Ausblick: Stärkere Eröffnung erwartet, Allianz veröffentlic.


13.05.09 08:45
Meldung
 
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Indizes haben sich am Dienstag überwiegend schwächer präsentiert. Der DAX gab letztendlich 0,26 Prozent ab und schloss bei 4.854,11 Punkten.
Daneben verlor der MDAX 1,29 Prozent auf 5.611,36 Zähler. Der SDAX fiel um 0,33 Prozent zurück auf 2.810,35 Punkte. Gegen den Trend kletterte der TecDAX um 1,23 Prozent auf 610,94 Zähler.

Nach einem freundlichen Auftakt lag die Wall Street zum Xetra-Schluss im Minus. Während beim Dow Jones lediglich ein leichter Abschlag auszumachen war, lag der NASDAQ Composite mit 1,1 Prozent hinten. Laut Angaben des US-Handelsministeriums hat sich das Defizit beim Handel mit Waren und Dienstleistungen im März vergrößert. So erhöhte sich das Handelsbilanzdefizit um 5,5 Prozent auf 27,6 Mrd. Dollar, während Volkswirte einen stärkeren Anstieg auf 29,0 Mrd. Dollar prognostiziert hatten.

Das Papier der Deutschen Börse schloss mit einem Plus von 2,5 Prozent. Der Börsenbetreiber teilte am Montagabend mit, dass seine Erlöse in den ersten drei Monaten 2009 um 16 Prozent auf 539,8 Mio. Euro gesunken sind. Der Periodenüberschuss verringerte sich um 32 Prozent auf 205,9 Mio. Euro. Die Prognosen wurden damit übertroffen. An der DAX-Spitze gewannen adidas 4 Prozent. Auf den Plätzen folgten FMC mit +2,7 Prozent und Merck mit +2,5 Prozent. Anteilsscheine des Pharma- und Chemiekonzerns Bayer, der sich trotz der weiterhin schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen gut aufgestellt sieht und seine Ergebnisprognosen für das laufende Fiskaljahr bestätigt hat, rückten im Mittelfeld um 0,2 Prozent vor. Für Titel der Deutschen Lufthansa ging es indes um 0,8 Prozent nach unten. Die Kranichline verzeichnete im April auf Konzernebene einen Passagierrückgang von 4,6 Prozent auf 5,888 Millionen Fluggäste. Noch deutlich härter traf es die Aktie von ThyssenKrupp (-6,4 Prozent) nach überraschend vorgelegten Ergebnissen. Der Stahlkonzern hat angesichts des schwierigen konjunkturellen Umfelds seine Prognose nach unten revidiert, nachdem man im ersten Halbjahr einen deutlichen Ergebnisrückgang hinnehmen musste. Das Unternehmen hat im ersten Halbjahr einen Umsatzrückgang von 16 Prozent erlitten. Das Konzernergebnis vor Steuern verminderte sich im Vorjahresvergleich auf -215 Mio. Euro, nachdem im Vorjahreszeitraum noch ein Vorsteuergewinn von 1,39 Mrd. Euro erzielt worden war. ThyssenKrupp geht davon aus, das laufende Geschäftsjahr mit einem negativen Ergebnis vor Steuern und vor wesentlichen Sondereffekten abzuschließen. Zuletzt hatte der Industriekonzern noch ein leicht positives operatives Ergebnis vor Sondereffekten in Aussicht gestellt. Anteile des Mitbewerbers Salzgitter bröckelten daneben um 5,1 Prozent ab.

Im MDAX verloren gestern Fraport knapp 6 Prozent. Der Flughafenbetreiber gab zuvor für das Auftaktquartal einen Umsatzrückgang um 14,4 Prozent auf 452 Mio. Euro bekannt. Bereinigt um Konsolidierungseffekte betrug der Umsatzrückgang 1,5 Prozent. Das Konzernergebnis reduzierte sich um 25,4 Prozent auf 22,3 Mio. Euro. EADS gaben 4 Prozent ab. Umsatz und Ergebnis des Luft- und Raumfahrtkonzerns sind im ersten Quartal zurückgegangen. Das Unternehmen verwies dabei unter anderem auf Wechselkurseffekte und Aufwendungen im A400M-Programm. Der Umsatz fiel um 14 Prozent auf 8,47 Mrd. Euro. Das Konzernergebnis sank um 40 Prozent auf 170 Mio. Euro und der Auftragseingang um 76 Prozent auf 9,33 Mrd. Euro. Für Douglas ging es daneben um 2,5 Prozent nach unten. Der Nettoumsatz des Handelskonzerns verbesserte sich im ersten Halbjahr um 1,9 Prozent auf fast 1,8 Mrd. Euro. Der Konzernüberschuss verringerte sich indes von 88,8 Mio. Euro auf 73,5 Mio. Euro. Anteile des Maschinenbaukonzerns KUKA zogen nach Zahlen um 6,5 Prozent an. Das Unternehmen musste angesichts der schwierigen Situation in der Automobilindustrie im ersten Quartal einen Verlust ausweisen. Das Nachsteuerergebnis lag bei -1,8 Mio. Euro, nach einem Gewinn von 9,8 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Umsatzerlöse fielen um 19 Prozent auf 227 Mio. Euro.

