Ausblick: Stärkere Eröffnung erwartet; ArcelorMittal melde.


10.02.10 08:43
Meldung
 
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Die deutschen Indizes konnten am Dienstag durchweg zulegen. Der DAX, der kurz vor Handelsschluss innerhalb weniger Minuten um fast 80 Punkte abgesackt ist, konnte am Ende um 0,24 Prozent vorrücken auf 5.498,26 Punkte.
Der MDAX schloss mit 0,59 Prozent im Plus bei 7.289,16 Zählern. Gleichzeitig kletterte der SDAX um 0,21 Prozent auf 3.557,03 Stellen. Für den TecDAX ging es deutlich nach oben um 1,64 Prozent auf 784,18 Zähler.

Nach endgültigen Berechnungen des Statistischen Bundesamtes hat sich die Inflation in Deutschland im Januar abgeschwächt. Demnach belief sich die Inflationsrate auf 0,8 Prozent, nach einer Jahresteuerungsrate von 0,9 Prozent im Dezember 2009. Ohne Berücksichtigung der Mineralölpreise hätte die Jahresveränderungsrate im Januar nur bei +0,2 Prozent gelegen.

Die breiten US-Indizes lagen zum Xetra-Schluss mit bis zu 0,8 Prozent vorne. Hintergrund sind Hoffnungen auf Finanzhilfen für Griechenland. Wie außerdem gestern Nachmittag bekannt wurde, sind die Lagerbestände im US-Großhandel im Dezember gesunken. Demnach wurde ein Rückgang von 0,8 Prozent gegenüber dem Vormonat ausgewiesen. Marktbeobachter hatten mit einem Anstieg um 0,5 Prozent gerechnet. Die Umsatzerlöse des US-Großhandels sind gleichzeitig um 0,8 Prozent gestiegen. Auf positive Resonanz sind zudem die Zahlen des Getränkeriesen Coca-Cola gestoßen.

Thomas Mayer, Chefvolkswirt der Deutschen Bank, hat sich in einem Presseinterview für Finanzhilfen für das ins Schlingern geratene Griechenland ausgesprochen. Die EU müsse jetzt alles unternehmen, um Griechenland und den Euro zu stabilisieren, so der Ökonom. Die Aktie der Deutschen Bank konnte an der DAX-Spitze um 2,8 Prozent vorrücken. Dahinter zogen MAN um 2,5 Prozent, ThyssenKrupp um 2,3 Prozent und K+S um 1,6 Prozent an. Für Titel der Deutschen Börse ging es um 1,2 Prozent nach oben. Wie der Börsenbetreiber mitteilte, stieg der Wert des im Kundenauftrag verwahrten Vermögens von Clearstream im Januar auf 10,6 Bio. Euro, nach 10,0 Bio. Euro im Vorjahresmonat. Bei BMW schlug ein leichtes Plus zu Buche. Dabei sind die Münchner gut in das neue Kalenderjahr gestartet. Demnach wurden im Januar insgesamt 82.120 Automobile der Marken BMW, MINI und Rolls-Royce ausgeliefert, was gegenüber dem Vorjahreswert einem Plus von 16,6 Prozent entspricht. Der für Vertrieb und Marketing zuständige Vorstand Ian Robertson zeigte sich auch für den Rest des Jahres optimistisch. Nach dem überraschenden Wechsel an der Unternehmensspitze stand die Aktie der Software-Schmiede SAP weiter unter Druck. Der Wert verlor am Ende 2,5 Prozent. Die Deutsche Lufthansa konnte im Januar einen Passagieranstieg verbuchen. Demnach wurden auf Konzernebene insgesamt 5,881 Millionen Passagiere befördert, was einem Plus von 23,6 Prozent entspricht. Der Sitzladefaktor verringerte sich hingegen im Vorjahresvergleich um 1,4 Prozentpunkte auf 72,9 Prozent. Die Aktie schloss mit 0,6 Prozent im Minus.

