Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die wichtigsten deutschen Indizes beendeten den Freitagshandel im Minus.
Nachdem zunächst Hoffnungen bezüglich einer baldigen Lösung der Griechenland-Krise im Fokus der Marktteilnehmer standen, lasteten am Nachmittag schwächer als erwartete BIP-Daten aus den USA auf der Stimmung. Der
DAX (
ISIN DE0008469008 /
WKN 846900 ) verlor zuletzt 0,43 Prozent auf 6.511,98 Punkte. Der MDAX (
ISIN DE0008467416 /
WKN 846741 ) gab um 0,34 Prozent nach auf 9.940,44 Stellen. Für den SDAX (
ISIN DE0009653386 /
WKN 965338 ) ging es derweil um 0,32 Prozent nach oben auf 4.736,12 Zähler, während der TecDAX (
ISIN DE0007203275 /
WKN 720327 ) um 0,17 Prozent auf 744,54 Punkte zurückfiel.
Asiatische und US-Börsen:
Nach den moderaten Kursverlusten vom Vortag ging es für die wichtigsten US-Indizes am Freitag erneut mehrheitlich nach unten. Die Stimmung der Investoren wurde dabei insbesondere durch enttäuschend ausgefallene BIP-Daten belastet. Der Dow Jones (
ISIN US2605661048 /
WKN 969420 ) verlor 0,58 Prozent auf 12.660,46 Punkte, während der NASDAQ Composite (
ISIN XC0009694271 /
WKN 969427 ) 0,40 Prozent auf 2.816,55 Zähler zulegte. Der S&P 500 (
ISIN US78378X1072 /
WKN A0AET0 ) notierte 0,16 Prozent schwächer bei 1.316,33 Punkten. Die Futures notieren derzeit im Minus. So tendiert der Dow Jones Future bei 12.568,00 Punkten (-46,00 Punkte), der NASDAQ Future bei 2.444,25 Punkten (-12,00 Punkte) und der S&P Future bei 1.304,40 Zählern (-8,10 Punkte).
Die größten Börsen in Asien entwickeln sich nach den schlechten Vorgaben der US-Börsen schwächer. Nach der negativen Entwicklung des vorangegangenen Handelstages schloss der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Minus von 0,54 Prozent bei 8.793,05 Punkten.
In China zeigen die Aktienmärkte ebenfalls rote Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 1,21 Prozent im Minus bei 20.254,04 Punkten, während der Shanghai Composite um 1,47 Prozent abgibt auf 2.319,12 Punkte.
Der Markt heute:
Der Bund Future steigt bisher um 0,22 Prozent auf 139,00 Punkte.
Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursverlusten starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 6.464 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 6.484,50 Zählern (-0,6 Prozent).
In Deutschland stehen heute die Verbraucherpreise und der Großhandelsumsatz an. Ferner werden in Italien das Geschäftsklima, in Spanien das BIP sowie in der EU die Wirtschaftsstimmung und das Geschäftsklima bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die persönlichen Ausgaben und Einkommen gemeldet.
Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:
Wichtige Quartalszahlen stehen heute bei Constellation Energy, Gannett, Wendy`s, Wolverine World Wide, Philips und Ryanair Holdings an.
Der deutsche Markt am Freitag:
Die deutschen Außenhandelspreise haben sich im Dezember 2011 nach Angaben des Statistischen Bundesamtes Destatis mit vermindertem Tempo erhöht. Gegenüber dem Vorjahresmonat verteuerten sich die Importe um 3,9 Prozent, nach einem Plus von 6,0 Prozent im Vormonat und 12,0 Prozent im Dezember 2010. Die Exportpreise legten im Vorjahresvergleich um 2,1 Prozent zu, während sie im November um 2,9 Prozent und im Dezember 2010 um 5,2 Prozent geklettert waren.
RWE (
ISIN DE0007037129 /
WKN 703712 ) rückten am Freitag an der Indexspitze um 1,2 Prozent vor, nachdem die zu dem Versorger gehörende Öl- und Erdgastochter RWE Dea in Norwegen sieben neue Lizenzen erhalten hat. Ferner hat man gemeinsam mit den Lizenzpartnern Lundin Norway und Wintershall Norge beim norwegischen Erdöl- und Energieministerium einen Plan für die Feldesentwicklung und den Betrieb des Luno-Feldes eingereicht. Einem Medienbericht zufolge steht geplante Zusammenschluss der Edelstahlsparte des Stahlkonzerns ThyssenKrupp (
ISIN DE0007500001 /
WKN 750000 ) mit dem finnischen Wettbewerber Outokumpu Oy (
ISIN FI0009002422 /
WKN 885421 ) offenbar kurz vor dem Abschluss. Wie es heißt, solle der Aufsichtsrat bereits in der kommenden Woche in einer außerordentlichen Sitzung dem Verkauf der Edelstahlsparte Inoxum an den finnischen Konkurrenten Outokumpu zustimmen. Die Verträge seien laut dem Bericht weitgehend unter Dach und Fach. Der Titel verbilligte sich um 1 Prozent.
Daneben flogen Deutsche Lufthansa (
ISIN DE0008232125 /
WKN 823212 ) als zweitbester Wert im DAX um 1,1 Prozent vor. Die Fluggesellschaft gab am Vortag bekannt, dass sich in der Tarifrunde 2012 der Arbeitgeberverband Luftverkehr (AGVL) und die Gewerkschaft ver.di am 26. Januar auf einen neuen Tarifvertrag geeinigt haben. Die Verliererliste im DAX wurde mit einem Abschlag von 2,4 Prozent von HeidelbergCement angeführt.
Wichtige Meldungen:
Die amerikanische Ratingagentur Fitch Ratings hat am Freitag die Kreditwürdigkeit zahlreicher Euro-Staaten überarbeitet. Dabei wurde die Bonität Spaniens um zwei Stufen von bislang "AA-" auf nun "A" mit negativem Ausblick herabgestuft. Die Bonität Italiens wurde von "A+" auf "A-" gesenkt. Der Ausblick ist ebenfalls negativ.
Die STADA Arzneimittel AG (
ISIN DE0007251803 /
WKN 725180 ) und die Grünenthal GmbH haben sich am Freitag auf den Kauf eines Markenprodukt-Portfolios inklusive der dazugehörigen Vertriebsstrukturen auch für die zur EU gehörigen Märkte Mitteleuropas (inklusive Polen) geeinigt.
Der zweitgrößte US-Ölkonzern Chevron Corp. (
ISIN US1667641005 /
WKN 852552 ) gab am Freitag bekannt, dass sich sein Gewinn im vierten Quartal trotz gestiegener Ölpreise leicht verringert hat, was auf einen Verlust im Downstream-Geschäft zurückzuführen ist. Die Erwartungen wurden damit verfehlt. (30.01.2012/ac/n/m)