Die im TecDAX notierte Aktie von SOLON schloss mit -3,8 Prozent. Der Hersteller von Solarmodulen und Photovoltaiksystemen hat das erste Quartal mit einem Verlust beendet. Q-Cells konnten dagegen 2,4 Prozent zulegen. Umsatz und Ergebnis des Solarkonzerns waren im Auftaktquartal rückläufig. Eine genaue Prognose für das Gesamtjahr erachtet Q-Cells weiterhin als schwierig. SMARTRAC zogen mit an der Spitze um 6 Prozent an. Der Hersteller und Zulieferer von RFID-Komponenten hat in den ersten drei Monaten 2009 trotz gestiegener Umsätze weniger verdient.

Asiatische und US-Börsen:

Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Dienstag uneinheitlich. Während der Dow Jones mit 8.469,11 Punkten um 0,60 Prozent zunahm, ging die NASDAQ um 0,88 Prozent auf 1.715,92 Zähler zurück. Der S&P 500 schrumpfte um 0,10 Prozent und schloss bei 908,35 Zählern. Die Futures notieren derzeit im Plus. So tendiert der Dow Jones Future bei 8.458,00 Punkten (+22,00 Punkte), der NASDAQ Future bei 1.387,75 Punkten (+2,75 Punkte) und der S&P Future bei 910,10 Zählern (+3,30 Punkte).

Die größten Börsen in Asien entwickeln sich heute nach der unentschlossenen Entwicklung der US-Börsen stärker. Nach der schwachen Entwicklung des vorangegangenen Handelstages notiert der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Plus von 0,64 Prozent bei 9.358,16 Punkten.

In China notieren die Aktienmärkte ebenfalls mit grünen Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 0,66 Prozent im Plus bei 17.264,90 Punkten, während der Shanghai Composite um 1,00 Prozent anzieht auf 2.644,30 Punkte.

Der Markt heute:

Der Bund Future fällt bisher um 0,13 Prozent auf 120,56 Punkte.

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Gewinnen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 4.899 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 4.907,50 Zählern (+0,5 Prozent).

In Deutschland stehen heute die Insolvenzen an. Ferner werden in Frankreich die Verbraucherpreise, in Italien die Handelsbilanz, in Großbritannien die Arbeitsmarktdaten und in der EU die Industrieproduktion bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die Hypothekenanträge, Ein- und Ausfuhrpreise, Einzelhandelsumsätze und Lagerbestände gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Quartalszahlen stehen heute bei CA Inc., Dr Pepper Snapple Group Inc., Jack in the Box Inc., Liz Claiborne Inc., Macy's Inc., Allianz SE, Bayerische Hypo- und Vereinsbank AG, CENTROSOLAR AG, Drillisch AG, E.ON AG, freenet AG, JENOPTIK AG, K+S AG, MLP AG, QSC AG, RATIONAL AG, Telefonica S.A., Telekom Austria AG, Tognum AG, United Internet AG und WaveLight AG an.

Wichtige Meldungen:

Die amerikanische Applied Materials Inc. (ISIN US0382221051 / WKN 865177 ) hat am Dienstag nach US-Börsenschluss die Zahlen für das zweite Fiskalquartal 2008/09 veröffentlicht. Wie der größte Chip-Ausrüster in den USA mitteilte, erzielte man im Berichtszeitraum aufgrund von Restrukturierungskosten einen Nettoverlust von 255 Mio. Dollar bzw. 19 Cents je Aktie, nach einem Nettogewinn von 303 Mio. Dollar bzw. 22 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum.

Aktuellen Presseberichten zufolge gibt es für den deutschen Autobauer Opel, eine Tochter des angeschlagenen US-Automobilkonzerns General Motors Corp. (GM) (ISIN US3704421052 / WKN 850000 ) einen dritten Interessenten. Dies meldet die "Frankfurter Allgemeine Zeitung" (FAZ) am Dienstag in ihrer Online-Ausgabe. Bei dem dritten Interessenten für Opel handelt es sich der Zeitung zufolge um den amerikanischen Finanzinvestor Ripplewood.

Der französische Baukonzern Vinci S.A. (ISIN FR0000125486 / WKN 867475 ) hat am Dienstag die Umsatzzahlen zum ersten Quartal 2009 veröffentlicht. Dabei gingen die Umsatzerlöse im ersten Quartal auf vergleichbarer Ebene um 2,6 Prozent auf 6,97 Mrd. Euro zurück.

Der italienische Energieversorger Enel S.p.A. (ISIN IT0003128367 / WKN 928624 ) hat Dienstag die Zahlen zum ersten Quartal 2009 veröffentlicht. Dabei konnte trotz eines leichten Umsatzrückgangs ein deutliches Ergebnisplus erzielt werden. (13.05.2009/ac/n/m)


 

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12.05 Wall Street Eröffnung: Un.
12.05 US-Handelsbilanzdefizit wäc.
12.05 Börsen in Europa am Mitta.
12.05 Rohstoffe am Mittag: Bren.
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