Heidelberger Druck verteuerten sich im MDAX um 4 Prozent. Die Erlöse des Druckmaschinenherstellers sind in den ersten neun Monaten auf 1,59 Mrd. Euro gefallen (Vorjahr: 2,21 Mrd. Euro). Das Ergebnis nach Steuern lag bei -158 (Vorjahr: -119) Mio. Euro. Für das Gesamtgeschäftsjahr 2009/10 rechnet das Unternehmen unverändert mit einem Ergebnis der betrieblichen Tätigkeit ohne Sondereinflüsse, das zwischen minus 110 Mio. Euro und minus 150 Mio. Euro liegen wird. Douglas stachen daneben mit einem Plus von 3,6 Prozent aus der Masse hervor. Der Handelskonzern konnte seinen Umsatz im Auftaktquartal um 0,5 Prozent auf 1,13 Mrd. Euro steigern. Der Überschuss verbesserte sich auf 96,3 Mio. Euro (Vorjahr: 88,2 Mio. Euro). Für das Gesamtjahr wurde die zuletzt veröffentlichte Prognose bestätigt. Der Kranhersteller Demag Cranes ist nur verhalten in das neue Geschäftsjahr gestartet. Der Umsatz fiel im ersten Quartal um rund 31 Prozent auf 208,6 Mio. Euro. Das Nachsteuerergebnis brach um fast 76 Prozent ein auf 4,4 Mio. Euro. Für das laufende Fiskaljahr wurde die zuletzt kommunizierte Prognose bestätigt. Der Wert schloss knapp behauptet.

Im TecDAX machten freenet mit einem Plus von 5,1 Prozent auf sich aufmerksam. Der Telekommunikationskonzern hat nach vorläufigen Zahlen 2009 ein Umsatz- und Gewinnwachstum erzielen können. Die Erlöse stiegen auf 3,65 Mrd. Euro, nach 2,78 Mrd. Euro im Vorjahr. Das Konzernergebnis erhöhte sich von 111,6 Mio. auf 256,5 Mio. Euro. Nordex gewannen auf Rang zwei 7 Prozent. Spitzenreiter waren aber centrotherm mit einem satten Plus von gut 10 Prozent. Hintergrund war ein positiver Analystenkommentar. Weitre Gewinner im Solarsektor waren Roth & Rau (+5,1 Prozent), SolarWorld (+4,3 Prozent) und Conergy (+3,5 Prozent). Q-Cells schlossen nach einem sehr schwachen Auftakt 3,2 Prozent fester. Wie in der Presse zu lesen war, ist der Streit um die Solarförderung innerhalb der Union offenbar beigelegt. Demnach habe sich der Fraktionsvorstand darauf verständigt, die Kürzung der Förderung von Solaranlagen auf Dächern erst zum 1. Juni vorzunehmen. Die Kürzung solle dann aber bei 16 Prozent liegen, anstelle der bislang geplanten 15 Prozent. Die Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes solle noch in diesem Monat vom Kabinett gebilligt werden. QIAGEN verloren 0,9 Prozent. Der Biotech-Konzern konnte Umsatz und Gewinn im Schlussquartal steigern. Die Erlöse beliefen sich auf 289,1 Mio. Dollar, nach 237,2 Mio. Dollar im Vorjahr. Auf bereinigter Basis erwirtschaftete QIAGEN einen Nettogewinn von 57,6 Mio. Dollar bzw. 0,24 Dollar je Aktie. Im Vorjahreszeitraum wurde ein Nettoergebnis von 43,7 Mio. Dollar erzielt. Analysten hatten im Vorfeld einen Umsatz in Höhe von 267,8 Mio. Dollar sowie ein EPS von 0,22 Dollar prognostiziert. Am Indexende sackten Dialog Semiconductor um 3,2 Prozent ab.

