Devisen Morgenbericht


06.10.08 08:53
Meldung
 
Frankfurt a. M. (forexcheck.de) - Der Euro ist am Wochenende gegenüber allen Hauptwährungen auf Talfahrt gegangen.

Zwar ist das 700 Mrd.
US-Dollar schwere Rettungspaket für Finanzinstitute der US Regierung nach dem Kongress auch vom Repräsentantenhaus gebilligt worden. Inzwischen hat sich die Lage am Kreditmarkt weiter verschlechtert, und die Marktteilnehmer glauben nicht mehr so recht daran, dass dies ein Allheilmittel darstellen könnte. Nach der großen Hoffnung überwiegen nun eher wieder Skepsis und Ängste.

Am Wochenende wurde bekannt, dass für eine Rettung der Hypo Real Estate eine weitaus höhere Summe als 35 Mrd. Euro nötig sei, Medienberichten zufolge zwischen 50, möglicherweise langfristig sogar 100 Mrd. Euro. Daraufhin zogen die Helfer-Banken ihr Angebot zunächst zurück. Am Sonntag folgten Beratungen, ob und wie die Hypo Real Estate noch gerettet werden könne. In der Nacht zum heutigen Montag wurde nun ein neues Rettungspaket geschnürt. Die an der Hilfe beteiligten Banken haben ihre Zusagen auf 30 Mrd. aufgestockt, so dass der Umfang der Notfallkredite mit dem bisherigen Anteil der deutschen Bundesregierung auf eine Gesamtsumme von 50 Mrd. Euro wächst und damit die Hypo Real Estate zunächst vor einer Pleite bewahrt sein sollte.

Bei den Währungen viel am Freitag die Stärke des US-Dollars auf. So gewann die Amerikanische Währung gegenüber dem Südafrikanischen Rand (USD/ZAR) um 1,51 %. Ebenso stieg das Währungspaar US-Dollar gegen den Hongkong Dollar (USD/HKD) um 0,80 % auf einen Schlussstand von 7,7698 an. Der Euro verlor am Freitag gegenüber dem Japanischen Yen (EUR/JPY) 0,45 % und beendete den Handelstag bei einem Schlusstand von 145,06. Der Australische Dollar erwischte einen gemischten Tag. Er fiel gegenüber dem Greenback (AUD/USD) 0,76 % und beendete den Handel mit einem Wechselkursverhältnis von 0,7742. Dies ist jetzt gleichzusetzen mit einem neuen Mehrwochentief. Der Schweizer Franken konnte am Freitag allerdings gegenüber dem Japanischen Yen (CHF/JPY) zulege n. So gewann er 0,57 % hinzu auf einen Schlussstand von 93,27.

Die Zahl der Beschäftigten (ohne Landwirtschaft) ist in den USA im September um 159.000 zurückgegangen. Die US-amerikanische Arbeitslosenquote liegt erwartungsgemäß im September bei 6,1 % wie bereits im Vormonat. Die durchschnittlichen Stundenlöhne sind in den USA im September 0,2 % gegenüber dem Vormonat gestiegen. Erwartet worden war ein Anstieg um 0,3 %. Im Vormonat waren die Stundenlöhne um 0,4 % geklettert. Die Zahl der durchschnittlichen Wochenstunden liegt in den USA im September bei 33,6.

Bei den Erstanträgen auf Arbeitslosenhilfe ist am Donnerstag in den USA ein Anstieg auf 497.000 bekannt gegeben worden. Erwartet worden waren 440.000 bis 475.000 neue Anträge nach zuvor 493.000 (revidiert von 496.000).

Die US-amerikanischen Industrieaufträge sind im August um 4,0 % gefallen. Erwartet worden war ein Rückgang im Bereich 2,0 bis 2,9 %. Im Vormonat waren die Industrieaufträge um 0,7 % gestiegen. Damit wurde der Vormonatswert von +1,3 % nach unten revidiert.

Am Freitag notierte der US-amerikanische ISM Non-Manufacturing Index (NMI) für September bei 50,2 %. Der Konsens hatte im Bereich 50,0 bis 50,4 % nach zuvor 50,6 % gelegen.

Die Europäische Zentralbank hat am Donnerstag die Zinsen erwartungsgemäß unverändert bei 4,25 % belassen. Die Erzeugerpreise der Industrie sind in der Eurozone im August zum Vormonat um 0,5 % gefallen nach zuvor +1,3 % (revidiert von +1,1 %). Am Freitag wurde der europäische Einzelhandelsumsatz für August gegenüber dem Vormonat in der ersten offiziellen Schätzung mit einem Anstieg von 0,3 % bekannt gegeben. Der deutsche Dienstleistungsindex für September notiert bei 40,1. Erwartet worden war der Index bei 38,7. Im Vormonat hatte er noch bei 42,8 gestanden.

Die EZB legte die Referenzkurse für einen Euro auf 0,7872 (0,7919) Britische Pfund (EUR/GBP), 146,45 (149,55) Japanische Yen (EUR/JPY) und auf 1,5732 (1,5818) Schweizer Franken (EUR/CHF) fest. Der Referenzkurs zum US-Dollar (EUR/USD) liegt bei 1,3903 (1,4081).

Aktuell notiert der Kurs des Euro bei 1,3588 gegenüber 1,3803 US-Dollar am Vortag. Weiterhin bewegt sich der Kurs des Euro gegenüber dem Vortag derzeit bei 0,7730 nach 0,7776 Britischen Pfund und auf 1,5475 nach 1,5561 Schweizer Franken. Gegenüber dem Japanischen Yen steht der Euro gegenwärtig bei 140,52 nach 145,12 Yen am letzten Handelstag.

Die aktuellen Termine im Überblick:

• 10:30 - GB BoE Geldmenge (M0) September
• 10:30 - DE sentix-Konjunkturindex Oktober
• 14:30 - CA Baugenehmigungen August
• 15:30 - EU EZB Ankündigung Haupt-Refi-Tender
• 16:00 - CA Ivey Einkaufsmanagerindex September
• 17:00 - US Ankündigung 4-wöchiger Bills
• 18:00 - US Rede Chicago Fed-Präsident Evans
• 19:00 - US Auktion 3- u. 6-monatiger Bills
• 21:00 - US Treasury STRIPS September
(06.10.2008/fx/n/f)


 
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06.10 Heute: 17:00 US Ankündig.
06.10 Heute: 18:00 US Rede Chi.
06.10 Heute: 19:00 US Auktion .
06.10 Heute: 21:00 US Treasury.
06.10 Heute: 10:30 GB BoE Geld.
06.10 Heute: 10:30 DE sentix-Ko.
06.10 Heute: 14:30 CA Baugene.
06.10 Heute: 15:30 EU EZB Ank.
06.10 Heute: JP BoJ Ratssitzung
05.10 Termine von 06.10.2008
05.10 Termine von 06.10.2008
03.10 Wdh: DE Dienstleistungsind.
03.10 Aktuell: US ISM Dienstleist.


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