Börse Frankfurt Schluss: DAX unter 7.000 Punkten, Henkel deutlich schwächer


16.11.12 18:14
Meldung
 
Frankfurt (www.aktiencheck.de) - Die deutschen Standardwerte entschieden sich im Freitaghandel für den Rückwärtsgang und setzten damit ihren schwachen Vortagestrend fort.
Der DAX (ISIN DE0008469008 / WKN 846900 ) verlor zuletzt 1,32 Prozent auf 6.950,53 Punkte. Der MDAX (ISIN DE0008467416 / WKN 846741 ) gab um 1,03 Prozent nach auf 10.957,53 Punkte. Für den SDAX (ISIN DE0009653386 / WKN 965338 ) ging es derweil um 0,75 Prozent nach unten auf 4.871,11 Zähler, während der TecDAX (ISIN DE0007203275 / WKN 720327 ) um 0,47 Prozent auf 790,99 Punkte nachgab. Der Bund Future gewann zuletzt 0,02 Prozent auf 143,30 Zähler, während der Euro um 0,53 Prozent auf 1,2712 Dollar verlor.

An der Wall Street notieren die wichtigsten Indizes zur Stunde mit bis zu 0,41 Prozent im Plus. Am kommenden Montag stehen in den USA konjunkturseitig die Verkäufe bestehender Häuser und der NAHB/WF-Hausmarktindex auf der Agenda.

Im Mittelpunkt des Interesses der Investoren stand heute im DAX der Zahlenausweis von Henkel (ISIN DE0006048432 / WKN 604843 ). Der Konsumgüterhersteller hat seinen Gewinn im dritten Quartal angesichts eines soliden Umsatzwachstums deutlich steigern können. Zum Umsatzwachstum trugen alle Unternehmensbereiche bei. Auch im Neun-Monats-Zeitraum wurden Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis ausgewiesen. Die Ziele für 2012 wurden bekräftigt. Daneben hat Henkel seine zukünftige strategische Ausrichtung und die neuen Finanzziele bis zum Jahr 2016 vorgestellt. Demnach knüpft die neue Strategie an die erfolgreiche Umsetzung der 2008 definierten strategischen Prioritäten für den Zeitraum bis 2012 an. Henkel hat für alle Unternehmensbereiche beträchtliches Potenzial für beschleunigtes Wachstum und steigende Profitabilität identifiziert. Das Unternehmen wird seine Investitionen erhöhen und die Sachinvestitionen (Capex) bis 2016 um mehr als 40 Prozent auf insgesamt rund 2 Mrd. Euro anheben. Bis 2016 will Henkel seinen Umsatz auf 20 Mrd. Euro steigern, davon sollen 10 Mrd. Euro in den Wachstumsmärkten erzielt werden. Für das bereinigte Ergebnis je Vorzugsaktie (EPS) strebt Henkel bis 2016 im Durchschnitt ein jährliches Wachstum (Compound Annual Growth Rate) von 10 Prozent an. Das Papier brach an vorletzter Stelle im DAX um 4,7 Prozent ein. Schlechter lief es nur noch für Commerzbank mit einem Abschlag von knapp 5 Prozent.

Volkswagen (ISIN DE0007664039 / WKN 766403 ) fuhren indes mit einem Abschlag von 1,5 Prozent hinterher. Der Automobilhersteller konnte im Oktober bei den weltweiten Fahrzeugauslieferungen erneut einen deutlichen Anstieg vorweisen. Des Weiteren hat die zum Automobilkonzern Daimler (ISIN DE0007100000 / WKN 710000 ) gehörende Nutzfahrzeugsparte ihre Zusammenarbeit mit dem russischen Lkw-Hersteller Kamaz ausgeweitet und ein Lieferabkommen vereinbart. Das Papier verbilligte sich um 0,7 Prozent. Derweil hat der britische Reinigungsmittelhersteller Reckitt Benckiser (ISIN GB00B24CGK77 / WKN A0M1W6 ) gestern Abend ein überraschendes Übernahmeangebot für den US-Konzern Schiff Nutrition International Inc. vorgelegt und dabei die zuletzt vom Chemie- und Pharmakonzern Bayer (ISIN DE000BAY0017 / WKN BAY001 ) unterbreitete Übernahmeofferte übertrumpft. Bayer verloren zuletzt 0,2 Prozent an Wert. Die Gewinnerliste im DAX wurde heute mit einem Aufschlag von 0,7 Prozent von LANXESS angeführt. Papiere von SAP (ISIN DE0007164600 / WKN 716460 ) konnten sich mit einem Wertzuwachs von 0,3 Prozent auf dem zweiten Platz behaupten. Das Unternehmen hat in den USA eine Privatplatzierung von Anleihen erfolgreich abgeschlossen.

Eine personelle Veränderung wurde unterdessen vom Stahl- und Technologiekonzern Salzgitter (ISIN DE0006202005 / WKN 620200 ) gemeldet. Demnach verlässt Dipl.-Wirtsch.-Ing. Johannes Nonn das Unternehmen auf eigenen Wunsch. Der Manager war seit 2002 in Führungspositionen des Konzerns tätig, zuletzt als für die Stahldivision zuständiges Vorstandsmitglied. Die Verantwortung für das Stahlressort im Vorstand der Salzgitter AG wird bis zum - gegen Jahresmitte 2013 erwarteten - Abschluss des Organisationsentwicklungs-Projekts "Salzgitter AG 2015" vom Vorstandsvorsitzenden Prof. Dr.-Ing. Heinz Jörg Fuhrmann wahrgenommen werden. Die Aktie verschlechterte sich als Schlusslicht im MDAX um 5,1 Prozent. Daneben fielen Axel Springer (ISIN DE0005501357 / WKN 550135 ) um 1,3 Prozent. Der Verlagskonzern teilte mit, dass der weltweit erfolgreichste Autotitel AUTO BILD ab sofort auch in Argentinien erscheint. Ganz oben auf dem Einkaufszettel der Investoren standen die Titel von Sky Deutschland mit einem Zugewinn von 1,1 Prozent.

Im SDAX verschlechterten sich derweil Heidelberger Druckmaschinen (ISIN DE0007314007 / WKN 731400 ) um 0,3 Prozent. Der Konzern verlautbarte, dass die britische Online-Druckerei Tradeprint.co.uk (Tradeprint) eine beachtliche Summe investiert, um ihr Geschäft im Bereich Kleinauflagen auszubauen.

DAX: 6.950,53 (-1,32 Prozent) MDAX: 10.957,53 (-1,03 Prozent) SDAX: 4.871,11 (-0,75 Prozent) TecDAX: 790,99 (-0,47 Prozent)
(16.11.2012/ac/n/m)


 

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