Asiatische und US-Börsen:

Die US-Leitindizes beendeten den Handel am Montag mit Kursgewinnen. Während der Dow Jones mit 10.058,64 Punkten um 1,52 Prozent zunahm, zog der Nasdaq Composite um 1,17 Prozent auf 2.150,87 Zähler an. Der S&P 500 stieg daneben um 1,30 Prozent und schloss bei 1.070,52 Zählern. Die Futures notieren derzeit im Minus. So tendiert der Dow Jones Future bei 9.993,00 Punkten (-11,00 Punkte), der NASDAQ Future bei 1.751,00 Punkten (-1,00 Punkte) und der S&P Future bei 1.065,90 Zählern (-1,20 Punkte).

Die größten Börsen in Asien entwickeln sich dank der guten Vorgaben der US-Börsen freundlich. Nach der negativen Entwicklung des vorangegangenen Handelstages notiert der Nikkei-Index heute in Tokio mit einem Plus von 0,31 Prozent bei 9.963,99 Punkten.

In China zeigen die Aktienmärkte ebenfalls grüne Vorzeichen. So steht der Hang Seng derzeit mit 0,62 Prozent im Plus bei 19.912,29 Punkten, während der Shanghai Composite um 1,14 Prozent zulegt auf 2.982,50 Punkte.

Der Markt heute:

Der Bund Future fällt bisher um 0,57 Prozent auf 123,27 Punkte.

Die Banken und Handelshäuser sehen den Deutschen Aktienindex heute mit Kursgewinnen starten. Die Deutsche Bank rechnet zu Handelsbeginn mit 5.544 Punkten. Der DAX-Future notiert derzeit bei 5.540,50 Zählern (-0,1 Prozent).

In Deutschland stehen heute die Insolvenzen zur Veröffentlichung an. Ferner werden in Frankreich die Industrieproduktion und Leistungsbilanz sowie in Italien die Industrieproduktion bekannt gegeben. Aus den USA werden heute die Hypothekenanträge, Handelsbilanz, der Ölmarktbericht und Staatshaushalt gemeldet.

Quartalszahlen, Hauptversammlungen und Analystenkonferenzen:

Quartalszahlen stehen heute bei Allstate Corp., Activision Blizzard Inc., Boston Scientific Corp., Coca-Cola Enterprises Inc., Computer Sciences Corp., Dean Foods Co., Level 3 Communications Inc., Marsh & McLennan Cos. Inc., New York Times Co., Prudential Financial Inc., Sonoco Products Co., Sprint Nextel Corp., Air France-KLM, ArcelorMittal, BHP Billiton, Sanofi-Aventis, Telenor und Vale an.

Wichtige Meldungen:

Der Medien- und Entertainment-Konzern Walt Disney Co. (ISIN US2546871060 / WKN 855686 ) gab am Dienstag nach Börsenschluss die Zahlen zum ersten Quartal des Geschäftsjahres 2010 bekannt. Der Nettogewinn belief sich im Berichtsquartal auf 844 Mio. Dollar bzw. 44 Cents je Aktie, nach 845 Mio. Dollar bzw. 45 Cents je Aktie im Vorjahreszeitraum.

Die MEDION AG (ISIN DE0006605009 / WKN 660500 ) gab am Dienstag die vorläufigen Zahlen für das Geschäftsjahr 2009 bekannt. Wie der Elektronikhändler mitteilte, wurde nach vorläufigen Zahlen im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009 ein Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) von 18,8 Mio. Euro erzielt.

Die amerikanische Coca-Cola Co. (ISIN US1912161007 / WKN 850663 ), der größte Softdrink-Hersteller der Welt, hat im vierten Quartal ein deutliches Gewinnplus erzielen können. Dabei habe man den Marktanteil bei nicht-alkoholischen Getränken deutlich ausbauen können. Vor allem in so genannten Emerging Markets habe sich der Getränkeabsatz spürbar verbessert. (10.02.2010/ac/n/m)


 

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09.02 Börsen in Asien: Durchwac.
09.02 Börsen in BRIC: Freundlich,.
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09.02 Börsen in Europa am Morg.
09.02 Presse: Griechenland - Deu.
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09.02 Deutsche Anleihen im Minus
09.02 Ungarns Handelsbilanzübers.
09.02 Tschechiens Verbraucherpr.
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