Ausblick: Schwächere Eröffnung erwartet; Fed-Zinsentsche.


27.01.10 08:44
Meldung
 
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Nach einem schwachen Auftakt haben die deutschen Standardwerte am Dienstag kurz vor Handelsschluss noch einmal Fahrt aufgenommen. Der DAX konnte am Ende um 0,67 Prozent vorrücken und schloss bei 5.668,93 Punkten.
Der MDAX stieg daneben um 0,11 Prozent auf 7.557,00 Zähler. Für den SDAX ging es um 0,04 Prozent nach oben auf 3.628,21 Stellen. Der TecDAX gewann 0,15 Prozent auf 809,58 Zähler.

Laut Angaben des ifo Instituts ist der ifo Geschäftsklima-Index für die gewerbliche Wirtschaft Deutschlands im Januar erneut angestiegen. Demnach erhöhte sich der Index auf 95,8 Punkte, nach 94,6 Punkten im Vormonat. Wie das Statistische Bundesamt Destatis bekannt gab, haben sich die Importe im Dezember gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,0 Prozent verbilligt. Bereinigt um die schwankungsanfälligen Erdöl- und Mineralölerzeugnisse reduzierte sich der Einfuhrpreis-Index im Vergleich zum Vorjahresmonat um 4,7 Prozent. Die Exportpreise gaben im Vorjahresvergleich 0,4 Prozent ab.

Gestern Nachmittag dann hat der Internationale Währungsfonds (IWF) die Wachstumsprognose für die Weltwirtschaft im laufenden Kalenderjahr deutlich nach oben revidiert. Demnach wurde für 2010 ein weltweites Wirtschaftswachstum von 3,9 Prozent in Aussicht gestellt, während man für 2011 von einem Plus von 4,3 Prozent ausgeht. Zuvor hatte der IWF für 2010 ein Plus von 3,1 Prozent vorhergesagt, während man für 2011 ursprünglich von einem Wachstumsplus im Bereich von 4,2 Prozent ausgegangen war.

An der Wall Street war zum Xetra-Schluss eine leicht bis mäßig positive Tendenz auszumachen. Neben Apple haben auch Texas Instruments und DuPont mit den vorgelegten Zahlen überzeugt. Wie das Wirtschaftsforschungsinstitut Conference Board bekannt gab, ist das US-Verbrauchervertrauen im Januar angestiegen. Demnach erhöhte sich der entsprechende Index auf 55,9 Punkte, nach revidiert 53,6 Zählern im Vormonat. Volkswirte hatten lediglich 53,5 Punkte erwartet. Dagegen haben die US-Häuserpreise im November nachgegeben. So lag der S&P/Case-Shiller 20-City-Index im Berichtsmonat um 0,2 Prozent unter dem Wert des Vormonats.

Papiere des Industriekonzerns Siemens konnten sich von den übrigen Werten im DAX klar absetzen und um 5,1 Prozent vorrücken. Wie zuvor bekannt wurde, hat Siemens im ersten Quartal in fast allen Geschäften trotz sinkender Umsätze die vorgegebenen Renditeziele erreicht. Die Erlöse beliefen sich auf 17,4 Mrd. Euro. Bereinigt um Währungs- und Portfolioeffekte ist dies im Vergleich zum Vorjahreswert ein Minus von 8 Prozent. Der Auftragseingang sank organisch um 11 Prozent auf 19,0 Mrd. Euro. Dagegen kletterte das Ergebnis der Sektoren um 11 Prozent auf 2,3 Mrd. Euro. Das Nettoergebnis verbesserte sich um fast ein Viertel auf 1,5 Mrd. Euro. Siemens erwartet, dass das Ergebnis der Sektoren im Geschäftsjahr 2010 zwischen 6,0 Mrd. Euro und 6,5 Mrd. Euro liegt. Infineon gewannen nach den Zahlen von Apple und Texas Instruments 2 Prozent. Daneben stand ein Pressebericht im Blick, dem zufolge sich der Kampf um den Aufsichtsratsvorsitz bei dem Halbleiterhersteller offenbar zuspitzt. Demnach spreche sich die US-Stimmrechtsberatung Riskmetrics gegen den vom Konzern nominierten Aufsichtsratschef Klaus Wucherer aus und favorisiere stattdessen Willi Berchtold, den von den Aktionären vorgeschlagenen Gegenkandidaten. Dem Rat des US-Dienstleisters folgen laut dem Bericht die meisten angelsächsischen Anleger, die einen großen Teil der Infineon-Aktien halten. Titel der Münchener Rück schlossen daneben mit 1,2 Prozent im Plus. Die Anleger honorierten damit den Einstieg von US-Milliardär Warren Buffett, der sich mit 3,045 Prozent an dem Rückversicherer beteiligt hat. Auf der Gegenseite bröckelten Papiere der Deutschen Börse um 3,3 Prozent ab. Daneben verloren die Deutsche Post 1,7 Prozent und Fresenius 1,2 Prozent. MAN kamen um 1 Prozent zurück. Laut Angaben der ACEA lagen die Nutzfahrzeug-Neuzulassungen in Europa im Dezember mit 146.516 Einheiten um 10,6 Prozent unter dem Niveau des entsprechenden Vorjahresmonats. Im Gesamtjahr gingen die Nfz-Neuzulassungen um insgesamt 32,4 Prozent auf 1.706.996 Einheiten zurück.

