Frankfurt a. M. (derivatecheck.de) - Thomas Weidmann, Experte bei der Helaba, kommentiert den gestrigen Handelsverlauf am Rentenmarkt.
Der US Senat werde wohl noch heute über eine modifizierte Version des US Rettungspaketes, der zusätzlich eine Erhöhung der Einlagensicherung von 100.000 auf 250.000 US-Dollar enthalte, abstimmen. Die Aussicht auf eine baldige Rettung des Rettungspaktes habe die Anleger wieder an die Aktienmärkte zurückkehren lassen. Auch die Hoffnung, die Notenbanken würden durch schnelle Zinssenkungen den Märkten unter die Arme greifen, beflügelte nach Angaben des Marktbeobachters die Aktien. Dagegen mussten Staatsanleihen in der Eurozone diesem zufolge ihre Gewinne des Vortages teilweise wieder abgeben, ihre US Pendants seien noch stärker unter Druck geraten. Jenseits des Atlantiks habe zudem der Anstieg des
Verbrauchervertrauens und des
Einkaufsmanagerindikators aus Chicago überrascht. Der deutliche Rückgang der Hauspreise werde dagegen schon als normal angesehen.
Der Bund-Kontrakt (114.89) habe 98 Stellen leichter geschlossen, Bobl (109,72) und Schatz (104,37) seien 73,5 bzw. 28,5 Ticks tiefer aus dem Markt gegangen. Die Rendite der zehnjährigen Bundesanleihe sei auf 4,035 % gestiegen, der Renditeabstand zwischen zwei- und zehnjährigen Bundesanleihen habe bei knapp 54 Basispunkten verharrt. Zehnjährige US Treasuries rentierten 21 Basispunkte höher bei 3,82 %, der JGB- Future (136,78) notiere 95 Ticks schwächer.
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(01.10.2008/dc/n/m)