen nach zuletzt +3,3 %. Auf Monatssicht fielen die deutschen Exportpreise um 0,4 % nach +0,5 % im Monat zuvor.
Die EZB legte die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7947 (0,7920) Britische Pfund (EUR/GBP) 154,13 (155,91) Japanische Yen (EUR/JPY) und auf 1,5879 (1,5944) Schweizer Franken (EUR/CHF) fest. Der Referenzkurs zum US-Dollar (EUR/USD) liegt bei 1,4690 (1,4700).
Um 11:00 Uhr stehen heute die Veröffentlichungen der Zahlen zur europäischen Geschäfts- und Verbraucherstimmung und des Geschäftsklimaindex für die Eurozone für September 2008 an. Aus den USA folgen um14:30 Daten zu den Persönlichen Auslagen und Einkommen im August 2008.
Aktuell notiert der Kurs des Euro bei 1,4421 gegenüber 1,4612 US-Dollar am Freitag. Weiterhin bewegt sich der Kurs des Euro gegenüber dem freitag derzeit bei 0,7920 nach 0,7932 Britischen Pfund und auf 1,5850 nach 1,5932 Schweizer Franken. Gegenüber dem Japanischen Yen steht der Euro gegenwärtig bei 153,11 nach 155,10 Yen am letzten Handelstag der vergangenen Woche.
Die aktuellen Termine im Überblick:
• 10:00 - IT Arbeitsmarktindikatoren Großfirmen Juli
• 10:30 - GB BoE Geld- und Finanzstatistik September
• 10:30 - CH KOF Herbstprognose
• 10:30 - GB Verbraucherkredite August
• 11:00 - EU Geschäfts- u. Verbraucherstimmung September
• 11:00 - EU Geschäftsklimaindex Eurozone September
• 14:30 - US Persönliche Auslagen August
• 14:30 - US Persönliche Einkommen August
• 15:30 - EU EZB Ankündigung Haupt-Refi-Tender
• 17:00 - US Ankündigung 4-wöchiger Bills
• 19:00 - US Auktion 3- u. 6-monatiger Bills
• 21:00 - US Agrarpreise September
(29.09.2008/fx/n/f)