Wie in der Presse zu lesen war, will die Bundesregierung offenbar für den umstrittenen Militärtransporter A400M des Luft- und Raumfahrtkonzerns EADS bürgen, um die Finanzierung des Projekts doch noch möglich zu machen. Demnach werde derzeit anstelle zusätzlicher Geldzahlungen die Bereitstellung einer staatlichen Bürgschaft geprüft. Damit könnte der EADS-Konzern mit seiner Airbus-Tochter kostengünstig Kredite aufnehmen, und die Bundesregierung würde eine direkte Belastung des Bundeshaushalts verhindern. EADS gewannen im MDAX 0,5 Prozent. Bilfinger Berger zogen um 0,6 Prozent an. Der Baukonzern will sich von seiner Beteiligung Bilfinger Berger Australien trennen. Der Vorstand habe entschieden, den Verkaufsprozess einzuleiten und den Börsengang der Gesellschaft vorzubereiten.

Im TecDAX machten Drägerwerk mit einem Plus von 5,5 Prozent auf sich aufmerksam. Dahinter folgten Manz mit +3,6 Prozent und Wirecard mit +3,3 Prozent. Rofin-Sinar verloren an letzter Stelle 6,1 Prozent. Conergy bröckelten nach den deutlichen Vortagesgewinnen um 2,6 Prozent ab.

Asiatische und US-Börsen:

Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Dienstag mit Verlusten. Während der Dow Jones mit 10.194,29 Punkten um 0,03 Prozent abnahm, ging der Nasdaq Composite um 0,32 Prozent auf 2.203,73 Zähler zurück. Der S&P 500 fiel daneben um 0,42 Prozent und schloss bei 1.092,17 Zählern. Die Futures notieren derzeit im Minus. So tendiert der Dow Jones Future bei 10.134,00 Punkten (-4,00 Punkte), der NASDAQ Future bei 1.796,50 Punkten (0,00 Punkte) und der S&P Future bei 1.087,20 Zählern (-1,00 Punkte).

Die größten Börsen in Asien entwickeln sich nach den schlechten Vorgaben der US-Börsen schwächer. Nach der negativen Entwicklung des vorangegangenen Handelstages notiert der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Minus von 0,71 Prozent bei 10.252,08 Punkten.

In China zeigen die Aktienmärkte ebenfalls rote Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 0,23 Prozent im Minus bei 20.062,10 Punkten, während der Shanghai Composite um 1,09 Prozent abgibt auf 2.986,61 Punkte.

Der Markt heute:

Der Bund Future steigt bisher um 0,02 Prozent auf 123,30 Punkte.

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursverlusten starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 5.607 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 5.619,00 Zählern (-0,4 Prozent).

In Japan stehen heute die Leistungsbilanz und der BoJ-Monatsbericht zur Veröffentlichung an. Ferner werden in Frankreich das Verbrauchervertrauen und in Italien die Außenhandelsdaten bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die Hypothekenanträge, die Verkäufe neuer Häuser, der Ölmarktbericht und der Zinsbeschluss der Fed gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Quartalszahlen stehen heute bei Abbott Laboratories, BlackRock Inc., BMC Software Inc., Boeing Co., Caterpillar Inc., ConocoPhillips, E*TRADE FINANCIAL Corp., Elizabeth Arden Inc., General Dynamics Corp., Hess Corp., Illinois Tool Works Inc., McClatchy Co., MeadWestvaco Corp., Norfolk Southern Corp., Praxair Inc., QUALCOMM Inc., Regis Corp., Rockwell Automation Inc., Smith International Inc., Symantec Corp., Stanley Works, Tyco Electronics Ltd., UAL Corp., United Technologies Corp., Valero Energy Corp., WellPoint Inc. und SAP AG an.

Wichtige Meldungen:

Der US-Automobilkonzern General Motors (GM) - Motors Liquidation Co. (ISIN US62010A1051 / WKN A0X900 ) - gab am Dienstag bekannt, dass man sich mit der Spyker Cars N.V. (ISIN NL0000380830 / WKN A0B5TV ) über den Verkauf der GM-Tochtergesellschaft Saab verständigt hat.

Die Yahoo! Inc. (ISIN US9843321061 / WKN 900103 ) legte am Dienstagabend nach Börsenschluss die Geschäftszahlen für das vierte Quartal 2009 vor. Der Nettogewinn belief sich auf 119 Mio. Dollar bzw. 11 Cents je Aktie, gegenüber einem Nettoverlust von 278 Mio. Dollar bzw. 22 Cents je Aktie im Vorjahresquartal.

Das US-amerikanische Pharma- und Biotechnologieunternehmen Gilead Sciences Inc. (ISIN US3755581036 / WKN 885823 ) wies am Dienstag nach Börsenschluss die Zahlen für das vierte Quartal 2009 aus. Der Nettogewinn stieg unterdessen auf 802,2 Mio. Dollar, nach 560 Mio. Dollar im Vorjahresquartal. (27.01.2010/ac/n/m)


 

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27.01 BoJ rechnet weiterhin mit .
27.01 Gold tendiert leichter, Silbe.
27.01 Schwedens Außenhandelspr.
27.01 Börsen in Europa am Morg.
27.01 Börse Frankfurt am Morge.
27.01 Frankreichs Verbraucherver.
27.01 Spaniens Einzelhandelsumsa.
27.01 Australiens Verbraucherprei.
27.01 Japans Handelsbilanzübersc.
27.01 Ausblick: Schwächere Eröf.
27.01 Euro steht weiter über 1,4.
27.01 Anstehende Wirtschaftsdat.
26.01 Wall Street Schluss: Im Mi.
26.01 Börsen in Europa Schluss: .
26.01 Wall Street Update: Etwas.
26.01 Börse Frankfurt Schluss: F.
26.01 IWF erhöht Wachstumspro.
26.01 US-Verbrauchervertrauen st.


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